Leben nach dem Sport

Experte, Manager, Familienvater: Rosbergs neue Rollen

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Nico Rosberg kommt mit seinem neuen Leben nach dem Profisort bestens zurecht.

Nico Rosberg klagt auch ohne die Formel 1 nicht über Mangel an Beschäftigung. In Japan stattete der amtierende Weltmeister den alten Mercedes-Kollegen in neuer Rolle einen Besuch ab.

Suzuka - Was macht eigentlich ... Nico Rosberg? Am Wochenende unternahm der zurückgetretene Formel-1-Weltmeister seine ersten Gehversuche als TV-Experte in der Königsklasse. Und lernte gleich mal die Tücken des Jobs kennen. Im Rahmen des Großen Preises von Japan stand der 32-Jährige für Sky vor der Kamera, die Social-Media-Gemeinde nahm seine Auftritte dabei genau unter die Lupe.

"Es gab direkt Kritik über Twitter", sagte Rosberg in Suzuka schmunzelnd: "Mein Spitzname ist jetzt Nico 'for sure' Rosberg, anscheinend sage ich das die ganze Zeit. Und jetzt versuch mal, so was vor laufender Kamera abzustellen! Das wird eine Herausforderung." Auch zehn Monate nach seinem überraschenden Rücktritt aus der Formel 1 ist Rosberg noch in der Orientierungsphase. Der Job für das Fernsehen sei eine von verschiedenen Möglichkeiten, "die ich mir anschaue. Und wenn es mir hier gefällt, mache ich mehr davon", sagte er. In Japan überzeugte Rosberg, sein Sprachtalent kommt ihm dabei zu Gute. Der Wahlmonegasse gab seine Einschätzungen für das englische, italienische und deutsche Format ab.

Beim Sieg seines früheren Mercedes-Teamkollegen Lewis Hamilton in Suzuka verfolgte Rosberg erst sein drittes Rennen in diesem Jahr live vor Ort. Der Sport gefalle ihm zwar weiterhin sehr, Wehmut verspüre er aber "überhaupt nicht: Ich bin total glücklich, wie es gelaufen ist. Dass ich mit dem Titel aufhören konnte, trägt mich emotional noch immer. Das ist viel wert." Verbindungen zur Formel 1 hält Rosberg ohnehin weiter durch seine neue Tätigkeit als Manager: Seit wenigen Wochen betreut er den Polen Robert Kubica, der vor sechs Jahren bei einem Rallye-Unfall schwere Verletzungen erlitt und nun versucht, wieder ein Cockpit in der Königsklasse zu bekommen. "Williams wird ihn testen, das ist eine großartige Gelegenheit", sagte Rosberg, physisch sei Kubica trotz der bleibenden Einschränkungen an seinem rechten Arm "bei 100 Prozent". Kubica sei ein "spezieller Fahrer, ich kenne ihn, seit ich zwölf Jahre alt bin. Die beiden besten Piloten, gegen die ich je angetreten bin, waren Robert und Lewis."

Vor zwei Wochen wieder Vater geworden

Nach elf Jahren in der Formel 1 sucht Rosberg auch in seinem neuen Leben weiter nach Herausforderungen, "ich brauche das", sagt er. Eine davon ist der Kampf um Kubicas Zukunft. Eine ganz andere wartet zu Hause auf ihn. Erst vor drei Wochen hat seine Ehefrau Vivian die zweite gemeinsame Tochter zur Welt gebracht: "Das ist eine wunderbare Zeit. Ich kümmere mich momentan um die Große, Vivian kümmert sich um die Kleine. Da habe ich noch das leichtere Los gezogen."

sid

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