Bald drei Deutsche in der Königsklasse?

Hülkenberg-Hammer in der Formel 1: Top-Team klopft an - jagt er bald Hamilton und Verstappen?

Nico Hülkenberg hat aktuell kein festes Cockpit in der Formel 1. Als Ersatzfahrer macht er aber auf sich aufmerksam - weshalb ein Flirt nun immer heißer wird.

  • Nico Hülkenberg darf sich Hoffnungen auf ein Formel-1-Cockpit in der kommenden Saison machen.
  • Immer wieder wird der Deutsche mit Red Bull in Verbindung gebracht.
  • Dort ist man auf Verstappen-Kollege Alexander Albon aktuell nicht sonderlich gut zu sprechen.

Emmerich - Spannung in der Formel 1? Wenn es um Punkte und Titel geht - Fehlanzeige! Lewis Hamilton wird auch 2020 Weltmeister, den Konstrukteurs-Titel haben die Silberpfeile bereits in der Tasche. Mercedes-Teamkollege Valtteri Bottas wird wohl Zweiter, dann folgt Max Verstappen im einzigen Wagen, der wohl noch mithalten kann: Red Bull.

So wirklich spannend sind da schon eher die Konstellationen im Fahrerlager. Wer fährt in Zukunft für welches Team? Die Spekulationen um Sebastian Vettel zogen sich über Monate, auch bei Mick Schumacher wird fleißig diskutiert. Und dann gibt es da noch einen dritten Deutschen, der immer wieder mit einem Cockpit in der Formel 1 in Verbindung gebracht wird: Nico Hülkenberg.

Nico Hülkenberg hofft auf eine Rückkehr in die Formel 1.

Nico Hülkenberg vor Formel-1-Comeback? Spur zu Red Bull wird immer heißer

Der Emmericher verfügt über jahrelange Erfahrung in der Formel 1, bekam für die laufende Saison aber keinen festen Platz. Dafür machte der „Hulk“ aber als Ersatzfahrer auf sich aufmerksam. Zweimal konnte er 2020 für Racing Point starten, insgesamt sammelte der 33-Jährige zehn WM-Punkte. Brutal: Sebastian Vettel, der die komplette Saison für Ferrari fährt, hat aktuell (5. November) nur acht Zähler mehr.

Hülkenbergs Zuverlässigkeit wird im Fahrerlager geschätzt. Und nicht nur deshalb ist der Deutsche ein ernstes Thema bei Red Bull. Dort brilliert Max Verstappen mit Top-Leistungen, Teamkollege Alexander Albon manövriert sich regelmäßig selbst ins Aus - wie zuletzt in Imola, wo er zum dritten Mal in Folge nicht in die Punkte fuhr. Teamchef Christian Horner meinte danach vielsagend: „Es ist frustrierend, dass er wieder ohne Punkte nach Hause kommt. Für ihn und das Team.“ Steht deshalb bald ein Tausch an?

Formel 1: Nico Hülkenberg bald bei Red Bull im Cockpit?

Racing-Point-Boss Otmar Szafnauer sieht gute Chancen für Hülkenberg und bringt gleichzeitig Sergio Perez ins Gespräch. Der Mexikaner wird in der kommenden Saison nicht mehr für Racing Point (dann Aston Martin) fahren und wäre somit frei. „Beide haben die geistige Fähigkeit und die geistige Härte, um neben Max zu bestehen. Das haben beide“, meinte Szafnauer zu einem Red-Bull-Wechsel von Hülkenberg oder Perez.

Setzt Horner also bald auf einen Fahrer neben Verstappen, der nicht aus dem Red-Bull-Lager kommt? Gut für den „Hulk“: Er kommt bestens mit dem niederländischen Top-Fahrer zurecht. Verstappen selbst sagte jüngst: „Nico ist ein großartiger Typ. Was er am Nürburgring geleistet hat, war großartig. Ich denke, er wäre ein guter Teamkollege, aber es ist nicht meine Entscheidung.“

Pikant: Als Hülkenberg auf dem Nürburgring bei Racing Point für Lance Stroll eingesprungen war, wäre auch Red Bull eine Option gewesen. Red-Bull-Motorsportberater Helmut Marko hatte Hülkenberg bereits kontaktiert und als Ersatzfahrer angefragt, da Albon ein unsicheres Corona-Testergebnis aufwies. Letztlich konnte der Brite mit thailändischen Wurzeln aber doch starten. Vielleicht ersetzt der Hulk ihn auf lange Sicht aber ja doch noch. (akl)

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