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Neuer Ferrari: Premiere mit Pannen

Maranello - Ferrari ist das Debüt seines neuen Formel-1-Rennwagens missraten. Zwar enthüllte die Scuderia am Donnerstag als erstes Team ihr Auto, aber einiges misslang.

Eis auf der Hausstrecke in Fiorano verhinderte die geplante Probefahrt des F10. Zudem schauten die Tifosi bei der Saisoneröffnung des Rennstalls in die Röhre, weil die versprochene Live-Übertragung im Internet an technischen Mängeln scheiterte. Sie verpassten eine Zeremonie der großen Emotionen. “Das ist ein ganz besonderes Gefühl für mich. Wir wollen die Ferrari-Fans in aller Welt stolz machen und mit diesem Auto den Titel holen“, sagte Neuzugang Fernando Alonso bei der Präsentation im Team-Hauptquartier Maranello.

Ferraris neuer Stolz: Der Formel-1-Bolide F10

Mit diesem Auto will Ferrari die Konkurrenz jagen und Michael Schumachers Comeback-Titel vermeiden: der neue F10 in Bildern. © Ferrari
Der neue Formel-1-Ferrari F10 wirkt wie eine verlängerte Version seines wenig erfolgreichen Vorgängers F60. Auffällig beim Design des am Donnerstag vorgestellten Rennwagens ist die hohe Frontpartie. © Ferrari
Zudem wurden vom Rivalen Red Bull die Höcker im Bereich der Vorderachse kopiert. © Ferrari
Wegen des neuen Reglements ist das Auto länger. © Ferrari
Da in der kommenden Saison während der Rennen nicht mehr getankt werden darf, wird ein fast doppelt so großer Tank benötigt. Er fasst nun rund 230 Liter. © Ferrari
Das Getriebe haben die Ferrari-Ingenieure schmaler gebaut. © Ferrari
So soll der für die Aerodynamik wichtige Doppel-Diffusor am Unterboden optimal arbeiten können. © Ferrari
Seinen Namen erhielt der F10 in Anspielung auf die Saison 2010. © Ferrari
Seinen Namen erhielt der F10 in Anspielung auf die Saison 2010. © Ferrari
Seinen Namen erhielt der F10 in Anspielung auf die Saison 2010. © Ferrari

Der Spanier und sein Teamkollege Felipe Massa sollen Ferrari zurück an die Spitze führen und dem abtrünnigen Rekord-Weltmeister Michael Schumacher davonfahren. “Diese WM ist sehr wichtig für uns“, sagte Teamchef Stefano Domenicali. Im Vorjahr legte Ferrari einen Fehlstart mit drei Nullnummern hin und war auch danach nur selten konkurrenzfähig. Nur dem inzwischen abgeschobenen Finnen Kimi Räikkönen gelang in Belgien ein Grand-Prix-Sieg. “Es ist wichtig, dass wir unsere Glaubwürdigkeit wiederherstellen“, forderte Ferrari- Präsident Luca di Montezemolo in seiner Eröffnungsrede mit Blick auf den am 14. März in Bahrain beginnenden Titelkampf.

Die Ehre der ersten Dienstfahrt im neuen Auto bleibt zwar dem intern sehr beliebten Brasilianer Massa vorbehalten, entweder noch am Freitag im bitterkalten Fiorano oder spätestens am Montag bei den Testfahrten in Valencia. Als Zugpferd setzt die Scuderia aber künftig wohl eher auf den zweimaligen Weltmeister Alonso. “Er ist schon unter den großen Champions der Formel 1. Es ist der richtige Moment für ihn und für uns“, meinte Domenicali. Der von Renault gekommene Spanier versprach: “Wir sind bereit für diese Herausforderung.“

Für den in der Vorsaison schwer verunglückten Massa hingegen markierte der Showtermin einen weiteren Schritt zurück in den Formel- 1-Alltag. “Ich bin einfach glücklich, hier zu sein“, bekannte der 28- Jährige. Nach seinem Horror-Crash in Ungarn im Juli 2009 hatte er die zweite Saisonhälfte verpasst und muss nun wohl erst einmal die letzten Zweifel an seinem Leistungsvermögen ausräumen. “Felipe ist nach seinem Unfall stärker als davor. Wir glauben an ihn“, betonte di Montezemolo.

Alonso darf seine Premiere im neuen Dienstwagen wohl erst am kommenden Dienstag in Valencia geben. Dort steigt dann auch das erste Duell mit dem “verlorenen Sohn“ Schumacher, der nach 14 Jahren das Team verlassen hat und sein Renn-Comeback bei Mercedes gibt. Der 41- Jährige hatte mit Ferrari fünfmal den Titel geholt und dem Rennstall zuletzt als Berater gedient. Mercedes hatte seine Neuzugänge Schumacher und Nico Rosberg schon am Montag in Stuttgart präsentiert. Der neue Silberpfeil debütiert aber erst in Valencia.

Zuvor stellt am Freitag McLaren seinen neuen MP4-25 im britischen Newbury vor, mit dem Lewis Hamilton und Titelverteidiger Jenson Button um die WM fahren wollen. BMW-Nachfolger Sauber und Renault enthüllen ihre Boliden am Sonntag in Valencia. Toro Rosso folgt dort einen Tag später. Dagegen muss Vize-Champion Sebastian Vettel noch eine Woche länger warten, ehe sein neuer Red Bull erstmals aus der Garage rollt.

dpa

 

 

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