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Sensation in der Formel 1? Deutscher Auto-Gigant vor Einstieg - „Sie meinen es ernst“

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Von: Marc Dimitriu

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Womöglich fährt bald auch ein VW-Bolide über die Formel 1 Rennstrecken.
Womöglich fährt bald auch ein VW-Bolide über die Formel 1 Rennstrecken. © Andre Penner/AP/dpa

Gibt es bald einen neuen Rennstall in der Formel 1? Offenbar erwägt ein deutscher Auto-Gigant den Einstieg in die Königsklasse.

Wolfsburg - Das wäre eine Sensation! Der deutsche Autohersteller VW denkt wohl über einen Einstieg in die Formel 1 nach. Einer ist sich jedoch schon jetzt ganz sicher, dass es wohl so kommen wird: Williams-CEO Jost Capito. Er war selbst von 2012 bis 2016 Motorsportdirektor von Volkswagen. Er führte das Team zum Weltmeistertitel in der Fahrer- und Teamwertung der WRC.

Williams-CEO Jost Capito sicher: VW will in Formel 1 einsteigen

Wie Motorsport.com berichtet, ist er sicher, dass sie den Einstieg in die Formel 1 planen: „Sie haben an den Diskussionen über die Motorenregulierung teilgenommen, und ich glaube nicht, dass sie ihre Zeit damit verschwenden, zu diesen Treffen zu gehen, vor allem wenn der CEO zu diesen Treffen kommt, wenn sie es nicht ernst meinen würden. Aber letztendlich hängt es davon ab, wie die endgültigen Regeln aussehen.“

Mit Blick auf die Ambitionen von Volkswagen sagte er: „Es hängt sehr stark vom Reglement ab, und das Motorenreglement für 2026 ist noch nicht veröffentlicht. Ich denke, dass alles darauf ankommt.“

Formel 1: VW mit eigenem Rennstall oder Kooperation mit anderem Team?

Allerdings ist Medienberichten zufolge noch unsicher, wie VW einsteigen will. So könnten der Konzern mit einer seiner Tochterfirmen, also entweder mit Porsche oder Audi, einen Rennstall starten. Die Chefs der beiden Marken haben laut motorsport-total.com in diesem Jahr an einem Treffen mit Formel-1-Offiziellen teilgenommen.

Thomas Laudenbach, Vizepräsident von Porsche-Motorsport, sagte erst kürzlich, dass die Bedingungen für einen Einstieg der deutschen Marke jetzt „wahr werden“, dass man aber mit einer endgültigen Entscheidung „nicht zu lange warten“ könne.

Womöglich wird es am Ende aber auch nur eine Kooperation von VW mit einem bereits bestehenden Rennstall. Capito erklärte: „Ich weiß, dass es mit einem bekannten Team immer schwierig ist, besonders mit einem deutschen Team mit all den gewerkschaftlichen Vorschriften. Man kann nicht wirklich ein Rennteam betreiben. Das ist der Grund, warum Audi in der Vergangenheit mit anderen Teams kooperierte, genauso wie BMW. Weil es sehr schwierig ist, ein Werksteam zu führen.“

Der Williams-CEO spekulierte weiter: „Vielleicht ist es einfacher, wenn es im Ausland ist. Ich weiß es wirklich nicht. Wenn man sich den Volkswagen-Konzern anschaut, hatten sie in der Vergangenheit verschiedene Strategien.“ Derweil ist die Trauer bei dem Rennstall Williams groß, der Gründer Frank Williams ist gestorben. (md) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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