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Alfa Romeo in der Formel 1: Geschichte, Erfolge und Fahrer

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Kimi Räikkönen im Alfa Romeo beim Testen in Barcelona
Kimi Räikkönen im Alfa Romeo beim Testen in Barcelona © David Davies / dpa

Alfa Romeo ist 2019 als Titelsponsor bei Sauber Motorsport eingestiegen, seitdem wird der Rennstall als Alfa Romeo Racing bezeichnet.

Der Rennstall Alfa Romeo Racing bekam diesen Namen mit der Saison 2019. In der Formel 1 ist er bereits seit 1993 vertreten – mit einer Unterbrechung zwischen 2005 und 2010. Dem Rennstall gelang bislang kein Rennsieg, einzig zehn Platzierungen auf dem Podium sind seit 1993 zu verzeichnen. Den ersten schaffte Heinz-Harald Frentzen beim Großen Preis von Italien 1995, als der Rennstall noch Sauber-Ford hieß.

Die meisten Zieleinfahrten unter den besten drei Fahrern gelangen dem Team 2012, als es zwei zweite und zwei dritte Plätze erreichte. Trotzdem stammt die beste Platzierung in der Konstrukteurswertung aus der Saison 2001. Diese beendete Sauber-Petronas – so der Name des Rennstalls zu dieser Zeit – hinter Ferrari, McLaren-Mercedes und Williams-BMW auf dem vierten Rang. In der Zeit als Alfa Romeo F1 Team blieben dem Rennstall selbst Achtungserfolge verwehrt. 2020 holte das Team nur acht Weltmeisterschaftspunkte in der Konstrukteurswertung und landete auf Platz acht von zehn Teams. 2021 war nur der punktlose Rennstall Haas-Ferrari erfolgloser als das Team von Alfa Romeo, das 13 Punkte verzeichnete.

Alfa Romeo Racing: Die Geschichte

Die Geschichte vom Alfa Romeo F1 Team geht zurück auf den Rennstall Sauber Motorsport, den Peter Sauber im Jahr 1970 gegründet hat. Lange ging er bei verschiedenen Sportwagen-Weltmeisterschaften an den Start, bis er 1993 den Sprung in die Formel 1 wagte. In den ersten beiden Saisons war Mercedes der Motorenlieferant, 1995 und 1996 fuhren die Boliden mit Motoren von Ford. Dabei erhielt Sauber jeweils die Motoren, mit denen in der vorangegangenen Saison Benetton unterwegs war.

Von 1997 bis 2005 stammten die Motoren, mit denen Sauber fuhr, von Ferrari. Anfang 2006 erwarb BMW den Rennstall zu 80 Prozent und ließ ihn bis 2009 unter dem Namen BMW Sauber F1 Team an der Formel 1 teilnehmen. Anschließend verkaufte BMW die Anteile wieder an Peter Sauber. 2018 stieg Alfa Romeo als Titelsponsor ein, trotzdem wird der Rennstall nicht vom in Mailand ansässigen Unternehmen Alfa Romeo Motorsport betrieben. 2018 hieß der Rennstall Alfa Romeo Sauber F1 Team, 2019 nur noch Alfa Romeo Racing und ab 2020 Alfa Romeo Racing Orlen – nach dem anderen Titelsponsor PKN Orlen, einem Öl- und Benzinkonzern aus Polen.

Alfa Romeo Racing: Alle Fahrer

Betrachtet man die gesamte Geschichte des Rennstalls Sauber Motorsport, dann hat Marcus Eriksson die meisten Formel-1-Rennen für ihn absolviert, nämlich 81. Dies tat er jedoch von 2015 bis 2018, als Alfa Romeo noch kein Titelsponsor war. Kimi Räikkönen saß schon in der Saison 2001 bei Sauber am Steuer, wurde 2007 mit Ferrari Formel-1-Weltmeister und schloss sich 2019 Alfa Romeo Racing an. Bis Ende 2021 fuhr er 75 Rennen für Sauber beziehungsweise Alfa Romeo und gewann dabei 66 WM-Punkte. Mehr Zähler errangen für den Rennstall nur zwei Piloten: Kamui Kobayashi holte von 2010 bis 2012 in 58 Rennen 122 Punkte. In den Saisons 2011 und 2012 war es sein Partner Sergio Pérez, der in 36 Rennen für Sauber 80 Punkte gewann. Seit Alfa Romeo den Rennstall sponserte, also seit Anfang 2019, absolvierten diese Fahrer Rennen für ihn:

Für die Saison 2022 wählte das Alfa Romeo F1 Team die Fahrer Valtteri Bottas und Zhou Guanyu.

Von Alexander Kords

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