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Suzuka: Japans Formel-1-Strecke seit mehr als drei Jahrzehnten - Heimat der Weltmeister

Ein Silberpfeil auf der Rennstrecke in Suzuka
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Ein Silberpfeil auf der Rennstrecke in Suzuka

Der Große Preis von Japan findet alljährlich auf dem Suzuka International Racing Course statt. Seit 1987 trägt die Formel 1 hier eines ihrer Rennen aus.

  • Der Große Preis von Japan findet alljährlich auf dem Suzuka International Racing Course statt.
  • Die Rennstrecke der Formel 1 wurde 1962 von Automobilhersteller Honda erbaut und war ursprünglich lediglich als werkseigene Teststrecke geplant.
  • Bereits elfmal wurde beim Großen Preis von Japan auch der spätere Weltmeister der Formel 1 gekürt.

Suzuka - Der Suzuka International Racing Course ist eine in Japan gelegene Rennstrecke, die 1962 eröffnet wurde. Google Maps zeigt, dass sie in der Nähe der Stadt Suzuka in der Präfektur Mie auf der Hauptinsel Honshū liegt. Sie war die erste Rennstrecke in der Geschichte Japans für internationale Motorsportrennen. Zusammen mit der Rennstrecke errichtete der Automobilhersteller Honda auch den Vergnügungspark Motopia Park für die Mitarbeiter und ihre Familien. 

Aktuell hat der Kurs eine Streckenlänge von 5,807 km, die Rennlänge eines Formel-1-Rennens auf der Strecke beträgt 53 Runden (Stand: 2019). Seit 1987 trägt die Formel 1 den Großen Preis von Japan regelmäßig in Suzuka aus – mit Ausnahme der Saisons 2007 und 2008. In diesen beiden Jahren fand das Formel-1-Rennen auf dem Fuji International Speedway in der Stadt Oyama am Fuße des Fuji statt. Als erster Sieger eines Formel-1-Rennens in Japan ging Gerhard Berger 1987 in die Geschichte ein. Mit sechs Siegen ist Michael Schumacher der Rekordsieger des Großen Preises von Japan (Stand: 2020).

Suzuka International Racing Course – eine Formel-1-Rennstrecke mit Geschichte

Honda errichtete den Suzuka International Racing Course 1962 ursprünglich als werkseigene Teststrecke. 1963 schrieb der Brite Peter Warr als Sieger des ersten Rennens auf dem neuen Kurs in Suzuka Motorsportgeschichte. Die Rennstreck e gilt als eine der fahrerisch anspruchsvollsten Kurse weltweit. Über die gesamte Streckenlänge sind fahrtechnisch schwierige Passagen verteilt. Bei einer Rennlänge von rund 300 km (Stand: 2019) und häufigen Richtungswechseln müssen die Fahrer auch in einer sehr guten körperlichen Verfassung sein. 

Der Fuji International Speedway, auf dem die Formel 1 2007 und 2008 zwei Rennen austrug, ist fahrtechnisch wesentlich einfacher konstruiert. Auch für den Rekordsieger Michael Schumacher gehörte Suzuka zu den Favoriten: „Japan ist für mich mit einigen guten Erinnerungen verbunden, ich fahre gerne dorthin. Auf der Strecke habe ich große Momente erlebt“, sagte Schumacher einst. In der Geschichte der Formel 1 brachte der Große Preis von Japan bis 2019 bereits elfmal den Siege r des Gesamtklassements hervor.

Suzuka International Racing Course – die Formel 1 zu Gast in Japan

Erst 25 Jahre nach der Erbauung kam die Formel 1 zum ersten Mal nach Suzuka, um auf dem Suzuka International Racing Course den Großen Preis von Japan auszutragen. Die ursprüngliche Streckenführung und somit auch die Streckenlänge wurden bis heute beibehalten. Seit 1987 fand der Große Preis von Japan, mit Ausnahme zweier Rennen auf dem Fuji International Speedway, immer in Suzuka statt (Stand: 2019). Mit Ausnahme des Rennens 2014 betrug die Rennlänge stets mehr als 50 Runden. Über die gesamte Streckenlänge verteilt müssen die Fahrer 17 Kurven bewältigen. Die Durchschnittsgeschwindigkeit, gemessen über die gesamte Rennlänge, beträgt rund 225 km/h. Einige weitere interessante Fakten, die die Geschichte rund um den Großen Preis von Japan zusammenfassen (Stand 2019):

  • Rekordsieger: Michael Schumacher (Sechs Siege)
  • Rekordsieger Teams: Ferrari (Sieben Siege)
  • Streckenrekord: Lewis Hamilton (35) (1,30983 Min.)
  • Meiste Punkte Fahrer: Sebastian Vettel (32) (insgesamt 168)

Insgesamt konnten sich bis 2019 bereits elfmal Fahrer aus Deutschland als Sieger feiern lassen. Neben Rekordsieger Schumacher gewannen auch Sebastian Vettel und Nico Rosberg bereits in Japan.

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