Harte Vorwürfe des 22-Jährigen

Skandal-Pilot Mazepin ätzt gegen „heuchlerische“ Formel 1 und Teamkollegen Mick Schumacher

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Nikita Mazepin und Mick Schumacher beim vergangenen Grand Prix in Österreich.

Nikita Mazepin verscherzt es sich zunehmend in der Formel 1. Nun äußert er erneut schwere Vorwürfe und beklagt eine Ungleichbehandlung seiner Person.

London - Innerhalb des Haas-Teams scheint es bereits länger Spannungen zu geben, besonders Mick Schumachers Teamkollege Nikita Mazepin sorgt regelmäßig für negative Schlagzeilen. Im Nachgang des Großen Preises von Österreich teilte er in einem Interview sogar gegen Schumi Junior aus und kritisierte die gesamte Formel 1.

Formel 1: Mazepin ätzt gegen Teamkollegen Mick Schumacher - „Wenn man einen großen Namen vorzuweisen hat...“

In einem Interview mit dem Portal The Race warf Mazepin der Rennserie vor, mit zweierlei Maß zu messen und versuchte, dies anhand eines Beispiels festzumachen. Sebastian Vettel wurde nach seiner Strafe beim Qualifying in Österreich für sein Vergehen gegen Fernando Alonso zwar um drei Plätze zurückgestuft. Jedoch fiel der Spott um seine Person aus, anders als bei ähnlichen Aktionen von Mazepin.

„Ich denke einfach, dass die Formel 1 eine sehr heuchlerische Welt ist, und wenn man einen großen Namen und viele Weltmeisterschaften vorzuweisen hat, wird man für seine Aktionen weniger kritisiert“, bemängelt der Russe und schießt dabei auch gegen seinen Teamkollegen. Mick Schumacher eilt sein Name voraus, was an Mazepin offenbar nicht spurlos vorbei geht.

Der 22-Jährige konnte in seiner Premieren-Saison in der Königsklasse sportlich weniger auf sich aufmerksam machen als durch seine Eskapaden neben der Rennstrecke. Gemeingefährliche Manöver und arrogantes Verhalten ließen Mazepins Kritiker regelmäßig aufhorchen. Bereits vor seinem Start in der Formel 1 wurde er Ende vergangenen Jahres Mittelpunkt eines Sexismus-Skandals, den er selbst inszenierte, als er eine Frau begrapschte.

Formel 1: Nicht die ersten wilden Vorwürfe von Mazepin - Skandal-Pilot macht Kritik an seiner Herkunft fest

Doch der Milliardärssohn, dessen Vater Dimitri Mazepin den Rennstall seines Sprösslings mit großzügigen finanziellen Zuwendungen unterstützt, sieht die Schuld oftmals nicht bei sich. Wie er Anfang des Jahres behauptete, hält er es für eine „Tatsache, dass Russen anders behandelt werden“ und warf Kritikern unterschwellig rassistische Tendenzen vor. „Alle russischen Fahrer bekommen diese Kritik, diesen Hass“, meinte er damals angesprochen auf die negativen Berichte gegen seine Person.

Mazepin konnte in der laufenden Saison lediglich einmal Rang 14 ergatten, ansonsten fuhr er oftmals nur hinterher. Die klagenden Töne bleiben weiterhin das einzige, das beim Bad Boy der Königsklasse an Fahrt aufnimmt. (ajr)

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