Traktionskontrolle in Vettels Auto?

Betrugsvorwürfe gegen die Bullen!

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Weltmeister Sebastian Vettel nach ­seinem Sieg in Singapur.

Seoul - Wenn Erklärungen für die Dominanz von Sebastian Vettel nicht mehr ausreichen, muss halt ein fragwürdiger Betrugsverdacht her. Diesmal meldet sich Giancarlo Minardi zu Wort.

Giancarlo Minardi, Gründer des nach ihm benannten einstigen Formel-1-Rennstalls und Entdecker Fer­nando Alonsos, lässt vor dem Großen Preis von Südkorea am Sonntag in Yeongan (8.00 Uhr, RTL und Sky) seinen Vermutungen freien Lauf. Sein Verdacht: Vettel und Red Bull nutzen ein nicht mehr erlaubtes elektronisches Hilfsmittel. Denn in Singapur habe er die Beobachtung gemacht, dass Vettel in bestimmten Kurven deutlich früher habe beschleunigen können als alle Rivalen. „Was mich dabei am meisten überrascht hat“, schreibt der 66-Jährige auf der offiziellen Minardi-Internetseite, „war das Motorengeräusch. Es klang anders als die übrigen Renault-Triebwerke – und ähnlich wie frühere Motoren, als die Traktionskontrolle noch verwendet wurde.“ Er wolle niemanden beschuldigen, schreibt der Italiener, „aber ich hätte gerne Antworten“.

Vettel von A bis Z: Seine Lieblingsband, sein Markenzeichen und mehr

Vettel von A bis Z: Seine Lieblingsband, sein Markenzeichen und mehr

A wie Adrian Newey, Red-Bull-Technikguru und Konstrukteur der Weltmeisterautos © Getty
B wie Beatles, Sebastians Lieblingsgruppe © Getty
C wie Christian Horner, als Teamchef bei Red Bull Vettels Vorgesetzter © Getty
D wie Deutschland, Vettels Heimat, in der er aber bislang noch kein Formel-1-Rennen gewonnen hat © Getty
E wie Ehrgeiz, eine von Vettels herausragenden Eigenschaften: Er kann nicht verlieren, egal, wobei © Getty
F wie Fußball, womit Vettel schon als Kind aufgehört hat, weil er nicht gut genug war © Getty
G wie Geld, nicht so wichtig für Vettel, weshalb er lieber seine Ruhe genießt als noch mehr Werbeverträge abzuschließen © Getty
H wie Haare, blond und bares Geld wert - durch einen Werbevertrag mit einem Shampoo-Hersteller © Getty
I wie Indianapolis, der Ort von Vettels erstem Formel-1-Rennen, in dem er 2007 gleich als Achter einen WM-Punkt holte © Getty
J wie Jubelschreie, Vettels Ausbrüche am Boxenfunk nach gewonnenen Rennen sind fast schon legendär © Getty
K wie Kinky Kylie, Kosename für Vettels Rennauto © Getty
L wie Lächeln, mit dem der Weltmeister viele - vor allem weibliche - Fans fasziniert © Getty
M wie Monza, Ort von Vettels Durchbruch. Dort fuhr er 2008 im Toro Rosso als jüngster Fahrer der Formel-1-Geschichte auf die Pole Position und gewann ein Rennen © Getty
N wie Norbert, Vettels Vater, der die Karriere seines Sohnes von Beginn an unterstützt hat © Getty
O wie Otto Waalkes, der in der Bild-Zeitung ein Gedicht widmete © Getty
P wie Perfektion, ein Status, den Vettel immer anstrebt © Getty
Q wie Qualifikation, Vettels Domäne, in 12. von 15 Rennen fuhr Vettel in diesem Jahr auf die Pole Position © Getty
R wie Red Bull, Vettels Förderer schon seit Kartzeiten © Getty
S wie Suzuka, die Strecke, auf der er in drei Jahren zwei Rennen und einen WM-Titel gewann © Getty
T wie Tommi Parmakoski, Vettels finnischer Fitnesstrainer und Physiotherapeut, mit dem er übers Jahr gesehen die meiste Zeit verbringt © Getty
U wie unermüdlich, Vettel ist abends meist der Letzte im Fahrerlager, diskutiert lange mit seinen Ingenieuren © Getty
V wie Vettel-Finger, sein Markenzeichen, und als blaue Schaumstoffversion Standardausrüstung eines echten Vettel-Fans © Getty
W wie Wille, mit dem Vettel im vorigen Jahr in letzter Minute doch noch seinen ersten Titel geholt hatte © Getty
X wie x-beliebig, genau das, was Vettel nicht ist © Getty
Y wie youngest, englisch, steht für Vettels Rekorde, die er als jüngster Fahrer der Formel-1-Geschichte holte © Getty
Z wie Ziel, für Vettel immer gleich: beim nächsten Rennen das Optimum herausholen © Getty

Die Beschleunigungshilfe ist seit 2008 verboten, ihre Verwendung wäre Betrug. Doch Minardi bewegt sich mit seinem Verdacht auf extrem dünnem Eis. Abgesehen davon, dass die gesammelte Konkurrenz derartiges offenbar nicht beobachtet hat, wäre eine illegale Traktionskontrolle nur schwierig umsetzbar. Denn sie läuft über die Motorsteuerung – und die ist ein Einheitsteil, für jedes Team produziert von ­McLaren.

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