Vorbereitungen laufen auf Hochtouren

Formel 1: Mick Schumacher schreibt in „Büchlein“ - Haas-Teamchef Steiner macht geheime Beobachtung

Mick Schumacher im Haas-Auto bei den Testfahrten in Bahrain.
+
Mick Schumacher im Haas-Auto bei den Testfahrten in Bahrain.

Mick Schumacher überrascht mit seiner detailverliebten Arbeitsweise. Sein Teamchef Günther Steiner berichtet von einem „Büchlein“.

Sakhir - Mick Schumacher hat seine ersten Kilometer im neuen Haas abgespult. Jetzt gilt es, die technische Feinabstimmung vorzunehmen. In gut einer Woche startet der Sohn von Rekord-Weltmeister Michael Schumacher in seine erste Formel-1-Saison. Teamchef Günther Steiner ist hochzufrieden und berichtet von einer spannenden Beobachtung. Auch zum Thema Stallorder bezog Steiner Stellung.

Mick Schumachers Start beim dreitägigen Test-Wochenende in Bahrain lief überhaupt nicht nach Plan. Am ersten Tag bremsten den 21-Jährigen Hydraulik-Probleme aus, am zweiten Tag kam es zu einer Schrecksekunde in der Box. Abgesehen davon konnte Mick, der mit „MSC“ dasselbe Kürzel wie Vater Michael trägt, aber fleißig Runden auf der Strecke drehen und wichtige Daten sammeln. Das freute auch Haas-Teamchef Steiner, der im RTL-Interview bestätigte: „Besser kann man es sich nicht wünschen.“

Formel 1: Mick Schumacher schreibt in sein „Büchlein“ - Teamchef klärt auf

Sein Team hat vor der Saison die Piloten ausgewechselt und vertraut mit Schumi junior und Nikita Mazepin auf zwei Rookies. Die ersten Eindrücke der beiden Jungspunde bekräftigen diese Entscheidung. „Wir hatten ja bei Haas noch nie junge Fahrer, deswegen bin ich umso mehr überrascht, wie gut die beiden Neulinge vorbereitet sind. Die Fahrer sind fahrerisch auf hohem Niveau und das ist schön zu sehen“, lobt Steiner.

Besonders Schumacher hat es dem Südtiroler angetan. Steiner adelte den Formel-2-Weltmeister bereits für seine akribische Arbeitsweise und seine Wissbegier. Jetzt enthüllt der 55-Jährige ein weiteres Detail über Schumacher. „Ich habe gesehen, dass er da ein Büchlein hat, in das er reinschreibt“, erzählt Steiner. Was es genau damit auf sich hat, vermochte er nicht in Erfahrung bringen. Um ein Tagebuch dürfte es sich aber nicht handeln. „Ich wollte jetzt nicht hingehen und im Geheimen schauen, was drinsteht. Ich hoffe und glaube, dass technische Sachen drinstehen“, so Steiner.

Stallorder gegen Mick Schumacher? Steiner verspricht Chancengleichheit

Schumachers Teamkollege Mazepin, der zuletzt wegen handfesten Skandalen samt sexueller Belästigung in den Schlagzeilen stand, wird in der Öffentlichkeit kritisch beäugt. Viele Beobachter fürchten, dass er bevorteilt werden könnte. Mazepin ist der Sohn des russischen Unternehmers Dimitri Mazepin, dessen Chemiekonzern Uralkali das Namenssponsoring bei Haas übernommen hat und damit der wichtigste Geldgeber des kleinen US-Rennstalls ist. „Im Team sind beide Fahrer gleichgestellt“, verspricht Steiner Chancengleichheit.

„Auch Herr Mazepin hat gesagt: ‚Mein Sohn hat keine Vorteile zu haben‘“, stellt Steiner klar. Allerdings wurde der Haas-Bolide bereits in russischen Farben lackiert, obwohl russische Sportler wegen einer Sperre derzeit nicht unter der Flagge Russlands antreten dürfen. Uralkali sei zwar der Hauptsponsor, habe aber keine Rechte, einen Vorteil zu haben. „Das gibt es nicht. Das ist nicht sportlich, das wird bei uns auch nicht gemacht. Dafür stehe ich gerade“, sagte Steiner und beteuerte, immer „mit offenen Karten“ zu spielen. (ck)

Auch interessant

Kommentare