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Formel 1: Albert Park Circuit - traditionsreiche Strecke in Australien

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Auf der Strecke beim Grand Prix von Australien 2019
Auf der Strecke beim Grand Prix von Australien © Julian Smith / dpa

Auf dem Stadtkurs des Albert Park Circuit in der australischen Stadt Melbourne findet seit 1996 das Rennen um den Grand Prix von Australien statt.

Der Albert Park Circuit ist eine semi-permanente Rennstrecke, die sich im Albert Park in der australischen Metropole Melbourne befindet. Genutzt werden für den Stadtkurs die vorhandenen Straßen, die im Park den künstlich angelegten See umkreisen. Als Kurs der Formel 1 löste der Albert Park Circuit den in der Vergangenheit genutzten Adelaide City Circuit ab, der bis 1996 als Veranstaltungsort diente. 1996 wurde dann der Albert Park Circuit in Betrieb genommen.

Wenn die Strecke nicht als Austragungsort für den Grand Prix von Australien dient, sind die Straßen ganz normal für den Straßenverkehr freigegeben. Allerdings ist der Kurs nur semi-permanent, was bedeutet, dass ein Großteil der Strecke in den Monaten vor dem Rennen auf- und in den Wochen danach wieder abgebaut werden muss. Nur die Boxengasse ist zusammen mit der Start-Ziel-Geraden permanent vorhanden. Der Große Preis ist in den meisten Rennsaisons das Auftaktrennen, also der erste Wettbewerb, der in der neuen Saison ausgetragen wird. Er findet jedes Jahr im März statt. Eröffnet wurde der Albert Park Circuit offiziell am 7. März 1996. Das erste Rennen folgte nur drei Tage später.

Der Albert Park Circuit in Melbourne: Das ist der Formel-1-Kurs in Australien

Auf dem Albert Park Circuit in Melbourne wird ausschließlich der Grand Prix von Australien ausgetragen. Es handelt sich also um einen reinen F1-Kurs, der nicht für weitere Motorsportveranstaltungen genutzt wird. Die Rennstrecke ist insgesamt 5,279 Kilometer lang. Die Länge der Boxengasse beträgt 280 Meter. Der Stadtkurs verfügt über 14 Kurven. Maximal 80.000 Zuschauer können dem Großen Preis von Australien auf den Tribünen live beiwohnen. Nachdem das Saisonauftaktrennen einige Jahre lang auf der semi-permanenten Strecke veranstaltet wurde, kam es zu Unstimmigkeiten bezüglich der Veranstaltungszeit.

Aufgrund der verschiedenen Zeitzonen sanken die Zuschauerzahlen in Europa deutlich. Schließlich wurde nach langen Verhandlungen ein Kompromiss erzielt: Das Rennen findet seit 2017 um 17 Uhr ostaustralischer Standardzeit statt, was 07:00 Uhr Mitteleuropäischer Zeit beziehungsweise 8 Uhr Mitteleuropäischer Sommerzeit entspricht. So sollen wieder mehr Formel-1-Fans in europäischen Ländern erreicht werden. In den Jahren 2020 sowie 2021 wurde der Große Preis von Australien erstmalig abgesagt. Grund dafür war die Covid-19-Pandemie, die keinerlei Großveranstaltungen sowie das Einreisen internationaler Fahrer und deren Teams zuließ.

Der Albert Park Circuit in Melbourne: Sieger und Unfälle auf der Strecke

Auf dem Albert Park Circuit in Melbourne findet seit dem Jahr 1996 der Grand Prix von Australien statt, der zwischen 1985 und 1996 auf dem Adelaide Street Circuit veranstaltet wurde. Bei jedem Formel-1-Rennen auf dem Stadtkurs werden 57 beziehungsweise 58 Runden absolviert. Zu den Formel-1-Piloten, die auf der Rennstrecke bereits einen oder mehrere Siege für ihr Team erzielten, zählen zum Beispiel:

Als Rekordsieger gilt Michael Schumacher, der den Großen Preis von Australien vier Mal für sich entscheiden konnte. Er hält außerdem den Streckenrekord, den er im Jahr 2004 auf dem Stadtkurs aufstellte. Im Jahr 2001 kam es auf der Strecke zu einem verhängnisvollen und tödlichen Unfall: Als die Fahrer Jacques Villeneuve und Ralf Schumacher kollidierten, löste sich ein Rad und traf einen Streckenposten, der an seinen schweren Verletzungen verstarb.

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