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Formel-1-Rückkehr nach Deutschland? Schumacher und Vettel rühren die Werbetrommel

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Von: Tom Offinger

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Die Formel 1 am Nürburgring (2020).
2020 gastierte die Formel 1 zuletzt am Nürburgring. © IMAGO / Motorsport Images

Im Zuge des Ukraine-Kriegs verabschiedete sich die Formel 1 aus Russland. Die Suche nach einem Ersatz läuft fieberhaft - hat Deutschland eine Chance auf den begehrten Grand Prix?

München - Auch die Formel 1 kannte keine Gnade mit dem russischen Sport. Wenige Tage nach dem Beginn des russischen Angriffs auf die Ukraine zog die Königsklasse des Motorsports einen Schlussstrich unter das geplante Rennen in Sotschi, ehe der langfristige Vertrag mit den Ausrichtern des russischen Grand Prix endgültig aufgekündigt wurde. Nun suchen die Verantwortlichen der Rennserie nach einem Ersatz-Austragungsort. Auch eine Rückkehr nach Deutschland wird heiß diskutiert.

Formel 1 in Deutschland: Nürburgring als Favorit

„Die Initiative ist längst ergriffen, um diesen Grand Prix hinzukriegen, anstatt Russland in Deutschland zu fahren“, fasste der ehemalige Formel-1-Pilot Christian Danner die aktuellen Entwicklungen rund um einen Grand Prix in Deutschland zusammen. Das Thema wurde am gestrigen Sonntag (13. März) im Rahmen des „AvD Motor und Sport Magazins“ auf Sport1 diskutiert. Doch trotz allen Optimismus bleibt ein großes Problem, welches eine langfristige Austragung in der Vergangenheit immer erschwert hatte. „Das ist ein finanzielles Problem“, gab Danner zu verstehen.

Als Favorit sieht der frühere Rennfahrer und heutige TV-Experte vor allem den Nürburgring in der Eifel. Erst vor zwei Jahren war die berühmte Rennstrecke für ausgefallene Veranstaltungen eingesprungen. Doch gerade die hohen Antrittsgelder der Rennserie sind für die deutschen Organisatoren in den vergangenen Jahren zu hoch gewesen, auch am Hockenheimring wartet man seit 2019 auf eine Rückkehr der Formel 1. Ausnahmemöglichkeiten gebe es aber dennoch, glaubt Danner und nennt dafür auch ein aktuelles Beispiel: „In Imola gab es einen Riesennachlass und einen Drei-Jahres-Vertrag. Das wollen wir in Deutschland.“

Formel 1 in Deutschland: Vettel und Schumacher als große Befürworter

Mit Mick Schumacher und dem viermaligen Weltmeister Sebastian Vettel stehen in diesem Jahr erneut zwei Deutsche in der Formel 1 am Start. Auch aus ihrer Sicht darf an einem Rennen in Deutschland kein Weg vorbeiführen. „Die Formel 1 gehört nach Deutschland“, sagte Schumacher am Rande der Testfahrten in Bahrain. „Mein Favorit wäre der Nürburgring.“ Ein Rennen auf der legendären Nordschleife steht hingegen nicht zur Debatte, auch wenn Aston-Martin-Pilot Vettel sich ein solches Rennen sehr gut vorstellen könnte. „Ich werde ja nicht mehr ewig dabei sein, vielleicht ist das die letzte Chance“, sagte der 34-Jährige grinsend.

„Wir würden die Formel 1 weiterhin gerne willkommen heißen, allerdings nur zu wirtschaftlich sinnvollen Rahmenbedingungen“, sagte Nürburgring-Sprecher Alexander Gerhard gegenüber dem SID. „Wir freuen uns aber, dass Sebastian Vettel und Mick Schumacher den Nürburgring weiterhin als attraktiven Standort für die Formel 1 sehen.“

Am Sonntag steht mit dem Großen Preis von Bahrain in Sakhir das erste Rennen der neuen Saison an. (to mit SID)

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