Zweifacher Weltmeister ist zurück - und angriffslustig

Alonso schießt gegen Vettel: „War klar, dass er nicht der Erlöser sein wird“ - Ohrfeige auch für Hamilton

Fernando Alonso kehrt in die Formel 1 zurück.
+
Fernando Alonso kehrt in die Formel 1 zurück.

Fernando Alonso ist zurück in der Formel 1 - und betritt gleich mal mit ein paar Giftpfeilen im Köcher die Rennpiste. Er schießt gegen Sebastian Vettel und Weltmeister Lewis Hamilton.

München - Zweimal hat Fernando Alonso selbst die Formel-1-Weltmeisterschaft gewonnen - nun ist er zurück und will beweisen, dass er noch nicht zum alten Eisen gehört. Er „begrüßt“ seine alten Kollegen mit einigen markigen Kampfansagen. Zum Beispiel zielt er in Richtung Sebastian Vettel.

„Nach fünf Jahren war klar, dass er nicht der Erlöser sein wird, dass Leclerc mehr Potenzial hat“, so Alonso gegenüber RAI Sport über den Deutschen, der Ferrari verlässt und künftig für Aston Martin an den Start gehen wird. Im Duell mit dem Monegassen Charles Leclerc hatte er den Kürzeren gezogen.

Auch für Weltmeister Lewis Hamilton hat Alonso nicht gerade Nettigkeiten übrig. Alonso meint, Hamilton habe vor allem aus einem Grund sechs Weltmeisterschaften gewonnen - weil er im besten Auto saß. Sieben Mal am Stück gewann schließlich zuletzt ein Mercedes-Fahrer den Titel (einmal davon Nico Rosberg).

Fernando Alsonso: „Ohne Meditation in Tibet oder so einen Mist“

„Ohne ein siegfähiges Auto gibt es keine Dominanz. Wenn du eine Serie von Titeln einfährst, gibt es auch eine technische Überlegenheit. Das ist Hamilton passiert“, erklärte Alonso.

Dass Mercedes derzeit unantastbar sei, habe das Beispiel George Russell gezeigt. „In fünf Tagen, nicht etwa in 100, ist er vom Letzten zum Ersten geworden. Alles ohne göttliche Eingebung, ohne Meditation in Tibet oder so einen Mist. Es hat gereicht, in einen Mercedes zu steigen. Die Wahrheit ist: In den letzten sieben Jahren hat nur ein Team gewonnen.“ Auch Vettel bei Red Bull sowie er selbst in seiner Zeit bei Renault hätten im besten Auto gesessen.

An einem Weltmeister im Mercedes werde sich auch in der neuen Saison nichts ändern. Alonso, selbst im Alpine-Team (früher Renault) unterwegs, sieht Mercedes vorne, dahinter Red Bull. Nur der Kampf um Rang 3 werde spannend.

Alonso mit warmen Worten über Schumacher Senior - und Schumacher junior

Dass Fahrer aber auch Stärke beweisen können, obwohl sie nicht im besten Auto sitzen, merkt Alonso auch an - am Beispiel Michael Schumacher. „Mein Renault war schneller als sein Ferrari, aber er war immer da und hat gefightet. Ich war überzeugt, dass ich ihn abgehängt habe, aber von wegen. Wir reden hier von einer Legende. So ticken Legenden nun mal, und es ist wichtig, dass wir uns auch so an sie erinnern.“

Für Schumacher also gibt es warme Worte - wie auch zu seinem Sohn Mick Schumacher, laut Alonso: „Ein guter Junge. Wir haben uns hier und da getroffen. Dass er in der Formel 1 fährt, sind großartige Nachrichten für uns alle.“

Auch interessant

Kommentare