Wegen Corona-Beschränkungen

Formel 1: Türkei-Rennen abgesagt - So sieht der neue Plan aus

Die Fahrer stehen in der Startaufstellung für den Großen Preis der Türkei 2020.
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In Istanbul wird die Formel 1 in diesem Jahr nicht fahren.

Entsprechende Spekulationen kursierten schon länger, nun ist es offiziell: Der Große Preis der Türkei ist abgesagt. Doch die Formel 1 hat schon einen Alternativplan.

Istanbul - Knapp zehn Jahre lang machte der Formel-1-Zirkus nicht mehr in Istanbul Halt - bis in der Saison 2020 die Corona-Pandemie den Terminkalender der Motorsport-Königsklasse gehörig durcheinander würfelte. Weil zahlreiche Veranstaltungen ausfallen mussten, sprang die Türkei kurzfristig ein. Das Ergebnis war einer der ereignisreichsten und spannendsten Grand Prix der jüngeren Vergangenheit. So war es keine Überraschung, dass sich die Verantwortlichen nach der Absage des Kanada-Rennens auch in diesem Jahr für das Ersatz-Event am Bosporus entschieden.

Am Freitagnachmittag folgte aber die Ernüchterung. Wie die Rennserie mitteilte, findet der Große Preis der Türkei, der ursprünglich für den 13. Juni angesetzt war, nun doch nicht statt. Grund sind die geltenden Reisebeschränkungen aus Großbritannien, die eine komplikationslose Durchführung nach Ansicht der F1-Bosse unmöglich machen. Hartnäckig halten sie aber gleichzeitig an der Gesamtzahl von 23 Rennen fest. Deshalb wurde parallel dazu der Alternativplan vorgestellt.

Formel 1: Zwei Rennen in Österreich, Frankreich GP wird vorverlegt

Wie schon 2020 soll es nun zwei Rennen auf dem Red-Bull-Ring im österreichischen Spielberg geben. Dort startete die Formel 1 in der vergangenen Saison mit einigen Monaten Verspätung in ihr Corona-Jahr. Auf den Großen Preis der Steiermark (27. Juni) folgt der Große Preis von Österreich (4. Juli). Der Große Preis von Frankreich (20. Juni) wird im Gegenzug um eine Woche vorverlegt. „Die Formel 1 hat einmal mehr unter Beweis gestellt, dass sie schnell auf Entwicklungen reagieren und Lösungen finden kann“, sagte der italienische Formel-1-Boss Stefano Domenicali.

Mercedes, Red Bull, Aston Martin & Co: Quarantäne-Pflicht für britische Rennställe

Die Türkei war zuvor von Großbritannien auf die sogenannte rote Liste gesetzt worden. Wer aus solchen Ländern nach Großbritannien einreist, muss sich derzeit auf eigene Kosten für zehn Tage in Hotel-Quarantäne begeben. Dies hat auch für eine Vielzahl der Formel-1-Rennställe weitreichende Folgen, da diese ihren Sitz in England haben. Unter anderem Mercedes, Aston Martin, Red Bull, Williams oder McLaren sind davon betroffen. (jn/dpa)

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