Sotschi – Formel 1-Kurs

Sotschi: Der Formel 1-Kurs für den Großen Preis von Russland

Rekordsieger in Sotschi: Lewis Hamilton
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Rekordsieger in Sotschi: Lewis Hamilton

Seit 2014 macht die Formel 1 Station im russischen Sotschi. Wissenswertes zur Rennstrecke, zu den Siegern und weitere interessante Fakten kurz zusammengefasst.

  • Seit 2014 steht der Große Preis von Russland im Rennkalender der Formel 1.
  • Schauplatz des Rennens ist das Sotschi Autodrom, das mit einer Streckenlänge von 5,848 Kilometern eine der längsten Strecken der Formel 1 ist.
  • In vier der ersten sechs Rennen trug sich Lewis Hamilton als bisheriger Rekordsieger in die Siegerliste ein.

Russland als Gastgeber der Formel 1: Nach langer Planungszeit wurde es im Jahr 2014 in Sotschi am Schwarzen Meer Wirklichkeit. Am 12. Oktober 2014 fand das erste Formel-1-Rennen im neugebauten Formel 1-Kurs am Olympiapark in Sotschi statt. Das Sotschi Autodrom ist seitdem regelmäßig Schauplatz für das prestigeträchtige Rennen der Königsklasse, das weltweit die Fans in seinen Bann zieht.

Vorausgegangen war eine über 3-jährige Bauzeit des Circuit, der in der Planungsphase noch „Sotschi International Street Circuit“ hieß. Bereits das erste Rennen im traditionell beliebten Kur- und Urlaubsort Sotschi erlebte großen Zuschauerzuspruch. Organisatorisch galt Russlands Premiere in der Formel 1 ebenfalls als Erfolg. Dass es schließlich zur ersten Zieleinfahrt der Formel 1 in Russland kam, hat eine lange Geschichte: Nach einer insgesamt 30-jährigen Kampagne, die 1983 noch für den „Großen Preis der Sowjetunion“ begann, erlebte das Rennen in Sotschi seine Premiere.

Sotschi Autodrom – Wissenswertes zur Rennstrecke

Die russische Rennstrecke ist teilweise in das öffentliche Straßenverkehrsnetz integriert und umrundet den weitläufigen Olympiapark von Sotschi, in dem 2014 auch einige Wettkämpfe der Olympischen Spiele stattfanden.

Entworfen wurde das Sotschi Autodrom, dessen Team auch eigene Twitter- und Instagram-Accounts betreibt, von einem Deutschen: Hermann Tilke. Als der Streckenarchitekt der Formel 1 ist der Deutsche verantwortlich für den russischen Kurs, der mit einer Streckenlänge von 5,848 Kilometern einer der längsten in der Geschichte der Formel 1 ist. Die Fakten:

  • Kurs: Sotschi Autodrom
  • Streckenlänge: 5,848 Kilometer
  • Rennlänge: 53 Runden = 309,745 Kilometer
  • Kurven: 19

Der Sotschi International Street Circuit wird im Uhrzeigersinn gefahren und besteht aus einer Mischung aus langen Geraden und schnell zu fahrenden Kurven. Dabei sind zwölf Rechtskurven und sechs Linkskurven zu bewältigen. Das Highlight ist eine Kurve von über 180 Grad rund um die zentrale Plaza, die laut Streckenbauer Tilke immer schneller wird. Die Fahrer kommen mit mehr als 200 km/h herein und mit mehr als 300 km/h wieder heraus.

Der Rekordsieger nach sechs Rennen in Sotschi ist Lewis Hamilton

Konstant hohe Fliehkräfte in dieser Kurve belasten stark die Nackenmuskulatur der Fahrer. Zudem gibt es über die gesamte Streckenlänge viele Kurven, die im 90-Grad-Winkel verlaufen. Überholmöglichkeiten liegen am Ende der ersten Geraden nach Start und Ziel und am Ende der zweiten, leicht geschwungenen Geraden. Auch die letzte Kurve ist eine Herausforderung. Hier lässt sich noch einmal viel Zeit gewinnen, aber auch verlieren. Hermann Tilke hat damit für den Großen Preis von Russland mehrere Finessen eingebaut, die den Fahrern einiges an fahrerischem Können abverlangen.

In der jungen Geschichte des Rennens konnte sich von 2014-2019 das Team Mercedes am besten auf den Kurs einstellen und ist Rekordsieger. In den ersten sechs Rennen glänzte es mit einer 100 %-igen Siegesquote. Allein viermal davon war Lewis Hamilton der Sieger. Nur zweimal musste er sich dem jeweiligen Teamkollegen geschlagen geben. 2019 freute sich Mercedes über einen Doppelsieg in Sotschi.

Die durchschnittlich erreichte Geschwindigkeit über die gesamte Rennlänge auf dem Sotschi International Street Circuit am Olympiapark beträgt etwa 229 km/h. Damit wird, was das Tempo betrifft, ein Wert erreicht wird, der einer der höchsten in der Formel 1 ist.

Von Heike Waskow

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