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Formel 1: Max Verstappen stichelt gegen Rennleitung und Fahrerfeld - FIA spricht deutliche Warnung aus

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Von: Tim Althoff

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Max Verstappen fühlt sich im Fahrerlager nicht gleichwertig behandelt.
Max Verstappen fühlt sich im Fahrerlager nicht gleichwertig behandelt. © HOCH ZWEI via imago images

Vor dem großen Finale der Formel 1 fühlt sich Max Verstappen ungerecht behandelt. Die FIA spricht hingegen eine deutliche Warnung an die Titelfavoriten aus.

Abu Dhabi - Wir stehen vor dem spannendsten Finale der Formel 1 seit langer, langer Zeit. Der Titelkampf zwischen Max Verstappen und Lewis Hamilton war über die Saison hinweg ein einziges Auf und Ab, geprägt von Sticheleien, Unfällen und Strafen steuerten sich die beiden Piloten bis zur Punktgleichheit vor dem letzten Rennen in Abu Dhabi. Das finale Rennen gibt es bei tz.de im Live-Ticker. Der jüngste Höhepunkt: Der dramatische Grand Prix aus Saudi-Arabien.

Aufgrund eines zu starken Bremsmanövers von Verstappen fuhr Hamilton dem Red Bull in Kurve 26 auf, der Niederländer wurde dafür mit einer Strafe von zehn Sekunden und zwei Strafpunkten auf seiner Superlizenz belegt. Nach Ansicht des Verstappens hätten andere Fahrer diese Art der Bestrafung nicht zu spüren bekommen: „Die Regeln gelten nicht für alle“, beschwert sich der WM-Führende auf der Pressekonferenz in Abu Dhabi. „Ich verstehe es nicht, ich habe keine Strafe verdient“, lamentiert er weiter. Andere Fahren würden genauso fahren wie er, aber von Strafen verschont bleiben.

Formel 1 in Abu Dhabi: Provoziert Max Verstappen im letzten Rennen einen Unfall?

Silverstone, Monza, Saudi Arabien: Immer wieder sind Verstappen und Hamilton auf der Strecke aneinander geraten. Damit sich das beim Finale am kommenden Wochenende nicht wiederholt, hat die FIA alle Fahrer und Teams hinsichtlich der Regeln sensibilisiert. Schließlich würde Verstappen Weltmeister werden, sollten er und Hamilton das Rennen nicht beenden können. Der Niederländer hat ein Rennen mehr gewonnen als der Mercedes-Star und somit den Tie-Breaker auf seiner Seite. Das schürt die Spekulationen, Red Bull und Verstappen könnten einen Unfall provozieren, um so die Weltmeisterschaft zu gewinnen.

Rennleiter Michael Masi warnte in den „Eventnotes“ vor dem Rennen präventiv und weist auf Punkt 29 des Internationalen Sportgesetzbuchs der FIA hin. Darunter befinden sich mehrere Artikel, die im Falle eines Unfalls am Sonntag relevant werden könnten. So heißt es im Artikel 12.4.5, dass die FIA-Kommissare Sperren und Punktabzüge in der Meisterschaft verhängen dürfen, wenn es „unter besonderen Umständen“ zu Fehlverhalten auf der Strecke kommt. Dass im Falle eines Unfalls, der einer Partei klar zuzuschreiben ist, keine reguläre Zeitstrafe ausgesprochen wird, ist zwar ungewöhnlich, aber würde sonst kaum Wirkung haben.

Formel 1 in Abu Dhabi: Max Verstappen zeigt sich von Warnung unbeeindruckt

Verstappen wäre bei einer Gridstrafe im nächsten Rennen nur sehr mild bestraft. Und dass Masi vor dem Rennen explizit auf eine Bestrafung „unter besonderen Umständen“ hinweist, ist nicht alltäglich. Verstappen und Hamilton sollten die „Eventnotes“ also durchaus ernst nehmen und als eindringliche Warnung interpretieren.

Trotzdem zeigt sich Verstappen unbeeindruckt. Auf die Frage, ob er aufgrund Masis Hinweises am Sonntag vorsichtiger fahren würde, fragte er lediglich, aus welchem Grund er das tun solle: „Für andere gilt es ja auch nicht. Ich möchte, dass es fair für alle ist. Aber das ist es nicht. Ich werde anders behandelt als andere“. Der große Hoffnungsträger von Red Bull zeigt sich also unbeeindruckt, will seinen Fahrstil beibehalten. Und Hamilton? Der trug auf der gleichen Pressekonferenz einen Hoodie mit der Rücken-Aufschrift „Fuck Off“. Das letzte Rennen der Saison kann also kommen. (ta)

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