Offene Worte des Fahrers

Formel 1: Karriere beendet! Deutscher Pilot macht Schluss - „Leben geht weiter“

Bald zusammen bei Aston Martin? Sebastian Vettel (l.) und Nico Hülkenberg.
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Viele Jahre gemeinsam in der Formel 1: Sebastian Vettel (l.) und Nico Hülkenberg.

In den letzten Tagen machten einige Formel-1-Teams ihre Fahrer-Neuverpflichtungen für die kommende Saison bekannt. Ein deutscher Pilot ging dabei leer aus.

Emmerich - Mit den angekündigten Wechseln von George Russell zu Mercedes, Alex Albon zu Williams und Valtteri Bottas zu Alfa Romeo füllen sich die Cockpits der Formel-1-Teams für 2022. Der Deutsche Nico Hülkenberg, der besonders im vergangenen Jahr als Ersatzfahrer bei Racing Point auf sich aufmerksam machte, hatte trotz der vielen Verpflichtungen das Nachsehen. Mit einer überraschenden Ankündigung beendete der Pilot am Donnerstag die Spekulationen um seine Person.

Formel 1: Nico Hülkenberg mit einschneidender Entscheidung - „wäre die letzte Option gewesen“

Der insgesamt 179-fache Grand-Prix-Starter sprach gegenüber Bild.de über die Situation für die anstehende Saison und machte klar, dass er sich keine Chancen auf einen Stammplatz in der Formel 1 ausrechne. Jüngste Gerüchte brachten Hülkenberg mit einem Wechsel zu Alfa Romeo in Verbindung, allerdings verstärkten sich die Italiener bereits mit Bottas. Ein Platz ist allerdings noch unbestätigt.

„Es gibt keine Gespräche mit Alfa Romeo“, legte der 34-Jährige nun offen. „Das wäre ja die letzte Option auf einen festen Sitz 2022 gewesen, nachdem alle anderen Cockpits vergeben sind“, erklärte er. In der laufenden Saison ist der gebürtige Emmericher noch Ersatzfahrer bei Sebastian Vettels Team Aston Martin, Hoffnung auf einen sportlichen Aufstieg zum neuen Jahr hat er aber scheinbar nicht.

Formel 1: Nico Hülkenberg hat bereits „spannenden Anfragen“ - Pilot hält einen Negativrekord

Einen Job als TV-Experte hat Hülkenberg bereits, seiner berufliche Zukunft sieht er sonst entspannt entgegen. „Das Leben geht weiter. Ich habe spannende Anfragen aus anderen Serien und gerade keine Eile, eine Entscheidung zu treffen“, meinte der Motorsportler. Auch privat kommt neu Verantwortung auf ihn und seine Ehefrau Egle zu, das Paar erwartet derzeit die Geburt eines kleinen Mädchens.

Hülkenberg war seit seinem Debüt in der Eliterennserie im Jahr 2010 für insgesamt fünf Rennställe im Einsatz, in seinen 179 Rennen gelang ihm kein einziger Sieg. Bis heute hält er damit einen Negativrekord der Formel 1, auch aufs Podium schaffte es der sympathische Pilot bei keinem seiner Starts in der Königsklasse. „Hulk“ bekommt höchstwahrscheinlich auch keine Gelegenheit mehr, seine Statistik auszubauen. (ajr)

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