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Steiner wütet wegen Schumacher: „Ihr werdet mich nicht ändern, da müssen stärkere Jungs her“

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Von: Alexander Kaindl

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Max Verstappen hat den Großen Preis von Aserbaidschan gewonnen. Die Stimmen zum Formel-1-Rennen von Baku.

Baku - Gebrauchter Nachmittag für Ferrari! Sowohl Charles Leclerc als auch Carlos Sainz schieden in Baku aus. Max Verstappen gewann den Großen Preis von Aserbaidschan. Der Weltmeister führt die Formel 1 damit weiterhin an, sein Teamkollege Sergio Perez, der am Kaspischen Meer Zweiter wurde, ist nun auch in der Fahrerwertung auf Platz zwei.

Was haben die Protagonisten rund um den Grand Prix zu sagen? Wir fassen die Stimmen auf Sky zusammen.

George Russell (Mercedes) nach dem Rennen über ...

... das Ergebnis: „Wir wussten, dass wir unsere Möglichkeiten nutzen müssen. Danke an alle für ihre Arbeit, es war schwer. Wir freuen uns aber sehr über Platz drei.“

Max Verstappen (Red Bull) nach dem Rennen über ...

... seinen Sieg: „Wir hatten eine gute Pace, konnten die Reifen gut managen. Wir hatten auch etwas Glück wegen der Ausfälle, unser Auto war heute aber sehr gut.“

... sein Auto: „Der Grip des Autos war sehr gut, ein Doppelsieg, es ist ein super Tag für uns.“

... die aktuelle Situation: „Jedes Wochenende ist etwas anders, man muss immer präzise sein. Es kann nächste Woche schon wieder anders aussehen.“

Sergio Perez (Red Bull) nach dem Rennen über ...

... seinen zweiten Platz: „Bei der Virtual-Safety-Car-Phase gab es eine kleine Fehlkommunikation, das lief etwas unglücklich. Da habe ich die Führung verloren. Max war auf den Medium-Reifen wesentlich schneller. Es ist ein sehr gutes Ergebnis.“

... den vermiedenen Zweikampf mit Verstappen. „Es war die richtige Entscheidung, Max war einfach schon zu weit vorne.“

Mattia Binotto (Teamchef Ferrari) nach dem Rennen über ...

... die Ausfälle: „Die Zuverlässigkeit ist immer ein Schlüsselfaktor. Wir haben sie noch nicht zu 100 Prozent. Wir sind weiter fokussiert und wollen stärker zurückkommen. Wir brauchen etwas Zeit, um es zu analysieren und verstehen. Wir können aktuell noch nicht sagen, was es war. Man muss geduldig sein, wir werden Lösungen finden.“

Mick Schumacher (Haas) nach dem Rennen über ...

... seine Leistung: „Wir hatten uns mehr erwartet. Von der Pace waren wir nicht ganz da, wo wir sein wollten.“

... die Tatsache, dass Teamkollege Magnussen schneller war: „Ich muss mir das Rennen erstmal ansehen. Das ganze Wochenende war schwierig. Kanada ist ein Neustart.“

... die aktuell schwere Situation: „Wir wissen, dass unser Auto nicht weiterentwickelt worden ist. Viele andere schon. Das hilft uns nicht unbedingt. Das Mittelfeld liegt sehr eng zusammen. Wir müssen schauen, ob uns andere Strecken mehr liegen.“

Sebastian Vettel (Aston Martin) nach dem Rennen über ...

... seinen Dreher: „Ich wollte unbedingt vorbei, wir waren schneller. Ich habe mich vorbeigedrückt, dann war es ein bisschen eng, der Dreher hat sicher Zeit gekostet. Wir hätten ohne ein einfacheres Rennen gehabt und wir wären vielleicht Fünfter geworden. Insgesamt war es aber ein gutes Wochenende für uns.“

... die weitere Saison: „Ich freue mich auf nächste Woche, wir waren lange nicht in Kanada. Das ist eine schöne Strecke. Die Punkte waren heute für uns wichtig.“

Günther Steiner (Haas) vor dem Rennen über ...

... die Diskussionen rund um Mick Schumacher: „Wir zweifeln nicht, aber wir brauchen Erfolge. Logischerweise haben die Leute eine Meinung. Das ist kein Problem für mich. Was im Moment passiert: Es wird probiert, die Lager zu spalten. Es wird uns fast angekreidet, dass wir an allem Schuld sind. Wir wollen Mick erfolgreich haben. Wie wir das machen, ist unsere Sache. Ich brauche da keine Beratung. Die Spaltung des Teams von außen ist nicht gut für Mick. Wir als Team versuchen, ihn stark zu machen. Ich sage immer wieder: Wir sind ein Team. Wir sind nicht so schlecht oder unhuman, wie manche Leute es machen wollen.“

Haas-Teamchef Günther Steiner wurde im Sky-Interview deutlich.
Haas-Teamchef Günther Steiner wurde im Sky-Interview deutlich. © Screenshot Sky

... den Druck, der auf Mick Schumacher lastet: „Ich probiere ja, den Druck von Mick wegzuhalten. Wir sind ein Team. Ich brauche Mick. Mick braucht uns. Und zusammen können wir stark sein. Wenn wir nicht zusammenarbeiten, können wir das nicht machen.“

... die öffentlichen Debatten: „Es kommt viel Unruhe von außen, jedes Wort wird umgedreht. Aber damit kann ich leben. Ich persönlich habe mit Kritik kein Problem. Ich bin wie ich bin, und Ihr werdet mich auch nicht ändern. Da müssen stärkere Jungs her.“

... angeblich verhärtete Fronten: „Die Fronten sind nicht verhärtet, das ist wieder Worte in meinen Mund legen. Wir haben letzte Woche gesprochen, am Donnerstag, jetzt.“

... die Beziehung zu Mick Schumacher und ob er ihn auch einmal in den Arm nimmt: „Wir reden ordentlich darüber, worum es geht. Was heißt, in den Arm nehmen? Wir sprechen ordentlich, positiv. Wenn ich jetzt Beratung bekomme, wie ich es machen soll - die brauche ich nicht.“

... den Vertrag von Mick Schumacher: „Das hängt nicht komplett von uns ab, sondern auch von Ferrari. Es ist auch abhängig vom Sportlichen.“ (akl)

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