Rennwochenende erneut abgesagt

Riesen-Chaos droht - Formel 1 plötzlich vor gewaltigen Problemen

Die Formel 1 muss den Rennkalender erneut umplanen.
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Die Formel 1 muss den Rennkalender erneut umplanen.

Die Formel 1 muss umplanen. Zwei Monate vor dem Großen Preis in Japan wurde das Rennwochenende komplett gestrichen, nun muss ein neuer Austragungsort her.

Tokio - Während der Olympischen Spiele sowie der Paralympics war und ist Japan Austragungsort, und das, obwohl die Corona-Zahlen zuvor in die Höhe geschossen waren und sogar ein Notstand ausgerufen wurde. Nun sorgt die Pandemie erneut dafür, dass ein großes Sportevent ausfallen muss. Wie schon im vergangenen Jahr wird die Formel 1 keinen Halt in Japan machen können.

Formel 1: Großer Preis von Japan wegen Corona-Pandemie gestrichen - vierte Absage in diesem Jahr

Eigentlich sollte der Große Preis von Japan am Wochenende um den 10. Oktober am Suzuka International Racing Course stattfinden, nun wurde er angesichts der Infektionslage abgesagt. Nach längeren Verhandlungen mit dem Veranstalter sowie den lokalen Behörden fiel die Entscheidung, wie die Rennserie am Mittwoch mitteilte. Nur kurz davor wurde der ohnehin schon geltende Corona-Notstand für die Hauptstadt Tokio verlängert und auf weitere Präfekturen im Land ausgeweitet.

Die Pläne für die diesjährige Saison mussten pandemiebedingt bereits umgeworfen werden, die Formel 1 kündigte an, in den kommenden Wochen einen umgebauten Kalender zu veröffentlichen. Absagen gab es in diesem Jahr bereits reichlich, vor Japan mussten auch die WM-Stopps in Kanada, Singapur und Australien abgesagt werden. Auch das Rennen, das für November in Brasilien vorgesehen ist, ist noch nicht in trockenen Tüchern.

Formel 1: Rennserie gerät nach Absage unter Druck - „Können uns anpassen und Lösungen finden“

„Die Formel 1 hat dieses Jahr bewiesen, dass wir uns anpassen können und Lösungen für die anhaltende Unsicherheit finden“, hieß es zwar von Seiten der Rennserie. Doch trotzdem droht nun ein Chaos. Denn der ursprüngliche Triple-Header bestehend aus einem Rennen in Russland, einem in der Türkei und dem Ablschuss in Japan wird nun nicht wie geplant stattfinden können. Probleme bereitet besonders die Quarantäne-Pflicht in der Türkei für Einreisende aus Großbritannien, die ungeachtet der Impfung in Kraft tritt.

Ein Ersatz für das Japan-Rennen eine Woche nach dem Grand Prix in Istanbul wurde noch nicht gefunden, die Formel 1 muss dieses logistische Problem nun in kürzester Zeit lösen. Es soll jedoch einige interessierte Länder geben, die einem Grand Prix offen gegenüberstehen. Ob die angedachten 23 WM-Läufe am Ende alle zu Stande kommen, zeigt sich wohl in wenigen Wochen, wenn die endgültigen Pläne vorgelegt werden. (ajr)

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