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Vettel-Ersatz Hülkenberg verabschiedet sich rührend von seiner wenige Monate alten Tochter

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Weil Sebastian Vettel mit Corona ausfällt, wird in Bahrain Aston-Martin-Ersatzfahrer Nico Hülkenberg sein Vertreter. Er verabschiedete sich von seiner Tochter.

Emmerich - Am Sonntag startet die neue Formel-1-Saison mit dem Großen Preis von Bahrain (hier im Live-Ticker). Beim Auftakt in neue Jahr musste Sebastian Vettel bereits den ersten Dämpfer hinnehmen, aufgrund einer Coronavirus-Infektion fällt der viermalige Weltmeister für das Rennwochenende im Persischen Golf aus. Für den 34-Jährigen springt Ersatzfahrer Nico Hülkenberg ein, der seit Oktober 2020 nicht mehr in der Königsklasse startete. Der Emmericher tritt damit seine erste Dienstreise zu einem Rennen als junger Familienvater an und musste sich von seinen Liebsten verabschieden.

Formel 1: Nico Hülkenberg mit emotionalem Instagram-Beitrag zu seiner „Routine“ - DFB-Spieler reagiert

Am Donnerstag postete Hülkenberg Fotos seiner „Hulkenback-Routine“ als Ersatzpilot. Auf dem ersten Bild ist der 34-Jährige beim Telefonieren zu sehen, im nächsten packt er bereits seine Koffer für die Abreise nach Bahrain. Das dritte Foto ist das persönlichste, Hülkenberg nimmt seine Tochter Noemi Sky, die Ende September vergangenen Jahres zur Welt kam. Eine starke Pose im Aston-Martin-Rennanzug rundet den Beitrag des 179-fachen Formel-1-Starters ab. Der 15-fache Nationalspieler Kevin Volland und TV-Moderator Joko Winterscheidt reagierten zudem unterstützend auf den Post.

Nach seinem Abflug nach Manama meldete er sich per Instagram-Story an seine Fans. „Hülkenberg 3.0. Diesmal wurde ich zumindest am Donnerstagmorgen über meinen Einsatz informiert. Ich stehe gerade in Amsterdam und steige gleich in meinen Flieger nach Bahrain“, so der ‚Hulk‘. „Ich bin sehr aufgeregt, die neuen Autos auszuprobieren und wieder Teil davon zu sein. Es wird ein wildes Wochenende. Seb (Vettel, Anm.) zu ersetzen wird nicht einfach, aber ich werde alles geben. Gute Besserung, Seb!“

Nico Hülkenberg muss gleich beim ersten Rennen der Saison 2022 als Ersatzfahrer ran.
Nico Hülkenberg muss gleich beim ersten Rennen der Saison 2022 als Ersatzfahrer ran. © Florent Gooden/imago-images

Formel 1: Nico Hülkenbergs letzte Rennen liegen länger zurück - dabei feierte er zwei Achtungserfolge

Für Hülkenberg ist dieser Ablauf Teil des Jobs, bereits 2020 war er zweimal im Einsatz, damals noch für Racing Point. In zwei Rennen ersetzte er Sergio Perez und einmal Lance Stroll, beide Male mussten die Piloten aufgrund von Corona-Infektionen passen. Bei seinen Rennen zeigte sich der Deutsche in Form und feierte mit einem siebten sowie einem achten Platz zwei Achtungserfolge. Anders als bei den vergangenen Einsätzen, bei denen er deutlich weniger Vorbereitungszeit hatte, konnte Hülkenberg diesmal eine relativ gelassene Anreise genießen.

In Bahrain wird es allerdings stressig, zunächst steht nämlich der Jump-Test des Motorsport-Weltverbandes FIA an, bei dem Hülkenberg beweisen muss, dass er innerhalb von 15 Sekunden aus dem Wagen kommt. Auch eine Sitzprobe muss der Fahrer vor dem ersten Training hinter sich bringen.

Formel 1: Wenig Druck für Nico Hülkenberg - Aston Martin vergangenes Jahr nur Mittelmaß

Für Hülkenberg könnte der gänzlich unbekannte Bolide zur Herausforderung werden, bislang konnte er diesen noch nicht fahren. Lediglich dreimal soll er diesen am Simulator in England getestet haben, wie aus einem Bericht von n-tv hervorgeht. Er ist in Bahrain also der unberechenbarste im Fahrerfeld der Formel 1.

Dies könnte ihn jedoch wieder zur positiven Überraschung machen, viel Druck sollte er aufgrund des Kaltstarts ohnehin nicht verspüren. Für Aston Martin ging es bereits im vergangenen Jahr in keiner Phase der Saison um den Titel, Sebastian Vettel landete in der Gesamtwertung einen Platz vor seinem Teamkollegen Lance Stroll auf Rang 12.

Formel 1: Vettel-Rückkehr noch ungewiss - Aston-Martin-Fahrer will sich am Dienstag freitesten lassen

Wann Vettel zurückkommt ist indes noch ungewiss, dem Bericht zufolge wird sich der Heppenheimer ab Dienstag versuchen, sich freizutesten. Mittwoch oder Donnerstag könnten mit Blick auf das zweite Saisonrennen in Saudi-Arabien wohl auch noch reichen. Sollte er seine Quarantäne nicht verlassen können, wird Hülkenberg eine weitere Woche vertreten - weit Weg von der Familie. (ajr)

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