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Formel 1: Rennstrecke in der Emilia-Romagna - Senna-Unfall unvergessen

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Das Senna-Denkmal in Imola
Das Senna-Denkmal in Imola © Martin Moravec / dpa

Der Autodromo Enzo e Dino Ferrari liegt in der Emilia-Romagna. Die Rennstrecke erlangte durch den Tod von Ayrton Senna traurige Berühmtheit.

Der Autodromo Enzo e Dino Ferrari ist eine Rennstrecke für den Motorport, die sich im italienischen Imola befindet. Sie wurde 1952 eröffnet. Die Idee für den Kurs hatte Ferrari-Gründer Enzo Ferrari (90, † 1988), der geplant hatte, einen kleinen italienischen Nürburgring zu errichten. Das Layout der Strecke, die auch von der Formel 1 regelmäßig befahren wird, fiel zum Zeitpunkt der Eröffnung recht spartanisch aus: Es waren keinerlei Schikanen vorhanden, sodass die Tamburello-Kurve die erste Kurve einer Runde darstellte und die Tosa-Kurve direkt die zweite Kurve war. Die Strecke wurde nach dem Tod von Alfredo „Dino“ Ferrari (24, † 1956), dem Sohn von Enzo Ferrari, Autodromo Dino Ferrari getauft.

Nach dem Tod Enzos im Jahr 1988 erfolgte eine Namenserweiterung in Autodromo Enzo e Dino Ferrari. Da sich die Rennstrecke in der Region Emilia-Rogmana befindet und so sehr nahe de Stammsitz von Ferrari in Maranello liegt, werden dort ausgetragene Rennen gerne auch als Heimspiel der Scuderia bezeichnet. F1-Wettbewerbe werden auf dem Kurs seit 1980 ausgetragen. Es handelt sich beim Autodromo Enzo e Dino Ferrari um eine permanente Rennstrecke, die seit 2020 auch für andere Motorsportevents wie die Superbike-WM genutzt wird.

Die bewegte Geschichte des Autodromo Enzo e Dino Ferrari in Imola

Der Autodromo Enzo e Dino Ferrari in Imola war von Beginn an als Rennstrecke für die Formel 1 ausgelegt. Seit 1980 wurde auf dem Kurs der Grand Prix von Marino ausgetragen: Der Grund dafür lag in der Tatsache, dass es in der Formel 1 nicht erlaubt ist, dass ein Land zwei Große Preise veranstaltet. Weil der Grand Prix von Italien aber in Monza stattfand, wurde das Rennen im italienischen Imola an San Marino abgegeben. Bis zum Jahr 2006 fanden auf dem Autodromo Enzo e Dino Ferrari regelmäßig Formel 1 Rennen statt.

In die Schlagzeilen geriet die Strecke im Jahr 1994, als zuerst der Fahrer Roland Ratzenberger (34, † 1994) beim Training und einen Tag später im Rennen Ayrton Senna (34, † 1994) schwer verunglückten und starben. Daraufhin wurde die Sicherheit auf dem Autodromo Enzo e Dino Ferrari stark bemängelt. Die Stadt Imola benannte die Straße, an der der Rennkurs liegt, nach Ayrton Senna und stellte ein Denkmal für ihn auf.

An der Rennstrecke mussten einige umfangreiche Umbauten stattfinden. Dazu gehörte etwa der Einbau von Schikanen. Dennoch wurde der Autodromo Enzo e Dino Ferrari nach der Saison 2006 aus dem Rennkalender gestrichen. Erst 2020 erfolgte die Wiedereröffnung mit der Austragung des Grand Prix der Emilia-Romagna.

Das ist der Autodromo Enzo e Dino Ferrari in Imola in Zahlen und Fakten

Der Autodromo Enzo e Dino Ferrari in Imola ist seit 2020 wieder Austragungsort für Formel-1-Rennen. Die umgebaute Rennstrecke ist 4,909 Kilometer lang und beinhaltet 17 Kurven. In der Vergangenheit fiel der Kurs deutlich länger aus und verfügte über bis zu 23 Kurven, was aber im Zuge der Entschärfung der Strecke geändert wurde. Zu den Formel-1-Piloten, die auf dem Autodromo Enzo e Dino Ferrari bereits einen oder gleich mehrere Siege erlangten, zählen:

Rekordhalter, was die meisten Siege auf der Strecke anbetrifft, ist Michael Schumacher mit insgesamt sieben ersten Plätzen. Der Reifenhersteller mit den meisten Erfolgen ist Goodyear mit 16 Siegen. Das schnellste Rennen schaffte Lewis Hamilton im Jahr 2020 auf dem Autodromo Enzo e Dino Ferrari: Er legte die insgesamt 63 Runden in einer Stunde und 5,484 Minuten zurück.

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