„Dann wird er plötzlich sehr stark“

Ferrari-Chef mit deutlicher Formel-1-Prognose für Mick Schumacher - Enthüllt er hier, wann er in Rot fährt?

Mick Schumacher im Haas-Outfit
+
Mick Schumacher im Haas-Outfit

Mick Schumacher wird es in seiner ersten Formel-1-Saison schwer haben, prophezeit der Ferrari-Teamchef. Langfristig aber sieht er den Sohn von F1-Ikone Michael Schumacher aber wohl in Rot.

  • Mick Schumacher tritt in der Formel 1 in die Fußstapfen seines Vaters.
  • Der Formel-2-Champion fährt ab dem Saisonstart für Haas, dem Kundenstall von Ferrari.
  • Der Teamchef der Scuderia prophezeit dem Youngster ein schweres erstes Jahr.

München - Er wird für Haas fahren, doch er bleibt Teil des Ferrari-Nachwuchsprogramms: Mick Schumacher steht vor seinem Debüt in der Formel 1. In knapp drei Monaten wird der F2-Champion zum ersten Mal in der „Königsklasse“ antreten. Mit Ferrari hat Schumacher allein schon wegen seines Namens eine besondere Verbindung: Sein Vater Michael Schumacher wurde im roten Auto zur Motorsportlegende.

Ferrari-Teamchef über Mick Schumacher: „Am Anfang wird es für ihn sehr schwierig“

Das erste Jahr für Schumacher junior aber wird wohl nicht leicht, prognostiziert Ferrari-Teamchef Mattia Binotto. „Ich denke, am Anfang wird es für ihn sehr schwierig. Wenn man auf seine Jahre in der Formel 3 und Formel 2 blickt: Er liefert seine beste Leistung immer im zweiten Jahr.“ Das zitiert unter anderem Motorsport total.

Dort wurde er jeweils im zweiten Jahr Champion. Auch in der Formel 4 holte er in seiner Premierensaison nur einen Sieg, wurde in seiner zweiten Saison in Deutschland und in Italien dann Vizemeister.

„Im zweiten Jahr erwarte ich eine gehörige Steigerung“

Laut Binotto drängt sich ein Vergleich mit einem anderen Ferrari-Piloten auf, der Schumacher in dieser Hinsicht etwas voraus habe: Charles Leclerc. „Charles ist vom ersten Tag an sehr schnell. Mick lernt in der ersten Saison und am Anfang der zweiten sehr viel. Dann wird er plötzlich sehr stark.“

Mick Schumacher gehört der Ferrari-Nachwuchsakademie an.

Die aktuelle Vertragssituation sei also ideal, so Binotto. Schumacher hat bei Haas einen mehrjährigen Vetrag. „Ich denke, die zwei Saisons werden wichtig für ihn. Aber ich erwarte schon im zweiten Jahr eine gehörige Steigerung.“

Mick Schumacher zu Ferrari? „Er muss zeigen, dass er in der Formel 1 schnell ist, im Qualifying und Rennen“

Das wäre dann auch der Zeitpunkt, zu dem Carlos Sainz‘ Vertrag bei Ferrari ausläuft. Binotto: „Unsere Akademie ist da, um zukünftige Ferrari-Fahrer auszubilden. Aber im ersten Jahr kannst du noch nicht in einem roten Auto sitzen. Das ist zu viel Verantwortung.“

Sehen wir ab 2023 also wieder einen Schumacher im Ferrari? Binotto nennt Bedingungen: „Er muss zeigen, dass er in der Formel 1 schnell ist, im Qualifying und Rennen. Er muss das Auto in einer guten Position nach Hause bringen.“ Wenn Schumacher so weiter macht wie bisher, dürfte das nur eine Frage der Zeit sein. Und immerhin wird Binotto nicht müde zu betonen: „Ferrari bildet nicht für die Formel 1 aus, sondern für Ferrari.“

Auch interessant

Kommentare