Spannender als der Titel

Formel 1: Mick Schumacher bald mit neuem Cockpit? Teamchef lässt neue Details durchsickern

Mick Schumacher winkt ein Formel-1-Cockpit bei Haas.
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Mick Schumacher winkt ein Formel-1-Cockpit bei Haas.

Formel 1: Das Transferkarussell bewegt sich - und wie. Welches Team schnappt sich Mick Schumacher? Gibt es ein Sensations-Comeback von Niko Hülkenberg? Die Gerüchte nehmen Fahrt auf.

  • Die Formel-1-Saison 2020 befindet sich auf der Zielgeraden, zur neuen Saison gibt es einige neue Fahrer.
  • Neben bestätigten Wechsel gibt es heiße Gerüchte - auch um deutsche Piloten.
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Update vom 13. November, 12.00 Uhr: Zur neuen Formel-1-Saison wird es einige neue Fahrer geben, der Rennstall Haas wird sich von den beiden Fahrern Romain Grosjean und Kevin Magnussen trennen. Weiterhin plant Haas-Teamchef Günther Steiner die Verpflichtung des Nachwuchsfahrers Mick Schumacher, wie er am Freitag bestätigte. „Das gilt nach wie vor“, meinte der 55-Jährige gegenüber dem Pay-TV-Sender Sky.

Formel 1: Rennstall tauscht beide Fahrer aus - die Chance für Schumi Junior?

Beim Großen Preis der Türkei, der an diesem Wochenende in Istanbul ausgetragen wird, wird es zunächst keine Entscheidung über die Zukunft des Sohns von Michael Schumacher geben. Doch den Aussagen des Teamchefs Steiner zufolge soll noch immer großes Interesse bestehen. „Es gibt nichts Neues im Moment. Heute nicht, morgen nicht, aber hoffentlich bald“, kommentierte Steiner die Suche nach zwei geeigneten Fahrern für kommendes Jahr. „Wir haben noch ein paar Kleinigkeiten auszusortieren“, fügte er hinzu.

Haas soll recht gute Chancen auf eine Verpflichtung des Führenden der Formel-2-Gesamtwertung haben, zumal man selbst technischer Partner von Ferrari ist. Schumacher wurde außerdem in der Fahrerakademie des italienischen Traditionsrennstalls ausgebildet. Scheinbar geht es nun nur noch um die Klärung der Details zwischen Fahrer und Rennstall. „Wir arbeiten daran, aber es braucht ein bisschen länger“, bestätigte Steiner die Bemühungen seines Teams.

Formel 1: Haas stellt sich neu auf - die Chance für Mick Schumacher?

Erstmeldung vom 11. November:
Istanbul - Die Formel-1-Saison befindet sich in den letzten Zügen. Vier Rennen vor Schluss ist von Spannung jedoch keineswegs etwas zu spüren. Mercedes sicherte sich mal wieder den Konstrukteurstitel und Lewis Hamilton steuert nahezu ungebremst auf seinen nächsten WM-Triumph zu. Beim anstehenden Großen Preis von Istanbul kann der Brite Titel Nummer sieben klar machen. Weil viele Teams mit dem Sieg ohnehin nichts zu tun haben, können sie schon mit den Planungen für kommende Saison beginnen. Dabei deutet sich ein verwobenes Fahrerkarussell an - bei dem auch deutsche Fahrer eine Rolle spielen.

Formel 1: Zwei Cockpit-Plätze werden frei - Formel 2 mit klarem Leader

Wie jedes Jahr werden auch 2021 wieder einige Cockpits neu besetzt. Den größten Umbruch gibt es Stand jetzt bei Haas, dem einzigen Team, bei dem zwei Posten frei werden. Als Reaktion auf die mauen Leistungen im aktuellen Rennkalender werden die beiden Fahrer Romain Grosjean und Kevin Magnussen aussortiert. Sie belegen in der aktuellen Fahrerwertung Platz 18 und 19. Nur die punktlosen Nicholas Latifi und George Russell (beide Williams) rangieren dahinter.

Es gilt als realistisch, dass Haas zumindest einen Platz im Cockpit mit einem talentierten Nachwuchsfahrer bestückt. Wenn man sich dann in der Formel 2 umsieht, kommt man schwer an Mick Schumacher (Prema) vorbei. Der Sohn von Formel-1-Legende Michael führt das Klassement im Unterhaus an und kokettiert schon lange mit einem Wechsel in die Königsklasse. Ebenso gehandelt werden der aktuell zweitplatzierte Brite Callum Illot (Virtuosi) sowie Schumachers russischer Teamkollege Robert Schwarzman.

Mick Schumacher wird eine große Zukunft in der Formel 1 attestiert. Sitzt er bald im Haas-Cockpit?

Dass der 21-jährige Mick über kurz oder lang in der Formel 1 landet, gilt als sicher. Vielleicht klappt es ja schon zur nächsten WM. Nach Informationen der SportBild vom Mittwoch befinden sich Haas und Schumacher in intensiven Gesprächen.

Formel 1: Nico Hülkenberg drängt zurück in die Königsklasse - Chancen bei Red Bull?

Darüber hinaus könnte auch noch ein weiterer deutscher Fahrer ein neues Team bekommen. Nico Hülkenberg, der in dieser Saison bereits zwei Mal sensationell als Ersatzpilot für Racing Point eingesprungen war, klopft wieder an die Formel-1-Tür. Womöglich landet der Emmericher sogar bei Topteam Red Bull. Dort könnte nächstes Jahr nämlich ein Platz frei werden, denn so wirklich zufrieden sind Teamchef Christian Horner & Co. mit der aktuellen Besetzung nicht. Zwar kann Max Verstappen den beiden Silberpfeilen Hamilton und Bottas immer wieder Paroli bieten, doch Teamkollege Alexander Albon gelingt das selten bis nie. Der Thailänder ist eher ein Kandidat für „unter ferner liefen“ als das Podium.

Also könnte bei Red Bull womöglich ein Platz frei werden. Die Gerüchte um eine Trennung von Albon halten sich hartnäckig. Nutznießer der kriselnden Beziehung könnte dann wiederum Hülkenberg sein. Zwar wird auch Sergio Perez (Racing Point) als Nachfolger gehandelt, doch „Hulk“ scheint insgesamt die besseren Chancen zu haben. Das liegt insbesondere daran, dass er mit Verstappen einen prominenten Fürsprecher haben soll. Der Niederländer setze sich für Hülkenberg als Teamkollegen ein, heißt es.

Formel 1: Red Bull, Racing Point, McLaren, Ferrari, Renault und Alpha Tauri - Bewegung im Cockpit

Falls Hülkenberg das Red-Bull-Cockpit übernimmt und Perez leer ausgeht, muss sich der Spanier weiter Gedanken um seine sportliche Zukunft machen. Der 30-Jährige verliert seinen Platz im Racing Point an Sebastian Vettel. Der Heppenheimer beendet sein Engagement bei Ferrari und sorgt damit ebenso für Bewegung im Fahrerkarussell. Denn dafür wechselt Carlos Sainz von McLaren zur Scuderia. Die vakante Stelle bei McLaren wird wiederum Daniel Ricciardo einnehmen. Er kommt von Renault, wo auf den freien Platz mit einer Rehabilitation eines früheren Weltmeisters reagiert wird. Fernando Alonso kehrt nach zwei Jahren Abwesenheit in die Formel 1 zurück. Auch bei Alpha Tauri könnte es zu einem Wechsel kommen. Daniil Kvyat wird wohl durch Formel-2-Starter Yuki Tsunoda (Carlin) ersetzt.

Und Hamilton? Der hat seinen auslaufenden Vertrag bei Mercedes noch immer nicht verlängert. Es gilt zwar als unwahrscheinlich, dass der 35-Jährige aufhört. Doch sollte er nächstes Jahr tatsächlich nicht mehr für die Silberpfeile an den Start gehen wollen, stünde auch hier Ersatz bereit. Talent George Russell wird das Mercedes-Cockpit offenbar zugetraut. Einst scheint nach all den Gerüchten und Wechseln klar: Die Lage auf dem „Transfermarkt“ ist vor dem Großen Preis der Türkei (hier im Live-Ticker) spannender als die in der WM. (as)

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