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Langjährige Rivalität zwischen Leclerc und Verstappen: „Er war unglaublich sauer, sein Vater auch“

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Von: Michael Haug

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Charles Leclerc (l.) wird Zweiter und Max Verstappen (r.) gewinnt den großen Preis von Miami.
Charles Leclerc (l.) wird Zweiter und Max Verstappen (r.) gewinnt den großen Preis von Miami. © IMAGO/GREG NASH

Charles Leclerc und Max Verstappen kämpfen um den WM-Titel in der Formel 1. Zu Kinderzeiten war die Rivalität der Beiden erbitterter.

München - Vor neun Jahren wurde ein YouTube-Video mit Interviews nach einem Kart-Rennen im französischen Val d‘Argenton veröffentlicht. Heute hat das Video auf YouTube über 1,9 Millionen Aufrufe und ist ein großes Gesprächsthema in der Formel 1. Wie kam es dazu?

Heute führt Charles Leclerc die Formel-1-Fahrerwertung an, doch Max Verstappen ist durch seinen Sieg in Miami auf 19 Punkte rangefahren. Zwischen 2010 und 2013 trafen die beiden beim Kart-Fahren aufeinander und lieferten sich zum Teil erbitterte Duelle. Eines davon ereignete sich in Val d´Argenton 2012.

Leclerc gegen Verstappen: Was passierte beim legendären Kart-Duell?

Im Video zu sehen ist Verstappen, der sich darüber beschwert, wie Leclerc gefahren sei. „Ich führe, er drückt mich, dann drücke ich ihn und dann drückt er mich von der Strecke“, beschwerte sich der junge Niederländer. „Das ist nicht fair“, wiederholte er. Leclerc antwortete dem Interviewer wenig später tiefenentspannt, auf die Frage was passiert sei: „Nichts. Nur ein Zwischenfall im Rennen.“ Der Interviewer konnte sich ein Lächeln nicht verkneifen. Doch was war auf der Strecke wirklich vorgefallen?

„Er war Erster, ich Zweiter und etwas schneller. Ich versuchte zu überholen und habe ihn weggeschoben. In der nächsten Kurve hat er mich komplett von der Strecke geschossen. Dann kam ich nach der Zielflagge zurück und ich - und das ist ein Fehler meinerseits - bin neben ihn, haben ihn ins Gras und in eine riesige Pfütze geschoben. Er war unglaublich sauer, sein Vater auch“, erinnert sich Leclerc.

Beide Fahrer wurden disqualifiziert. Während die Beiden heute lachend auf die gemeinsamen Erlebnisse zurückblicken, habe es laut dem Monegassen damals viele Konflikte gegeben. „Jedes Rennen haben wir um Siege gekämpft, und im Kart passiert natürlich viel. Wir waren jung, verrückt, und ja, wir haben uns in diesem Moment gehasst.“

Formel 1 in Österreich: 2019 wiederholt sich Geschichte

In Spielberg 2019 wiederholte sich die Geschichte in der Formel 1. Verstappen schob Leclerc wenige Runden vor Schluss von der Rennstrecke. Dieses Mal reagierte Leclerc aber bedachter, nahm sich aber vor zukünftig härter zu fahren. Zwei Wochen später in Silverstone duellierten sich die Rivalen am Limit, aber fair.  „Das ist das Rennen, das ich in meiner Formel-1-Karriere am meisten genossen habe“, resümierte Leclerc damals.

Und wie empfinden die ehemaligen Streithähne das direkte Duell um den WM-Titel 2022? „Es ist nett und fühlt sich ein bisschen wie damals im Kart an, wir sind nur reifer... persönlich, aber wir haben auch mehr Erfahrung. Das macht das Racing denke ich noch besser“, findet Verstappen. „Bis jetzt genieße ich es sehr“, sagt auch Leclerc. Beide haben die Hoffnung, dass das so bleibt.

In Barcelona geht das große Duell der 24-Jährigen in die nächste Runde. Alle Sendetermine findet ihr hier in unserer Übersicht.

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