Selbst gemalte Karikatur

Ecclestone verspottet  Justiz mit dieser Karte

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Diese Karte schickte Ecclestone als Weihnachtsgruß an das Handelsblatt.

München - Es ist sein wütender Weihnachtsgruß, um die deutsche Justiz zu verspotten! Mit einer Karte zieht Formel-1-Boss Bernie Ecclestone vom Leder.

Bernie Ecclestone.

Die Szene ist eindeutig: Ein maskierter Reiter zielt mit einer Muskete auf Bernie Ecclestone (84) – grimmig verteidigt der Milliardär seinen Geldsack. Im Hintergrund geschmückte Tannen und das Mandarin Oriental Hotel. Dieses Comic-Bild malte der Formel-1-Boss und schickte es kürzlich dem Handelsblatt. Es ist sein wütender Weihnachtsgruß, um die deutsche Justiz zu verspotten!

Mit der gut gemachten Karikatur kommentiert Ecclestone des Ausgang des Verfahrens, das Anfang August am Landgericht eingestellt wurde. Die Vorwürfe wegen schweren Betrugs und Anstiftung zur Untreue: allesamt fallengelassen. Als Auflage musste Ecclestone aber 100 Millionen Dollar zahlen. Und kaufte sich damit im Grunde genommen frei!

Genau das drückt seine Karte aus: Den Schmiergeldprozess sah er als Angriff auf sein Vermögen. „Das ist kein Überfall“, sagt der Gangster im Comic. „Ich sammle für den bayerischen Staat.“ Währenddessen krallt Ecclestone an seine 100 Millionen Dollar. Tatsächlich zahlte er genau diese Summe – und drückt nun seinen Ärger darüber aus.

Auf der Rückseite der Karte setzt Ecclestone den Spott fort. „Vielleicht bekommen wir jetzt ein Formel-1-Rennen in der wirklich netten Stadt München“, schreibt er. Daran schließt der Gruß an: „Habt friedvolle Weihnachten und ein gutes neues Jahr.“ Das sei „in dieser chaotischen Welt nicht einfach.“ Ecclestone verabschiedet sich mit den Worten: „Mit besten Wünschen: Bernie.“

Er leitet weiter die Geschicke der Formel 1, bleibt stinkreich – und vor allem: nicht vorbestraft. Auch das drückt die Karte aus!

A. Thieme

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