Beim Grand Prix von Spanien

Formel 1: Schumacher sorgt für die nächste Überraschung - Vettel zieht den Kürzeren

Formel-1-Kollegen: Sebastian Vettel (li.) und Mick Schumacher.
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Formel-1-Kollegen: Sebastian Vettel (li.) und Mick Schumacher.

Mick Schumacher setzt das nächste Ausrufezeichen in der Formel 1. Der Haas-Pilot war beim Grand Prix von Spanien schneller als Sebastian Vettel.

Barcelona - Die ersten vier Rennen in dieser Saison sind gefahren. An der Spitze der Formel 1 ist wie erwartet ein Zweikampf zwischen Weltmeister Lewis Hamilton im Mercedes und Herausforderer Max Verstappen im Red Bull entbrannt. (Mit unserem brandneuen, kostenlosen Formel-1-Newsletter sind Sie stets top informiert.)

Die deutschen Fahrer Mick Schumacher und Sebastian Vettel haben mit den vorderen Plätzen nichts zu tun. Bislang warten die beiden Freunde vergeblich auf den ersten Punkt. Während sich Vettel nach seinem Wechsel von Ferrari zu Aston Martin deutlich mehr erhofft hatte, übertrifft Schumi junior als Neuling im unterlegenen Haas die Erwartungen. Beim Grand Prix in Spanien am vergangenen Wochenende war für Vettel nach Platz 13 erneut Frust angesagt, Schumacher feierte dagegen das nächste kleine Erfolgserlebnis - diesmal sogar gegen seinen Mentor.

Formel 1: Mick Schumacher mit besserer Rundenzeit als Vettel

„Natürlich bin ich nicht zufrieden. Ziemlich genau da, wo wir ins Ziel gekommen sind, stehen wir momentan auch. Wir tun uns schwer, einen Schritt nach vorne zu machen“, ärgerte sich Vettel nach dem Großen Preis von Spanien. Mick Schumacher landete in seinem vierten Formel-1-Rennen in Barcelona lediglich auf dem 18. Rang, nur sein Teamkollege Nikita Mazepin war langsamer. Eine Woche zuvor jubelte der 22-Jährige noch über sein erstes Überholmanöver in der Königsklasse.

Aber: In der Tabelle der schnellsten Rennrunden landete Schumi jr. in Barcelona auf Platz zwölf - vor Vettel. Mick fuhr in der 54. Runde eine Zeit von 1:22,637 Minuten, sein schnellster Umlauf des Rennens. Der Heppenheimer setzte im Aston Martin seine beste Zeit zwei Runden später: 1:22,820 Minuten, rund 0,15 Sekunden langsamer.

Doch wie hat Mick das im schwachen Haas-Boliden geschafft? Die einfache Erklärung: Beide hatten nach ihren zweiten Stopps frische Reifen und relativ wenig Sprit im Tank. Schumi hatte aber freie Fahrt, während Vettel im Verkehr gegen seine Gegner kämpfte. „Ich kann nicht bewerten, was bei den anderen Fahrern war. Ich würde nicht sagen, dass das einen Rückschluss auf seinen Speed zulässt. Mit unserem Auto ist im Moment nicht viel drin“, relativierte Haas-Teamchef Günther Steiner den kleinen Erfolg seines Schützlings jedoch bei Bild.

Mick Schumacher schon schneller als Mentor und Freund Vettel

Dass der Rookie eine schnellere Rundenzeit hinlegt als der Ex-Weltmeister darf trotzdem als faustdicke Überraschung angesehen werden. Mick ist eindeutig im Aufwind, für Vettel geht der Abwärtstrend auch beim neuen Team weiter. Obwohl der 33-Jährige nun wieder einmal von einem Schumacher geschlagen wurde, dürfte er nicht sonderlich böse auf den Sohn von Rekord-Weltmeister Michael Schumacher sein.

„Man nennt es Freundschaft. Das ist unser Verhältnis zueinander. Da braucht man kein anderes Wort erfinden“, sagte Vettel kürzlich bei RTL. Zuvor hatte sich Mick über Vettels Unterstützung dankbar gezeigt: „Zu wissen, immer jemanden zu haben, der einem Ratschläge geben kann, die mir nicht nur hier, sondern auch im privaten Leben helfen kann, ist sehr wichtig für mich.“ In knapp zwei Wochen treffen sich die beiden Freunde wieder an der Rennstrecke in Monaco. Dann hofft Vettel auf die ersten Punkte im Aston Martin - oder ist er etwa nur Erfüllungsgehilfe seines Teamkollegen Lance Stroll? (ck)

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