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Formel 1: Schumi chancenlos - Vettel tragisch

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Der Australier Mark Webber sorgte gleich zu Beginn des Rennens für dicke Luft.

Sachir - Michael Schumacher hat bei seiner Rückkehr das Podium klar verpasst und musste chancenlos den Doppelerfolg seines Ex-Teams Ferrari mitansehen.

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Großer Pechvogel beim Sieg von Fernando Alonso vor Felipe Massa beim Großen Preis von Bahrain war Sebastian Vettel: Der Red-Bull-Pilot sah in der Hitzeschlacht lange wie der sichere Sieger aus, ehe er wegen eines Leistungsverlustes des Motors kampflos zurückfiel. Rang vier war ein schwacher Trost Vettel. Damit erlitt der WM-Anwärter gleich beim Saisonauftakt der Formel 1 einen herben Rückschlag im Titelrennen. Nico Rosberg belegte am Sonntag in Sachir den fünften Platz vor seinem Mercedes-Teamkollegen Schumacher.

Formel 1: Saisonauftakt in Bahrain - die besten Bilder

Sehen Sie hier die besten Bilder des Saisonauftakts der Formel 1 in Bahrain. Der Spanier Fernando Alonso siegte vor Felipe Massa. Sebastian Vettel, Nico Rosberg und Michael Schumacher belegten die Plätze 4, 5 und 6. © dpa
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Routinier Schumacher unterstrich bei seinem Renn-Comeback 1239 Tage nach seinem letzten Start, dass mit ihm im Lauf der 19 Grand Prix langen Saison zu rechnen sein wird. Der 41 Jahre alte siebenmalige Champion aus Kerpen konnte bei seinem Debüt im Silberpfeil in der 36 Grad heißen “Sauna“ von Sachir zwar nicht in die Entscheidung um den Sieg mit eingreifen, holte aber gleich wichtige Punkte. Bei seiner damaligen Abschiedsvorstellung in Brasilien am 22. Oktober 2006 war er Vierter geworden.

Die Formel 1 2013: Alle Fahrer und ihre Autos

RED BULL RACING © Mark Thompson/Red Bull Racing
Dreifach-Weltmeister Sebastian Vettel (Heppenheim) fährt 2013 weiter im Red Bull, der Vertrag läuft bis 2014. © dpa
Teamkollege Mark Webber (Australien) hat noch einmal um ein Jahr verlängert. © Getty
MCLAREN © dpa
Für Lewis Hamilton fährt der 22 Jahre alte Mexikaner Sergio Perez. © ap
Routinier und Ex-Weltmeister Jenson Button (England) wird gefragt sein, er ist langfristig bis 2014 an den Rennstall gebunden. © Getty
FERRARI © dpa
Fernando Alonso (Spanien) wird den nächsten Angriff auf Vettel unternehmen. Er hat einen Vertrag bis 2016. © Getty
Felipe Massa (Brasilien) darf 2013 auch noch mal ran. © Getty
MERCEDES © dpa
Lewis Hamilton (England) statt Michael Schumacher. Der Brite ist vorerst drei Jahre an die Silberpfeile gebunden. © Getty
Nico Rosberg (Wiesbaden) bleibt, er hat einen Vertrag bis 2013. © Getty
LOTUS © dpa
Kimi Räikkönen (Finnland) wird als WM-Dritter 2012 noch mehr wollen. © dpa
Romain Grosjean (Frankreich) darf trotz seiner wiederholten Auftritte als Crashpilot wohl bleiben, ist aber noch nicht bestätigt. © dpa
WILLIAMS © Getty
Pastor Maldonado (Venezuela), Sieger in Barcelona, bleibt. Er bringt auch noch Geld aus Venezuela mit. © Getty
Bruno Senna ist raus, Testpilot Valtteri Bottas (Finnland) steigt zum Stammfahrer auf. © getty
FORCE INDIA © Sahara Force India
Paul Di Resta (Großbritannien) bleibt © getty
Adrian Sutil kriegt das zweite Cockpit © dpa
SAUBER © dpa
Die Schweizer treten mit einer neuen Paarung an. Nico Hülkenberg (Emmerich) wechselt von Force India zu Sauber. © dpa
Neben Nico Hülkenberg darf der 21-jährige Deübtant Esteban Gutierrez (Mexiko) ran. © dpa
TORRO ROSSO © dpa
Daniel Ricciardo (Australien) © getty
Jean-Eric Vergne (Frankreich) © getty
MARUSSIA © dpa
Hier ist alles neu! Timo Glock ist weg, für ihn ist Jules Bianchi da © Getty
Sein Kollege: Max Chilton © Getty
CATERHAM © dpa
Charles Pic (Frankreich), bisher Marussia, heuert bei dem anglo-malaysischen Team an. © getty
Giedo van der Garde ist sein Kollege © Getty

Vettel war dagegen der tragische Held: Der Vize-Champion schien einem ungefährdeten Sieg entgegen zu fahren. Aber nach rund einem Drittel des insgesamt 308,651 Kilometer langen Rennens meldete er per Boxenfunk frustriert: “Ich habe Probleme.“ In der 35. von 49 Runden musste der 22 Jahre alte Hesse Alonso und Massa ohne Gegenwehr vorbei ziehen lassen. Drei Umläufe später rauschte Lewis Hamilton locker am weitgehend wehrlosen Vettel vorbei. Immerhin konnte der Heppenheimer die Angriffe seiner deutschen Mercedes-Rivalen abwehren.

Alonso krönte seinen ersten Einsatz im “Roten Renner“ gleich mit dem Sieg. Sein brasilianischer Teamkollege Felipe Massa durfte sich bei seinem ersten Start nach seinem schweren Unfall in Ungarn als Zweiter ebenfalls wie ein Sieger fühlen. Der Spanier Alonso gewann auf dem Bahrain International Circuit in 1:39:20,396 Stunden. Massa lag 16,098 Sekunden zurück. Ex-Weltmeister Lewis Hamilton belegte im McLaren-Mercedes den dritten Rang. Vettel war 38,799 Sekunden langsamer als Alonso. Schumacher wies 44,163 Sekunden mehr auf.

Neuling Nico Hülkenberg aus Emmerich belegte im Williams-Cosworth den 14. Platz. Adrian Sutil aus Gräfelfing kam im Force India auf Rang zwölf. Timo Glock (Wersau) kam mit dem neuen Virgin-Team nicht ins Ziel. Wegen eines Getriebeschadens musste der Odenwälder sein Auto in der 21. Runde in der Garage abstellen. “Mir ist der dritte Gang kaputt gegangen“, sagte Glock. “Dann kam auch noch der Fünfte dazu. Irgendwann machte es keinen Sinn mehr, weiter zu fahren.“

Das sind Schumis Rituale und Glücksbringer

Das sind Schumis Rituale und Glücksbringer
Das Schläfchen vor dem Rennen - mal kürzer, mal länger - ist für Michael Schumacher zum Ritual geworden. © Getty
Das sind Schumis Rituale und Glücksbringer
“Ja, das habe ich immer gemacht“, erzählte der mittlerweile 41-Jährige einmal. “Manchmal war ich nur eine ganz kurze Phase eingeschlummert, aber das reichte dann schon." © Getty
Das sind Schumis Rituale und Glücksbringer
"Manchmal schlief ich auch tief und fest für eine halbe Stunde.“ Seit 1998 zelebrierte “Schumi“ sein Mittagsschläfchen. “Es war mir wichtig.“ © Getty
Das sind Schumis Rituale und Glücksbringer
Genau wie eine ungerade Startnummer. Eigentlich sollte die einstige Nummer Eins der Königsklasse mit der 4 auf dem neuen Silberpfeil ins Rennen gehen. Doch tauschte er mit Erlaubnis der Rennstall-Leitung die Startnummer mit Rivale Nico Rosberg. © Getty
Das sind Schumis Rituale und Glücksbringer
Teamchef Ross Brawn wisse eben, “dass ich ungerade Startnummern lieber mag“, erklärte Schumacher. © Getty
Das sind Schumis Rituale und Glücksbringer
Schließlich brachten sie ihm bislang Glück: Bei allen sieben WM-Titeln trug er eine ungerade Startnummer; fünfmal die 1 und je einmal die 3 und die 5. © Getty
Das sind Schumis Rituale und Glücksbringer
Ist doch auch schön, die Nummer 1 zu sein, oder? © Getty
Das sind Schumis Rituale und Glücksbringer
Schumacher steigt auch nie von rechts ins Rennauto ein. © Getty
Das sind Schumis Rituale und Glücksbringer
Sehen Sie... © Getty
Das sind Schumis Rituale und Glücksbringer
Chinesische Schriftzeichen mit den Namen seiner beiden Kinder auf seinem knallroten Helm,... © Getty
Das sind Schumis Rituale und Glücksbringer
...ein Armband von Gattin Corinna,... © Getty
Das sind Schumis Rituale und Glücksbringer
...ein Haifischzahn um den Hals, den er einst von einem Tauchlehrer geschenkt bekam: Ohne all das kann Schumi nicht. © Getty
Das sind Schumis Rituale und Glücksbringer
Rückblende: Bahrain 2004. Schumacher findet sein Amulett nicht. Vor der Rennpremiere des Wüstenkurses in Sachir stellt der damalige Ferrari-Pilot fest: Er hat den Glücksbringer im Hotel vergessen. © Getty
Das sind Schumis Rituale und Glücksbringer
Das Amulett muss herbei. Schumachers damaliger Masseur Balbir Singh eilte in die Unterkunft, holt es, Schumacher gewinnt das Rennen und am Ende zum bislang letzten Mal die Weltmeisterschaft. © Getty
Das sind Schumis Rituale und Glücksbringer
Bis heute trägt er seinen geliebten Anhänger. © Getty
Das sind Schumis Rituale und Glücksbringer
Auch Schumachers Rivale, Vizeweltmeister Sebastian Vettel, hat für gewöhnlich einen an Bord. Sein Glückscent ist schon jetzt legendär. © Getty
Das sind Schumis Rituale und Glücksbringer
“Ich habe sogar sehr viele Glücksbringer, auch wenn ich nicht allzu abergläubisch bin“, erklärte Vettel einmal. Sie entscheiden nicht über Sieg und Niederlage, geben ihrem Besitzer aber ein besseres Gefühl. So war es wohl auch mit Schumachers Schläfchen. “Es war einfach angenehmer, wenn ich es geschafft habe - ob ich es wirklich gebraucht habe, weiß ich selber nicht.“ © Getty

Der mit viel Spannung erwartete Start verlief weitgehend problemlos. Obwohl die Rennwagen wegen des Nachtankverbots um die 160 Kilogramm Benzin an Bord hatten, meisterten die Piloten diese für sie ungewohnte Situation bestens und fuhren zunächst äußerst reifenschonend. Vettel nutzte seine Pole-Position und setzte sich ungefährdet an die Spitze. Das Ferrari-Duo Massa und Alonso folgte mit einem gewissen Sicherheitsabstand. Schumacher und Rosberg profitierten von Mark Webbers zurückfallen, an dessen Red Bull etwas Öl ausgetreten war, und rückten um jeweils einen Rang auf Position sechs bzw. vier vor.

Sutil verlor viel an Boden, weil ihn ausgerechnet sein Teamkollege Vitantonio Liuzzi gedreht hatte. Hülkenberg fuhr in der dritten Runde zu übermütig und ramponierte beim Ausritt über die Randsteine etwas seinen Williams. Durch den dadurch nötigen frühen Stopp fiel der Formel-1-“Frischling“ vorläufig ans Ende des Feldes zurück.

Vettel kontrollierte das Geschehen von der Spitze aus deutlich. Der Red-Bull-Pilot baute seinen Vorsprung kontinuierlich aus. Schumacher hatte auf Platz sechs keine Chance, den vor ihm liegenden Ex-Weltmeister Hamilton im McLaren-Mercedes zu attackieren. Aber auch von hinten drohte dem Rückkehrer keine Gefahr. Rosberg fuhr ebenso ungefährdet auf Rang vier.

Erst die ersten Reifenwechsel brachten Verschiebungen im Feld. Hamilton und Schumacher steuerten im 16. Umlauf als erste der Top- Acht die Box an; die anderen Sieganwärter folgten wenig später. Rosberg verlor bei diesem Halt seinen vierten Platz an Hamilton. Der in der 19. Runde eingebogene Vettel blieb auch nach dem Wechsel auf harte Reifen zunächst ungefährdet vorn. Mit zunehmender Renndauer rückten die Ferrari aber immer bedrohlicher näher und überholten ihn schließlich problemlos.

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