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Formel 1: Haas-Teamchef Günther Steiner – seine Karriere und Stationen

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Mick Schumacher und Günther Steiner (r)
Mick Schumacher und Günther Steiner (r) © Mark Sutton / IMAGO

Mit Mick Schumacher und Nikita Masepin führt Günther Steiner zwei große Namen im Rennstall Haas auf die Strecke. Der Trainer aus Südtirol gilt als heimlicher Star der Formel 1.

Kannapolis, North Carolina, USA – Jaguar, Red Bull, Haas: Die Stationen von Günther Steiner in der Formel 1 sind prominent. Seit 2014 zeichnet der Südtiroler für die Leistungen von Mick Schumacher und Nikita Masepin als Stammpiloten mitverantwortlich.

Günther Steiner: Sein Lebenslauf in Kurzform

Günther Steiners Lebenslauf begann am 7. April 1965 in Meran, Südtirol. Nach dem Abitur nahm er ein Ingenieurstudium auf, das er vor dem Abschluss abbrach. Er absolvierte den Militärdienst und wechselte seinen Wohnort nach Belgien. Dort startete er seine Karriere im Rennsport: Ab 1986 war er als Mechaniker für das belgische Mazda Rallye-Team zuständig. Seine weiteren Stationen vor seinen ersten Formel-1-Erfolgen im Überblick:

Günther Steiner: Stationen bei Formel 1 und DTM

Im Jahr 2001 wechselte Günther Steiner vom Rallyesport zur Formel 1. Damit folgte er dem Ruf von Jaguar-Teamchef Niki Lauda. Der österreichische Kultrennfahrer und dreimalige Formel-1-Weltmeister holte Steiner als leitenden Direktor in seinen Rennstall. Bei Jaguar macht sich der spätere Teamchef von Haas zunächst an die Umstrukturierung des Teams und an Sparmaßnahmen.

Seine Strategie ging jedoch nicht auf: In Steiners erster Saison 2002 verlor Jaguar haushoch. Die Folgen: Niki Lauda wurde als Teamchef entlassen, Günther Steiner durch David Pitchforth abgelöst. Obwohl Jaguar ihm eine alternative Position anbot, war der Südtiroler in der Saison 2003 freigestellt. Ende des Jahres übernahm er die Rolle des technischen Direktors im Opel Performance Center.

Im Jahr 2004 übernahm Red Bull Racing das Jaguar-Team. Kurze Zeit später zog Opel sich von den Deutschen Tourenwagen-Masters (DTM) zurück. Für Steiner geschah das zu einem günstigen Zeitpunkt: Ab 13. Januar 2005 fungierte er als technischer Betriebsleiter für Red Bull Jaguar Racing. Im April 2006 zog er in die USA, wo er in Mooresville / North Carolina als technischer Direktor für Red Bull Jaguar zuständig war.

Günther Steiner: Karriere und Erfolge bei Haas

Zwischen 2009 und 2014 fokussierte Steiner sich auf sein Engineering-Unternehmen Fibreworks Composites. 2014 kehrte er zur Formel 1 zurück. In diesem Jahr stieg der seit 2002 im Rennsport engagierte Gene Haas in die F1 ein. Günther Steiner wurde der erste Teamchef von Haas F1. Dort entwickelt er einen Ruf als eigenwilliger und charismatischer Kopf des Rennstalls.

Zwei Jahre später trat das Team erstmals auf der Rennstrecke an. Romain Grosjean und Esteban Gutiérrez qualifizierten sich beim Debüt in Australien für die vorletzte Startreihe. Ersterer erlangte bei der Premiere Platz 6, Gutiérrez schied in Runde 16 aus. Insgesamt belegte Haas in dieser Saison Platz 8 der Konstrukteurswertung. Das sind die weiteren Erfolge von Günther Steiner mit Haas:

Mit Beginn der Saison 2021 wechselte Steiner die Fahrer: Nikita Mazepin und Mick Schumacher sollten das Team zum Erfolg führen. Im Verlauf zeigte sich jedoch, dass Haas zu den Schwächeren gehörte. Ausnahmen bildeten der Große Preis von Frankreich und der Große Preis der Türkei. Hier erlangte Mick Schumacher jeweils den zweiten Teil des Qualifyings. Der Sohn des mehrfachen Formel-1-Weltmeisters Michael Schumacher konnte außerdem in Ungarn sein bestes Ergebnis der Saison verbuchen.

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