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Formel 1: Mick Schumacher fährt um seine Zukunft

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Der Verbleib bei Haas oder ein Wechsel für Alpine. Beide Optionen haben Vor- und Nachteile für Mick Schumacher, er hält sich bislang bedeckt.

Spa - Ist das der nächste Zug im Vertragspoker zwischen dem Haas-Rennstall und Mick Schumacher (23)? Das US-Team hat jetzt angekündigt, Antonio Giovinazzi in den ersten freien Trainings der GPs von Italien und den USA fahren zu lassen. Denn das heißt: Kevin Magnussen und Mick Schumacher müssen dann je einmal aussetzen.

Mick Schumacher: Zwei Optionen gibt es in der Formel 1 für ihn

Die Ankündigung im Vorfeld des Spa-Rennens am Sonntag (28. August, 15 Uhr, Sky) kommt mitten in der heißen Transferphase rund um Mick. Der Sohn von Rekordweltmeister Michael Schumacher (53) hat noch keinen Vertrag für 2023, aber zwei realistische Optionen. Erstens: ein Verbleib bei Haas, wo er seine dritte Saison fahren und Ferrari verbunden bleiben würde. Zweitens: ein Wechsel zu Alpine, wo Fernando Alonso Platz gemacht hat.

Sebastian Vettel berät Mick Schumacher

Schumacher spielt derzeit mit verdeckten Karten, äußert sich nicht öffentlich zu seiner Zukunft. Passen würde ein Vertrag bei Alpine aber durchaus. Deren Star Esteban Ocon ist neben Sebastian Vettel Schumachers bester Freund in der Formel 1. Sein Nachname würde der aufstrebenden Sportwagen-Marke aus dem Renault-Konzern guttun, zudem ist Teamchef Otmar Szafnauer eng befreundet mit Schumacher-Mentor Vettel. Er hört auf dessen Meinung. Und dazu passt auch: Vettel soll seinem Schützling nach tz-Informationen geraten haben, die Ferrari-Juniorakademie zu verlassen, um ein freier Klient auf dem Markt zu sein.

Vielleicht auch deshalb lassen Ferrari und Haas jetzt die Muskeln spielen. „Wir sind glücklich, dass Antonio zu uns zurückkehrt“, betont Haas-Teamchef Günther Steiner. Als Ersatzfahrer der Scuderia ist Erfahrung in einem aktuellen Rennwagen natürlich wichtig – und nebenbei könnte der Italiener so auch auf ein Haas-Cockpit 2023 vorbereitet und im Vergleich mit Mick Schumacher getestet werden. Steiner will die nächsten Rennen in Spa, Zandvoort und Monza nutzen, um Schumi jr. noch besser bewerten zu können. Dafür kann Mick auch auf Fortschritte bei Haas hoffen: Magnussen und er bekommen nun das komplette Paket mit Neuerungen für ihre Autos. Erste Updates waren vor der Sommerpause in Ungarn nur am VF-22 von Magnussen getestet worden.

Mick Schumacher: „Wir mussten eine Art Reset machen.“

Mick geht mit breiter Brust in die heiße Saisonphase, nach zwei schweren Crashs in Dschidda und Monaco hat er sich gefangen und inzwischen zwölf Punkte eingefahren. „Ich wusste, dass ich etwas unternehmen muss, um meine Performance zu verbessern“, sagt er rückblickend bei Autosport. Damit meint er aber nicht seinen Status als Sohn von Rekordweltmeister Michael Schumacher, sondern seine eigenen Gefühle für die Königsklasse. Mick: „Ein großer Teil ist, dass ich den Sport liebe. Also habe ich mich wirklich darauf konzentriert und mir gesagt: Okay, ich tue das, weil ich es liebe. Und wenn ich es nicht machen möchte, dann muss ich es nicht machen.“

Zudem äußert er auch leichte Kritik am Team. „Ich glaube, dass wir uns zu Beginn des Jahres beim Set-up etwas verlaufen haben“, erklärt Schumacher. „Wir mussten eine Art Reset machen und von vorne anfangen.“

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