Motorrennstall in der Formel 1

Alpine F1 Team in der Formel 1: Geschichte, Erfolge und Fahrer

Formel 1: Auftakt der Testfahrten vor der neuen Saison
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Esteban Ocon vom Alpine F1 Team auf der Strecke

Seit dem Jahr 2016 fährt das Alpine F1 Team in der Formel-1-Weltmeisterschaft mit. Der Autohersteller Renault setzt große Erwartungen in die neue Mannschaft.

Adenau – Am 11. Oktober 2020 fand auf dem deutschen Nürburgring in der Eifel das Formel-1-Rennen Formula 1 Aramco Großer Preis der Eifel 2020 statt. Hinter Lewis Hamilton und Max Verstappen fuhr der australische Pilot Daniel Ricciardo auf Platz drei und erzielte damit einen großen Erfolg für das Alpine F1 Team von Renault.

Das Alpine F1 Team: Ein junger Rennstall von Renault

Die Geschichte des Alpine F1 Team in seiner heutigen Form begann im Jahr 2016, als der Rennstall erstmals mit Autos von Renault an einer Formel-1-Weltmeisterschaft teilnahm. Damit setzte die Mannschaft, die vorher als Lotus F1 Team Rennen in der Königsklasse des Motorsports bestritt, eine lange Tradition fort. Zuvor unterhielt der französische Autohersteller Renault in den Jahren 1977 bis 1985 die Equipe Renault, die von 2001 bis 2009 vom Rennstall Renault F1 abgelöst wurde.

Renault ist darüber hinaus als Motorenlieferant für viele weitere Rennställe aktiv, die bedeutende Erfolge in der Formel 1 erreicht haben. Dazu gehören unter anderem:

  • Williams
  • Benetton
  • Red Bull
  • McLaren

Mit diesen Teams gewann Renault von 1992 bis 2013 neun Weltmeistertitel (Fahrer). Diese Piloten fuhren die Rennwagen mit Motoren von Renault:

  • Nigel Mansell
  • Alain Prost
  • Michael Schumacher
  • Damon Hill
  • Jacques Villeneuve
  • Sebastian Vettel

Heute hat das Alpine F1 Team seinen Sitz im britischen Enstone (Oxfordshire).

Das Alpine F1 Team: Die Fahrer und weitere wichtige Angestellte des Rennstalls

Seit 2016 saßen die folgenden Piloten im Cockpit von Renault-Rennwagen des Alpine F1 Teams beziehungsweise des Vorgänger-Rennstalls, Renault Sport F1 Team:

  • Saison 2016: der Däne Kevin Magnussen und der Brite Jolyon Palmer
  • Saison 2017: der Deutsche Nico Hülkenberg, Jolyon Palmer und der Spanier Carlos Sainz junior
  • Saison 2018: Nico Hülkenberg und Carlos Sainz junior
  • Saison 2019: Daniel Ricciardo und Nico Hülkenberg
  • Saison 2020: Daniel Ricciardo und Esteban Ocon

Am besten schnitt Renault in der Saison 2018 ab, als sich der Rennstall Platz vier sichern konnte.

Das Alpine F1 Team: Die Fahrer in der aktuellen Saison

Im Jahr 2021 fährt der spanische Fernando Alonso für das Alpine F1 Team. Er gewann den Weltmeistertitel 2005 und 2006. Außerdem hat der Rennstall Esteban Ocon als Fahrer engagiert. Der Franzose fuhr bereits in der Saison zuvor für das Alpine F1 Team.

Gegenwärtig beschäftigt der Renault-Rennstall darüber hinaus die folgenden Persönlichkeiten in Schlüsselpositionen:

  • Daniil Kwjat (Russe) und Guanyu Zhou (Chinese) als Testfahrer
  • Davide Brivio (Italiener) als Renndirektor
  • Alan Permane (Engländer) als Sportdirektor
  • Matthew Harman (Engländer) als technischen Direktor
  • Matthieu Dubois (Franzose) als Chefstratege
  • Rob Cherry (Engländer) als Chefmechaniker

Das Alpine F1 Team: Die Autos des Rennstalls

Die Rennautos der Piloten trugen von 2016 bis einschließlich 2020 die fortlaufend nummerierte Bezeichnung Renault R.S.16 bis Renault R.S.20. Die Piloten werden in der kommenden Saison in Rennautos starten, die anders als die Vorgängermodelle nicht Renault im Namen führen, sondern als Alpine A521 bezeichnet werden. Der Öffentlichkeit wurde das neue Rennauto am 2. März 2021 vorgestellt. Es handelt sich bei diesem Auto um eine Weiterentwicklung des Vorgängermodells Renault R.S.20 aus der vorherigen Saison. Das Hybridelektro-Auto weist die folgenden technischen Eckdaten auf:

  • Breite 2.000 mm
  • Höhe: 950 mm
  • Gewicht: rund 750 kg (einschließlich Fahrer)
  • Motor: 1,6-Liter-V6-Verbrenner, 120 kW Elektromotor
  • Reifen: Pirelli

Das Renault-Werksteam plant mit diesem Auto und dem Top-Piloten Fernando Alonso für 2021 einen Angriff auf den Weltmeistertitel.

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