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David Schumacher will in die Formel 1 – und kritisiert „richtig schlechte Arbeit“ der Nachwuchsserie

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Derzeit fährt David Schumacher in der DTM, den Sprung in die Formel 2 verpasste er laut eigener Aussage aus finanziellen Gründen. Der 20-Jährige kritisierte die Nachwuchsserien nun scharf für die hohen Eintrittsbarrieren.

Bergheim - In der Vergangenheit sorgte das Brüderpaar Michael und Ralf Schumacher in der Formel 1 für Furore. Besonders Rekordweltmeister Michael ist heute noch eine gefeierte Motorsport-Ikone, sein Sohn Mick geht seit vergangenem Jahr in der Königsklasse auf Punktejagd. Diese Erfahrung würde David Schumacher, Sohn von Ralf und dessen Ex-Frau Cora, ebenfalls gerne machen. Der DTM-Pilot will künftig in der Formel 1 fahren, kritisierte jedoch die hohen Hürden, die man als junger Fahrer für einen Einstieg in der Eliteserie nehmen müsse.

David Schumacher
Geboren: 23. Oktober 2001 in Salzburg, Österreich
Eltern: Ralf und Cora Schumacher
DTM-Team: Winward Racing
Ehemalige Formel-3-Teams: Charouz, Carlin Buzz Racing, Team Trident

David Schumacher kritisiert Nachwuchsserien: Zwei Millionen Euro für einen Startplatz in der Formel 2

Der 20-jährige David Schumacher bekräftigte jüngst in einem Gespräch mit dem Portal motorsport-total.com seinen Karriereplan. „Mein Ziel ist es nach wie vor, eines Tages in die Formel 1 zu kommen“, meinte der Sohn von Ralf Schumacher. „Die Frage ist nur, wie man dort hinkommt. Das ist ohne Formel 2 und Formel 3 nicht möglich. Dafür braucht man aber Sponsoren“, merkte er an. Für einen Einstieg in der Nachwuchsserie müsse man derzeit mehr als zwei Millionen Euro zahlen, sollte man den Sponsoren keinen entsprechenden Gegenwert bieten können.

David Schumacher geht seit 2022 in der DTM an den Start
David Schumacher geht seit 2022 in der DTM an den Start. © Thomas Pakusch/imago

Neben den finanziellen Eintrittsbarrieren kritisiert der gebürtige Salzburger auch das Marketing der Nachwuchsserien. „Die FIA Formel 2 und die FIA Formel 3 machen da richtig schlechte Arbeit“, so Schumacher. An den Meisterschaften, in denen man als Teilnehmer so viel Geld benötige, gäbe es „fast kein Sponsoreninteresse“.

David Schumacher: Er schaffte den Sprung in die Formel 2 nicht - „War einfach zu teuer“

David Schumacher machte bereits viele Erfahrungen in den entsprechenden Serien. Nach seinem Karrierebeginn im Kartsport fuhr er erstmals 2017/18 in der Formel 4 der Vereinigten Arabischen Emirate und der Deutschen Formel 4. Nach seinem vierten Platz in der Formula Regional European Championship 2019 folgten zwei Jahre in der FIA-Formel-3, in denen er einmal 28. und einmal 11. wurde. Den Sprung in die Formel 2 schaffte er, anders als etwa sein Cousin Mick, allerdings nicht.

„Nach der Formel 3 war es mein Plan, in die Formel 2 zu gehen. Dann haben wir Sponsoren gesucht, aber keine gefunden“, erzählt Schumacher. „Beziehungsweise, wir haben ein paar gefunden, aber das war nicht genug, um die gesamte Saison abzudecken. Das war einfach zu teuer“, stellt er die Aussage richtig.

Seit diesem Jahr startet er bei den Deutsche Tourenwagen-Masters, allerdings unterscheiden sich die seriennahen Wettbewerbsfahrzeuge deutlich von denen in der Formel 1 – vor allem, weil die DTM-Wagen kaum aerodynamischen Abtrieb aufbauen. Darum ist sich Schumacher „nicht sicher, ob mir das Auto dabei hilft, etwas für den Formelsport zu lernen“. Immerhin ist er noch Teil des Mercedes-Nachwuchsprogramms, noch lebt also sein Traum von der Formel 1. (ajr)

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