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Gravierende Regeländerung in der Formel 1

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Von: Marius Epp

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Der Reifenverschleiß entscheidet in der Formel 1 nicht selten Rennen.
Der Reifenverschleiß entscheidet in der Formel 1 nicht selten Rennen. © Peter Steffen/dpa

In der Formel 1 wird sich zur neuen Saison ohnehin viel ändern. Nun kündigte die FIA eine weitere gravierende Anpassung an - sie betrifft die Reifen.

München - Lange dauert es nicht mehr, bis die stärksten Motoren des Rennsports wieder röhren: Die neue Formel-1-Saison steht vor der Tür. Am 20. März steigt das erste Rennen in Bahrain - und so langsam enthüllen die Teams ihre neuen Boliden. Die Reglement-Änderungen für die Saison 2022 sind schon historisch umfassend, nun stellte die FIA eine weitere Neuerung vor.

Im Mittelpunkt stehen dabei die Reifen. Seit 2014 dürfen die ersten zehn Autos der Startaufstellung ihre Reifenmischung nicht frei wählen. Sie mussten mit der Mischung, die sie in Q2 verwendet hatten, an den Start gehen. Ab Platz elf war die Reifenwahl dann frei. Diese Regel entfällt zur kommenden Saison.

Formel 1: Reifenwahl künftig wieder für alle frei

Doch warum wurde sie überhaupt eingeführt? Der Motorsportverband wollte mit der Regel ursprünglich für mehr Spannung und eine größere Abwechslung in der Spitzengruppe sorgen. Und verhindern, dass alle Teams mit derselben Strategie an den Start gehen. Doch die Anpassung brachte nicht die gewünschte Wirkung.

Das Hauptproblem lag im Leistungsgefälle: Die besten Teams überstanden die zweite Qualifying-Runde meist auch mit der härteren Mischung problemlos, sodass sie im Endeffekt doch freie Reifenwahl hatten. Die kleineren Teams mussten jedoch pokern: Wählte man die weicheren Reifen, hatte man zwar bessere Chancen auf einen Startplatz unter den ersten Zehn, musste den Vorteil aber im Rennen oft direkt wieder aufgeben, weil die Verfolger ab Platz elf die langlebigeren Reifen wählen durften.

Formel 1: Sorgt Regeländerung für spannendere Rennen?

Die abgeschaffte Regel könnte das Feld durchaus etwas durcheinanderwirbeln. Vor allem schwächere Teams könnten davon profitieren, weil sich die schnelleren Teams nicht mehr mit den langsameren Reifen durch die Quali „mogeln“ können. Bereits in dieser Saison hatte man sich an die Abschaffung angenähert, bei Rennwochenenden mit Sprint-Rennen als Qualifying galt die Regel nicht.

Bessere Chancengleichheit ist einer der zentralen Ziele des neuen Reglements. Ob die Teams künftig wirklich näher beieinander liegen, wird sich zeigen. Red Bull und Mercedes mussten jedenfalls einen frühen Rückschlag hinnehmen. (epp)

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