Rennkurs mit Geschichte

Monaco: Der Formel-1-Stadtkurs ist ein Klassiker

Ein Silberpfeil auf dem Stadtkurs in Monte Carlo
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Ein Silberpfeil auf dem Stadtkurs in Monte Carlo

Der Stadtkurs in Monaco ist fester Bestandteil der Formel 1. Inmitten von Häuserschluchten erwartet die Fahrer eine anspruchsvolle Rennstrecke.

  • Der Große Preis von Monaco steht in der Geschichte der Formel 1 für Rekordsieger und die kürzeste Streckenlänge.
  • Der Stadtkurs durch Monte Carlo liegt mit einer Rennlänge etwa 260 Kilometern unter der vorgeschriebenen Mindestdistanz.
  • Zu den Siegern auf dem Circuit de Monaco gehört Michael Schumacher, Rekordsieger ist Ayrton Senna.

Monte Carlo - Der Große Preis von Monaco gilt mit seiner Geschichte als eine der bekanntesten Strecken der Formel 1. Die Strecke heißt im Französischen Circuit de Monaco und kann auf Google Maps eingesehen werden. In dem zweitkleinsten Stadtstaat weltweit startete die Rennserie erstmals 1950, ab 1955 fand sie regelmäßig statt. Zahlreiche Straßen im Fürstentum werden für das Rennen gesperrt. Der Stadtkurs führt unter anderem vorbei an der prominenten Spielbank Monte Carlo. Beim ersten Rennen im Jahr 1950 erreichte der Sieger Juan Manuel Fangio (84, 1995) einen Schnitt von 98,701 km/h. Demgegenüber war Fernando Alonso 2007 (38) mit einem Schnitt von 159,552 km/h bislang schnellster auf der Streckenlänge. 39 Fahrer fuhren jeweils die schnellste Rennrunde einer Saison, Michael Schumacher (51) gelang diese Leistung fünfmal. 35 Fahrer waren Sieger in Monaco, darunter der Rekordsieger Ayrton Senna (34, 1994). Nach absolvierter Rennlänge parkten die drei besten Fahrer ihre Autos für die Siegerehrung lange Zeit direkt vor der Fürstenloge. Erst 2017 wurde ein Podium eingeführt.

Circuit de Monaco: Herausforderung für die Fahrer der Formel 1

Den Stadtkurs in Monaco kennzeichnen neben seiner langen Geschichte weitere Besonderheiten wie die mit 3,337 km kürzeste Streckenlänge in der Formel 1. Die Strecke verläuft durch die Bezirke Monte Carlo und La Condamine und führt am Hafen vorbei. Die gesamte Rennlänge in Monaco von 260,286 km über 78 Runden ist die kürzeste in der Formel 1. Dies ergibt sich aus der geringen Durchschnittsgeschwindigkeit von etwa 150 km/h. So kann die von der FIA (Federation Internationale de l'Automobile), dem internationalen Dachverband des Automobils, vorgeschriebene maximale Renndauer zumindest bei trockenen Bedingungen erreicht werden.

In den engen und kurvigen Straßen müssen die Fahrer häufig zwischen Bremsen und Beschleunigen wechseln. Durchschnittlich schalten sie alle zwei Sekunden. Um Sieger oder gar Rekordsieger zu werden, ist fahrerisches Können gefragt. Kennzeichen für den Circuit de Monaco sind:

  • 1482 Kurven
  • zahlreiche Bodenunebenheiten
  • praktisch keine Überholmöglichkeiten

Sieger und Rekordsieger beim legendären Grand Prix

Zu den Siegern in der Formel 1 auf dem Stadtkurs durch Monte Carlo zählen bekannte Fahrer wie Jackie Stewart (81), Nicki Lauda (70, 2019) und Alain Prost (65). In der Geschichte des Grand Prix sticht als erster Mehrfachsieger der Brite Graham Hill (46, † 1975) heraus. In den 1960er Jahren gelangen ihm fünf Siege auf dem Circuit de Monaco, dreimal für das Team British Racing Motors und zweimal für den Rennstall Lotus. Mit sechs Triumphen absolvierte der Brasilianer Ayrton Senna die Rennlänge im Fürstentum als Rekordsieger. Er siegte 1987, 1989, 1990, 1991, 1992 und 1993. Fünf Siege auf der kürzesten Streckenlänge der Formel 1 erreichte Michael Schumacher in den 1990er Jahren und 2001. Eines der kuriosesten Rennen in der Geschichte des Grand Prix in Monaco lief 1996. Bei Regen kamen nur drei Autos ins Ziel, sieben erlangten WM-Punkte. Am Ende siegte der Franzose Olivier Panis (56), der Triumph blieb sein einziger Sieg in der Königsklasse.

Von Sünje Knutzen

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