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Nach heftigem Crash: Verkleidete Aktivisten setzen sich bei Silverstone-GP auf die Rennstrecke

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Von: Antonio José Riether

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Vor dem Grand Prix in Silverstone gab es bereits Warnungen vor einer Protestaktion. Diese bewahrheiteten sich nach der ersten Rennunterbrechung.

Silverstone - Das Formel-1-Rennen am Sonntag im britischen Silverstone war nicht einmal eine Runde alt, als sich ein heftiger Unfall ereignete. Beim Start kam es zu einer Kollision, bei der sich der Bolide des Alfa-Romeo-Piloten Zhou Guanyu auf den Kopf drehte, ehe er über einen Reifenstapel flog und erst nach einem Einschlag am Fangzaun zum Stehen kam. Einige Aktivisten nutzten die Aufregung um die am Crash beteiligten Fahrer, um ihre geplante Aktion durchzuführen. Allerdings unterbanden die Sicherheitskräfte das Unterfangen sofort.

Formel 1
Rekord-Weltmeister: Michael Schumacher, Lewis Hamilton (je 7 WM-Titel)
Rekord-Konstrukteurs-Weltmeister: Ferrari (16)
Erste Saison: 1950

Proteste beim Formel-1-Rennen in England - Aktivisten trotzen Warnungen der Polizei

Bereits in den Tagen vor dem Großen Preis von Großbritannien hatte die Polizei Informationen über eine geplante Protestaktion beim finalen Rennen am Sonntag und sprach mehrere Warnungen aus. „Jeder, der das Renn-Wochenende nutzen will, um ein Verbrechen zu begehen, wird gefasst werden“, versicherte Tom Thompson, Chefinspektor der Polizei der Grafschaft Northampton. Thompson bezeichnete das Vorhaben der Aktivisten als „rücksichtslosen Plan“, der Leben gefährde.

Die Befürchtungen der Einsatzkräfte sowie der Organisatoren bewahrheiteten sich jedoch schon nach dem Unfall. Kurz nach der Roten Flagge, die auf den schweren Crash folgte, stürmten mehrere Demonstranten die Strecke. Der Automobil-Weltverband Fia teilte mit, dass die Protestler „umgehend entfernt“ worden seien. Die Bilder zu der Aktion kursieren nun im Netz.

Formel 1: Protestaktion in Silverstone - Aktivisten setzen sich auf die Rennstrecke

Wie auf den Videos zu sehen ist, setzten sich fünf als Marshals verkleidete Aktivisten auf den Asphalt. Die Streckenposten behielten jedoch die Ruhe und nahmen die Personen erst von der befahrenen Strecke und dann in Gewahrsam. Berichten zufolge waren die Aktivisten zuvor über Zäune geklettert. Einen offiziellen Hintergrund zu dem Vorfall gibt es nicht, Medienberichten zufolge richtete sich der Protest gegen die weltweite Erdöl-Nutzung.

Nun liegt der Fall bei den Behörden, wie die Fia mitteilte. „Ich bin sehr enttäuscht, dass diese Gruppe von Leuten unsere Warnungen vor dem Renntag ignoriert haben und die unglaublich gefährliche Entscheidung trafen, die Strecke zu betreten“, wurde Thompson im Nachgang zitiert.

Formel 1: Nicht der erste Protest in Silverstone - erste Punkte für Mick Schumacher

Bereits vor zwei Jahren sorgten Aktivisten der Umwelt-Initiative „Extinction Rebellion“ beim Grand Prix in Silverstone für Aufsehen. Sie hatten sich ebenfalls Zutritt zum Veranstaltungsort verschafft und kurz vor dem Start ein Plakat ausgerollt, das auf den Klimawandel aufmerksam machen sollte.

Nach dem Unfall und der Protestaktion konnte das Rennen zur Freude der Fans fortgesetzt werden. Dabei holten die beiden deutschen Piloten Mick Schumacher und Sebastian Vettel jeweils WM-Punkte, für Schumi Junior waren es sogar die ersten Zähler in seiner Formel-1-Karriere. (ajr)

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