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Formel 1: Alle neuen Regeln zur Saison 2022 im Überblick

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Am 20. März 2022 startet die Formel 1 in Bahrain in eine neue Saison © IMAGO

Im März 2022 startet die Formel 1 in eine neue Saison. Alle Infos über anstehende Änderungen, Sprintrennen, modifizierte Reifen und regelbare Luftwiderstände.

Paris – Wie alle vorherigen Serien der Königsklasse steht auch die Saison 2022 der Formel 1 unter der Aufsicht der FIA. Hinter der Abkürzung verbirgt sich die Fédération Internationale de l‘Automobile, eine seit dem Jahr 1905 bestehende Dachorganisation. Das Komitee mit Sitz in Paris fördert gleichermaßen den Kraftverkehr wie den Automobilsport. Diverse Automobilclubs und Motorsportvereine sehen sich durch die FIA repräsentiert. Der Zusammenschluss veranstaltete im Jahr 1950 erstmals eine komplette F1-Saison. Um einen fairen Wettbewerb zu gewährleisten, bedarf es eines verbindlichen Regelwerks.

Die Formel-1-Regeln: Die Saison 2022

Die grundsätzlichen Regeln der Formel 1 bleiben in der Saison 2022 unangetastet ‒ so auch der Rennkalender. Folglich ereignen sich zwischen dem 20. März und dem 20. November insgesamt 23 Rennen an 23 verschiedenen Orten. Gefahren wird an den Wochenenden, wobei das eigentliche Rennen immer sonntags stattfindet. Die vorangehenden Freitage und Samstage sind für Trainingsfahrten und das Qualifying reserviert. Letzteres entscheidet über die Startaufstellung am Renntag. Sämtliche Modifizierungen betreffen die technischen Details der Fahrzeuge.

Die Formel-1-Regeln: Änderungen 2022

Die Formel 1 unterliegt in der Saison 2022 einigen Änderungen. Beispielsweise plant man eine Reduzierung des Abtriebs um 20 Prozent. Dies hat mehr Überholvorgänge zur Folge, was ausdrücklich gewünscht ist, denn es soll mehr Bewegung ins Fahrer- beziehungsweise Fahrzeugfeld kommen. Zudem setzt die Formel 1 künftig auf die Vereinheitlichung von Einzelteilen. Soll heißen, dass Aufhängungen und Antriebswellen ebenso vereinfacht werden wie Federn und Radmuttern. Das lässt die Konkurrenz enger zusammenrücken, denn finanzstarken Teams wird ein entscheidender Vorteil genommen – auch durch das Verbot hydraulischer Steuerungen, das sich um die zwingende Beibehaltung eines Getriebedesigns für fünf Jahr ergänzt sieht.

Die Königsklasse wird klimaneutral

Darüber hinaus erfahren die Boliden eine Erhöhung ihres (Mindest-)Gewichts um 52 Kilo. Hintergrund sind schwerere Reifen, ein Verbot leichter Materialien und eine deutlich verbesserte Sicherheit. Alle Komponenten lassen das Gewicht ansteigen. Zudem möchte die Formel 1 bis 2025 klimaneutral werden, was den sofortigen Einsatz von Biokraftstoff nach sich zieht. Die mit E10 betriebenen Motoren wiegen nun 150 statt 145 Kilo. Nachfolgend alle Änderungen im Überblick:

Zudem steigt das Mindestgewicht des Autos von 743 auf 795 Kilo.

Die Formel-1-Regeln: Sprintrennen

In der Saison 2022 wird es in der Formel 1 an drei Rennwochenenden ein sogenanntes Sprintrennen geben. Diese Regel wurde bereits im Jahr 2021 erfolgreich getestet. Bei den Sprintrennen handelt es sich um ein 100 Kilometer umfassendes Rennen, das am Samstag stattfindet. Der Sieger des Sprints erhält 8 Punkte. Dies bedeutet im Umkehrschluss, dass die Pole Position für das sonntägliche Rennen bereits am Freitag im vorgezogenen Qualifying ausgefahren wird. Die drei Sprintrennen im Jahr 2022 finden im italienischen Imola, im österreichischen Spielberg und im brasilianischen São Paulo statt.

Die Formel-1-Regeln: Reifen

Eine Neuregelung innerhalb der Formel 1 betrifft die Reifen. Der Felgenumfang steigt von 13 auf 18 Zoll. Dadurch erhöht sich der Durchmesser von 670 auf 725 Millimeter. Auch die Bremsscheiben nehmen an Wucht zu. Sie umfassen nunmehr 330 Millimeter (vorher 278). Ein Tricksen ist nicht länger möglich, denn alle Felgen kommen vom gleichen Hersteller.

Die Formel-1-Regeln: DRS

Eine weitere Formel-1-Neuerung betrifft die Einführung des DRS (Drag Reduction System). Es handelt sich um ein System, das den Luftwiderstand vermindert. Ein beweglicher Heckflügel ermöglicht die Reduktion von Luftverwirbelungen und erleichtert gleichzeitig den Überholvorgang. Sobald der Fahrer das Bremspedal benutzt, deaktiviert sich das System, das nur auf trockener Fahrbahn verwendet werden darf.

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