Königsklasse zu langweilig?

Formel 1 plant massive Neuerung: Neues Highlight schon kommende Saison? „Es laufen Gespräche mit den Teams“

Schon ab der kommenden Saison könnte eine Neuerung in der Formel 1 für mehr Spannung sorgen. Erste Gespräche mit den Teams wurden bereits bestätigt.

  • Formel-1-Saison 2021: Eine Neuerung am Samstag könnte für zusätzliche Spannung sorgen.
  • F1-Geschäftsführer Stefano Domenicali bestätigte entsprechende Gedankenspiele.
  • Ein weiteres Konzept ist dagegen vom Tisch.

München - Seit 2014 dominiert Mercedes die Formel 1. Kein anderes Team konnte seitdem dem deutschen Autobauer den Konstrukteurstitel streitig machen. Auch bei den Fahrern war der Brite Lewis Hamilton in den letzten sieben Jahren das Nonplusultra. Einzige Ausnahme: 2016, als Nico Rosberg Weltmeister wurde und anschließend seine Karriere beendete.

Viele Fans wünschen sich daher mehr Wettbewerb und spannendere Rennen, deren Ausgang nicht bereits vor Erlöschen der Startampel klar ist. Hoffnung darauf macht zum einen die große Regel-Reform, die zur Saison 2022 in Kraft treten wird. Doch bereits in diesem Jahr ist in der Motorsport-Königsklasse offenbar eine Neuerung im Gespräch.

Formel 1: Zusätzliche Sprintrennen am Samstag? „Momentan laufen Gespräche mit den Teams“

Wie Stefano Domenicali, neuer Geschäftsführer der Formel 1, im Gespräch mit einigen Fachmedien bestätigte, könnte es zusätzliche Sprintrennen an den Samstagen geben. „Das schauen wir uns auf jeden Fall an“, sagte der 55-Jährige. „Momentan laufen Gespräche mit den Teams.“ Mit Blick auf eine Änderung des Wochenend-Formats seien Sprintrennen „das einzig Interessante“.

Details darüber, wie das Sprintrennen neben dem klassischen Qualifying am Samstag und dem Grand Prix am Sonntag in das Programm aufgenommen werden könnte, nannte Domenicali noch nicht.

Kein Reverse-Grid-Konzept in der Formel 1 - „Unser jetziges Qualifying-Format ist stabil“

Die Gedankenspiele über eine umgedrehte Startaufstellung seien nach mehreren Anläufen aber vorerst vom Tisch. „Reverse Grid hat sich erledigt“, so Domenicali. „Es gab Zeiten, in denen wir das Qualifying gefühlt alle zwei Tage verändert haben, und da haben wir uns die Finger verbrannt. Unser jetziges Format ist stabil.“

Das Reverse-Grid-Konzept kommt in den Nachwuchsrennserien zum Einsatz, unter anderem in der Formel 2. Dabei wird das Ergebnis des Samstags-Rennens für die Startaufstellung am Sonntag herangezogen. So starten etwa die ersten Acht in umgekehrter Reihenfolge, ab Rang neun ist dann die Startaufstellung identisch mit dem Rennergebnis.

Die Fahrer haben sich zur Idee der F1-Verantwortlichen noch nicht geäußert. Der viermalige Weltmeister Sebastian Vettel hat nach seinem Wechsel von Ferrari zu Aston Martin ohnehin andere Sorgen. Sein neuer Boss konnte sich eine Spitze gegen die Scuderia nicht verkneifen. (sk/SID)

Rubriklistenbild: © KIRILL KUDRYAVTSEV/AFP

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