„Wir sind Menschen, keine Maschinen“

Hohe Schumacher-Erwartungen? Nach missglücktem Vorhaben: Mick zieht Schlussstrich

Mick Schumacher vom Formel-1-Team Haas bei einer Pressekonferenz vor dem Großen Preis von Portugal
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Mick Schumacher vom Formel-1-Team Haas bei einer Pressekonferenz vor dem Großen Preis von Portugal.

Mick Schumacher hat sein Debüt in der Formel 1 geschafft, blieb dabei aber nicht fehlerlos. Daraus hat er gelernt und plant weiter.

Portimao - Platz 18 steht neben Mick Schumachers Namen in der Formel-1-Fahrerwertung nach zwei Rennen. Die Erwartungen und Hoffnungen an den Sohn von Rekordweltmeister Michael Schumacher waren von Anfang an hoch. Das Rennen in Bahrain war der Einstand des Formel-1-Neulings in die Königsklasse. Am Ende landete er auf Platz 16. Seine zweite Fahrt schloss er ebenfalls auf Platz 16 beim Großen Preis der Emilia-Romagna in Imola ab. Ärgerlich waren jeweils die beiden Fehler, die ihm während der Runden unterliefen.

Kurzer Rückblick: In Bahrain verabschiedete er sich unvermittelt von der Strecke, konnte seinen Wagen aber noch abfangen. In Imola verlor Mick Schumacher einen Flügel während der Safety-Car-Phase. Er wollte sich die Reifen aufwärmen, fuhr Zick-Zack-Linien und krachte dann in die Bande.

Mick Schumacher in der Formel 1: „Wir sind Menschen, keine Maschinen“

Vor dem nun anstehenden dritten Rennen in Portugal hat der Haas-Pilot angekündigt, Ruhe bewahren zu wollen. „Ich habe mir vorgenommen, keine Fehler zu machen. Dann sind mir welche passiert. Jetzt arbeite ich daran, keine mehr zu machen“, sagte er bei einer virtuellen Pressekonferenz. „Wir sind Menschen, keine Maschinen“, fügte er hinzu.

Viele Blicke werden am Sonntag wieder auf ihn gerichtet sein. Denn das Interesse an seinem Abschneiden ist groß. Doch er habe insgesamt „nicht das Gefühl, dass ich mit Samthandschuhen angefasst werde. Ich werde aber auch nicht übermäßig kritisiert. Ich nehme jede Kritik an. Wenn mir Fehler passieren, dann lerne ich daraus.“ So spricht jemand, der noch viel vorhat!

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Und hohe Ziele kann er sich nach den bereits erreichten Erfolgen in anderen Formel-Klassen auch setzen. Die Momente im Formel-1-Wagen genießt er jetzt besonders - auch am Ende des Feldes. „Ein Formel-1-Auto ist schneller als alles andere. Man kann sich vorstellen, was für ein geiles Gefühl es ist, in so einem Auto zu sitzen“, sagte der 22-Jährige am Donnerstag vor dem Grand Prix von Portugal. „Es ist nicht mehr fremd für mich, in ein Formel-1-Auto zu steigen. Das ist mein neues Zuhause, ich bin es gewohnt.“

Jean Todt über Mick Schumacher: „Er ist es, der das Auto fahren muss“

Und er bekommt vom Chef des Internationalen Automobilverbands Fia Rückhalt für seinen Weg: „Die Fakten geben die
Antwort, natürlich kommt er gut voran“, Jean Todt der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. „Schumacher zu heißen kann Türen
öffnen. Doch er ist es, der das Auto fahren muss“, sagte der ehemalige Formel-1-Teamchef, der Vater Michael Schumacher einst zu Ferrari holte. (cibo)

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