Brite zögert mit Verlängerung bei Mercedes

Formel-1-Weltmeister warnt Hamilton vor Schumis Weg - „Bei Michael und Ferrari gesehen, was passiert“

Michael Schumacher und Lewis Hamilton im Jahr 2011.
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Michael Schumacher und Lewis Hamilton im Jahr 2011.

Wird Lewis Hamilton auch kommendes Jahr für Mercedes starten? Ein Ex-Weltmeister zieht einen Vergleich zu Michael Schumacher und warnt den Briten eindringlich.

Manama - Trotz seines Einjahresvertrags überraschte Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton mit Aussagen über ein Karriereende nach der kommenden Saison. „Die nächsten acht Monate werden zeigen, ob ich schon bereit bin aufzuhören oder nicht“, meinte Hamilton bei einer FIA-Pressekonferenz vor dem Saisonstart in Bahrain. Ein ehemaliger Weltmeister warnte ihn nun davor, einen ähnlichen Weg wie Michael Schumacher zu gehen.

Formel 1: Hamilton reagiert auf Gerüchte - Entscheidung über Karriereende steht aus

„Ich persönlich glaube nicht, dass ich aufhören werde. Aber man weiß nie“, sagte der Brite im Hinblick auf die vielen Neuerungen in der Formel 1. Wie er außerdem bei der Presserunde erklärte, soll sein möglicher Verbleib über 2021 hinaus bei Mercedes nicht vom sportlichen Erfolg abhängig sein.

Im Vorfeld wurde nämlich spekuliert, dass Hamilton als Rekord-Weltmeister abtreten möchte. Seinen Teamchef Toto Wolff soll er demnach nach den ersten Rennen, je nach Titelchancen, über seinen Abschied oder Verbleib informieren. „Meine Position hat nichts damit zu tun, ob wir auf WM-Kurs sind oder nicht. Ich höre nicht auf, nur weil es schwierig wird“, reagierte er am Donnerstag auf die Vorwürfe.

Formel 1: Ex-Weltmeister Damon Hill zieht irren Vergleich - „Haben bei Michael und Ferrari gesehen, was passiert“

Sein Landsmann Damon Hill, der im Jahr 1996 für Williams die Weltmeisterschaft gewann, sprach eine eindeutige Warnung aus. „Wir haben ja bei Michael und Ferrari schon einmal gesehen, was passiert, wenn du denkst, dass die schon auf einen warten“, meinte Hill gegenüber dem Portal Autocar . „Das Problem ist: Mercedes wird nicht und kann nicht warten. Das ist der Haken, und den würde ich sehr genau im Auge behalten. Zu glauben, unersetzlich zu sein, ist riskant.“

Hill spielt klar auf die Parallele zu Michael Schumacher an, dessen Abschied bei Ferrari nach zehn Jahren nicht unbedingt freiwillig vonstatten gegangen sein soll. Schumi soll 2006 offenbar lange mit seiner Entscheidung gezögert haben, ehe die Italiener letzten Endes Kimi Räikkönen verpflichteten. Sollte Hamilton zu lange warten, könnte auch sein Rennstall für einen Ersatz sorgen. Max Verstappen vom Red-Bull-Team soll laut Medienberichten einer der Favoriten auf das Cockpit 2022 sein. (ajr)

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