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Formel 1 2022: Neue Saison mit vielen Änderungen – alle Fahrer, Teams, Autos und Strecken

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Formel 1 - GP Bahrain
Die Formel-1-Saison des Jahres 2022 begann am 20. März mit dem Rennen in Bahrain. © Hasan Bratic / dpa

Jedes Jahr konkurrieren diverse Piloten und Teams um die Krone der Formel 1 – den Weltmeistertitel. Alle Infos über die Saison, Fahrer und Strecken.

Paris – Die Formel-1-Saison des Jahres 2022 beginnt am 20. März mit dem Rennen in Bahrain und endet am 20. November auf dem Kurs in Abu Dhabi. Während der achtmonatigen Saison ereignen sich insgesamt 23 Rennen, bei denen die genutzten Autos und ihre Fahrer im Mittelpunkt stehen. Im Gegensatz zum Zickzackkurs der angesteuerten Destinationen markieren die Fahrzeuge eine Konstante inmitten der interkontinentalen Bemühungen um Schnelligkeit und Dynamik. Die speziell den Bedingungen der Formel 1 angepassten Autos sind am häufigsten in Europa zu bestaunen. Hier werden elf Rennen ausgetragen. Insgesamt sechsmal dreht der Zirkus seine Runden in Asien. Viermal wird der amerikanische Kontinent heimgesucht.

Verbesserte Bodenhaftung

Die genutzten Autos erhalten ab der Saison 2022 umfassende technische Neuerungen, die das Konzept auf alternative Füße stellt. Betroffen ist in erster Linie die Aerodynamik der Fahrzeuge, die durch eine luftdurchlässige Bodenplatte verändert wird. Wurde die Aerodynamik bisher über Front- und Heckflügel gesteuert, so wandert die Technik nunmehr unter das Auto. Mithilfe von Luftkanälen, die am Unterboden des Fahrzeugs angebracht sind, entsteht ein Unterdruck-System, das die Boliden auf der Straße hält und ihnen zugleich eine verbesserte Bodenhaftung verschafft. Nebeneffekt: Die Luftverwirbelungen am Front- und Heckflügel nehmen ab, was dem Piloten des nachfolgenden Fahrzeugs bessere Sicht verschafft. Gleichzeitig werden die Windabweiser am seitlichen Chassis überflüssig.

Geringere Luftverwirbelungen

Das System ist nicht neu, wurde bereits in den 70er- und 80er-Jahren genutzt, dann aber verboten. Zur Reduzierung der Luftverwirbelungen trägt zudem ein Luftleitblech bei, das über den Rädern der Boliden verankert ist. Auch die Vorderräder der Formel-1-Autos sind von einer Modifizierung betroffen, da sich die Felgen neuerdings abgedeckt präsentieren. Keine Änderung gibt es hinsichtlich des verstellbaren Heckflügels. Das DRS genannte System (Drag Reduction System) hat sich bewährt und bleibt im Jahr 2022 ein probates Mittel zur Verringerung des Luftwiderstands.

Die Formel 1 im Jahr 2022: Fahrer

Hinsichtlich der beteiligten Fahrer kommt es während der Formel-1-Saison 2022 zu partiellen Änderungen. So sitzt bei Mercedes erstmals seit sechs Jahren ein neuer Pilot im Cockpit. Es handelt sich um George Russell, der ab sofort ein Fahrerduo mit dem mehrfachen Weltmeister Lewis Hamilton bildet. Russell war zuletzt für Williams aktiv und sieht aufgrund guter Leistungen nunmehr einer Beförderung entgegen. Der bisherige Hamilton-Kollege Valtteri Bottas fährt ab März 2022 für die Farben von Alfa Romeo und ersetzt zugleich den zurückgetretenen Ex-Titelträger Kimi Räikkönen.

Nach einjährigem Zwischenspiel als Testfahrer kehrt Alexander Albon zu Williams zurück. Ihm zur Seite steht Nachwuchspilot Nicholas Daniel Latifi. Die beiden deutschen Fahrer Sebastian Vettel und Mick Schumacher bleiben ihren jeweiligen Rennställen treu: Vettel ist weiterhin im Aston Martin anzutreffen, während sich Schumacher aufs Neue für den US-amerikanischen Hersteller Haas ins Zeug legt.

Die Formel 1 im Jahr 2022: Beteiligte Teams

Folgende zehn Teams starten am 20. März in die Formel-1-Saison des Jahres 2022 (in alphabetischer Reihenfolge):

Vier der zehn Teams gehen mit einem von Mercedes entwickelten Motor auf die Strecke (Mercedes, McLaren, Aston Martin, Williams). Ferrari dient als Motorenhersteller für drei Teams (Haas, Alfa Romeo, Ferrari). Red Bull bedient neben dem eigenen Team auch die Konkurrenzmannschaft von AlphaTauri. Das verbleibende Alpine-Team, ein französischer Zusammenschluss, setzt auf nationale Pferdestärken und hat einen Renault-Motor in seinen Fahrzeugen verbaut.

Die Formel 1 im Jahr 2022: Die genutzten Strecken

Da die Formel 1 im Jahr 2022 insgesamt 23 Rennen veranstaltet, werden entsprechend 23 Strecken genutzt. Befahren wird zunächst der Bahrain International Circuit, der sich in as-Sachir befindet. Die Rennstrecke liegt rund 30 Kilometer südwestlich von der Hauptstadt Manama und wurde im Jahr 2004 eigens für die Formel 1 gebaut. Der Wüstenkurs entstand unter Federführung des deutschen Architekten Hermann Tilke. Er zeichnet ebenfalls verantwortlich für die Rennstrecke im saudi-arabischen Dschidda, die als zweite befahren wird. Von der Wüste geht es nach Australien, wo der in Melbourne befindliche Albert Park Circuit ins Zentrum des Interesses rückt. In Europa angekommen, bespielt der Formel-1-Zirkus im Folgenden den Hochgeschwindigkeitskurs im italienischen Imola. Danach geht es erstmals nach Miami. Das dortige Autodrome in Floridas Metropole soll anno 2022 sein Premierenwochenende erleben.

Zwei Stadtkurse im Fokus

Nach beendetem Zwischenstopp in den USA greift man auf einen bewährten Kurs an Spaniens Ostküste zurück: den Circuit de Barcelona-Catalunya im nördlich von Barcelona gelegenen Montmeló. Es schließt sich der Stadtkurs von Monaco an. Das Rennen stellt hohe Ansprüche an die Fahrer, denn es führt ausnahmslos durch die engen Straßen des Fürstentums. Auch die folgende Konkurrenz in Aserbaidschan findet auf einem umfunktionierten Stadtkurs statt, dem City Circuit der Hauptstadt.

Von Asien geht es nach Nordamerika, wo die kanadische Metropole Montreal mitsamt seiner Rennsportarena angesteuert wird. Sodann geht es im britischen Silverstone auf die Strecke. Im österreichischen Spielberg steht der Red Bull Ring ebenso im Mittelpunkt der Ereignisse wie 14 Tage später der Circuit Paul Ricard beim Großen Preis von Frankreich. Ungarns Hungaroring fehlt genauso wenig im Kalender wie der Rundkurs in den belgischen Ardennen (Circuit de Spa).

Finale in Abu Dhabi

Der an der niederländischen Nordsee gelegene Circuit Park Zandvoort besitzt ähnliche Tradition wie der Monza Eni Circuit in Nähe von Mailand. In Singapur soll der Marina Bay Street Circuit und in Japan der International Racing Course genutzt werden. Der Circuit Of The Americas liegt in Texas und bildet das Gegenstück zum südlich gelegenen Nachbarkurs Autodromo Hermanos Rodriguez in Mexiko City. Das Autodromo José Carlos Pace führt nach Brasilien und steht gemeinsam mit dem Kurs in Abu Dhabi (Marina Circuit) am Ende der Saison.

Die Formel 1 im Jahr 2022: Der Kalender

Die Formel-1-Saison 2022 beginnt kalendarisch am 20. März (Bahrain) und macht eine Woche später in Saudi-Arabien Station. Am 10. April wird in Melbourne, am 24. April in Imola und am 8. Mai in Miami gefahren. Hochtourig geht es weiter am 22. Mai in Montmeló, am 29. Mai in Monte Carlo und am 12. Juni in Baku. Montreal, Silverstone und Spielberg schließen sich am 19. Juni, 3. Juli und 10. Juli an. Le Castellet (24. Juli), Mogyorod (31. Juli) und Spa-Francorchamps (28. August) befinden sich ebenfalls im Kalender. Gleiches gilt für Zandvoort (4. September), Monza (11. September) und Sotschi (25. September). In Singapur steigt das Rennen am 2. Oktober, in Suzuka am 9. Oktober, in Austin am 23. Oktober. Das Formel-1-Kalenderjahr 2022 erfährt sein dreiteiliges Finale in Mexiko-Stadt (30. Oktober), Interlagos (13. November) sowie auf der Yas-Insel (20. November).

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