Sie zeigten viele Bilder

Nach Crash-Albtraum: Fahrer erheben schwere Vorwürfe - jetzt verteidigt sich die Formel 1 vehement

Die Formel 1 erlebte in Bahrain einen Schock. Nach dem Crash von Romain Grosjean hagelte es Kritik aus dem Fahrerlager. Jetzt rechtfertigen sich die Veranstalter.

  • Der schlimme Unfall von Romain Grosjean schockierte die Formel 1.
  • Fahrer kritisieren, dass der Crash so oft gezeigt wurde.
  • Die Formel 1 wehrt sich vehement gegen die Vorwürfe.

Bahrain - Die Königsklasse des Motorsports ist ein schnelllebiges Geschäft. Wenige Tage liegt der Horror-Crash von Haas-Pilot Romain Grosjean erst zurück - und nun geht es schon wieder mit dem zweiten Rennen in Bahrain weiter. Furchtlosigkeit gehört als Formel-1-Fahrer zur Jobbeschreibung - trotzdem hinterließ der Unfall im Fahrerlager Eindruck.

Grosjean-Crash in der Formel 1: Vorwürfe aus dem Fahrerlager - „abstoßend und respektlos“

Relativ schnell zeigte die Regie am Sonntag Bilder des Crashs. Das ging vor allem Daniel Ricciardo mächtig gegen den Strich. Er bezeichnete das Vorgehen als „abstoßend“ und „respektlos“. Die Formel 1 hätte nicht unzählige Wiederholungen zeigen müssen. „Ich fand es seiner Familie gegenüber rücksichtslos“, legte der Australier nach.

Anders sieht es hingegen Mercedes-Teamchef Toto Wolff. „Wenn sie es nicht zeigen, dann ist jemand mit dem Handy da und filmt es. Du musst transparent sein“, sagte der Österreicher. Die Formel 1 verteidigte sich nun gegen die Vorwürfe. Ein Sprecher betonte nun, dass alle Protokolle eingehalten worden wären. „Nach einem Unfall werden alle Onboards, Heli-Aufnahmen und so weiter gestoppt“, erklärte er. Erst wenn Klarheit über das Wohlbefinden des Fahrers herrscht, zeige man die Bilder.

Formel 1: Sebastian Vettel äußert Kritik - „Ich weiß, dass die Leute Flammen mögen, aber ...“

Die Kritik einiger Fahrer richtet sich nicht gegen den Fakt, dass Bilder gezeigt werden, sondern gegen die Häufigkeit. Sebastian Vettel ärgerte sich darüber und sagte: „Wir sind Fahrer, keine Objekte. Ich finde nicht, dass man die Bilder immer und immer wieder zeigen muss.“ Er selbst verzichtete darauf, sich das Drama mehrmals anzusehen. „Ich weiß, dass die Leute Autos in Flammen und Unfälle mögen, weil es aufregend ist. Im Auto selbst ist das aber nicht toll.“

Romain Grosjean geht es unterdessen gut. Der Franzose verließ das Krankenhaus und will beim letzten Rennen in Abu Dhabi unbedingt wieder dabei sein. Nach der Saison macht er bei Haas Platz für Mick Schumacher. Beim kommenden zweiten Rennen in Bahrain ersetzt ihn Pietro Fittipaldi. (epp)

Rubriklistenbild: © Kamran Jebreili/dpa

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