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Ferrari Teamchef: Vettel kein Leader

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Sebastian Vettel führt mit 92 Punken Abstand die WM-Wertung an © dpa

Monza - Sebastian Vettel ist zurzeit der WM-Spitzenreiter und amtierender Weltmeister. Dennoch hält ihn Ferrari-Teamchef Stefano Domenicali noch nicht für eine Führungsfigur.

“Für mich ist ein Leader jemand, der wirklich etwas sehr Bedeutendes erreicht hat und etwas Einzigartiges zeigt“, sagte er der Nachrichtenagentur Reuters am Donnerstag vor dem Großen Preis von Italien. Vettel sei aber ein “fantastischer Fahrer“. Er werde wohl seinen zweiten WM-Titel gewinnen und eine Führungsfigur werden.

Domenicali hatte vor kurzem deutschen Zeitungen gesagt, es gebe in Michael Schumacher und Fernando Alonso aktuell nur zwei “Leader“ in der Formel 1. Der Italiener kennt den Rekord-Champion aus Kerpen seit 20 Jahren. In seinen elf Jahren bei Ferrari holte Schumacher fünf seiner sieben WM-Titel und gewann fünfmal in Monza.

Vettel kurvt durch seine Heimatstadt Heppenheim

“Wenn man nicht sagt, er ist ein Leader, bedeutete das nicht, dass er nicht gut ist“, sagte Domenicali. Vettel sei mit seiner Art zu fahren und seinem Verhalten nahe dran, eine Führungsfigur zu sein. Die Zahl der Titel, Alter und Erfahrung machten den Unterschied aus. “Sebastian wird der Nächste“, versicherte er.

Der Ferrari-Teamchef traut Schumacher trotz dessen inzwischen 42 Jahren noch viel zu. “Wenn er ein gutes Auto hat, kann er um etwas Wichtiges kämpfen“, sagte Domenicali. Der seit seinem Comeback im Vorjahr für Mercedes fahrende Schumacher habe seine Einstellung zu seinem Job nicht verändert.

dpa

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