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Safety-Car in der Formel 1: Geschichte, Fahrer, Autos

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Max Verstappen aus den Niederlanden vom Team Red Bull Racing steuert sein Auto hinter dem Safety Car
Max Verstappen aus den Niederlanden vom Team Red Bull Racing steuert sein Auto hinter dem Safety Car. © Olivier Matthys / dpa

Das Safety-Car in der Formel 1: Infos über die Modelle in der Geschichte der Pacecars, den aktuellen Fahrer Bernd Mayländer und das Medical-Car.

Manama – In der Hauptstadt des Königreichs Bahrain findet am 20. März 2022 der Auftakt zur 73. Weltmeisterschaft der Formel 1 statt. Gleichzeitig treten Änderungen im technischen und sportlichen Reglement in Kraft; zudem wurde das Punktesystem bei einem Rennabbruch überarbeitet. Erst, wenn unter Rennbedingungen mindestens zwei Runden mit einem Safety-Car absolviert wurden, werden im Falle eines Abbruchs Punkte für die Weltmeisterschaft vergeben.

Das Safety-Car in der Formel 1: Funktionen & Einsatz des Pacecars

Beim Safety-Car handelt es sich um ein Sicherungsfahrzeug, das in den USA auch als Pacecar bezeichnet wird. Es kommt in der Formel 1 in Gefahrensituationen – etwa aufgrund schwerer Unfälle oder dramatischer Wetterumschwünge – zum Einsatz. Über diesen entscheidet der Rennleiter, worauf die Streckenposten gelbe Flaggen schwenken und Schilder mit der Aufschrift SC hochhalten. Auf diese Weise leiten sie die Safety-Car-Phase ein. Sie dauert an, bis die Gefahr gebannt ist.

Die Safety-Car-Phase in der Formel 1

In dieser Phase fährt das Safety-Car auf die Formel-1-Rennstrecke und positioniert sich vor dem führenden Wagen. Gelingt das nicht auf Anhieb, signalisiert sein Pilot den Formel-1-Fahrern mit grünem Licht, dass sie das Safety-Car überholen sollen. Nach dem Erreichen der Position zeigt ein orange blinkendes Licht das sofortige Überholverbot an, das das Rennen neutralisiert.

Sobald die Gefahr beseitigt ist, zeugt das Erlöschen des Lichts vom baldigen Ende der Safety-Car-Phase. Dieses ist erreicht, sobald das Safety-Car in die Boxengasse einbiegt. Erst dann endet auch das Überholverbot und das Feld erhält die Freigabe für einen Neustart.

Das Safety-Car in der Formel 1: Die Modelle seit 1993

Safety-Cars heben sich durch Modifizierungen von ihren Straßenversionen ab. Diese betreffen jeweils die Bremsanlage, das Fahrwerk, das Motortuning, den Innenraum und die Lichtanlagen. Darüber hinaus verfügt jedes Fahrzeug über eine digitale und eine analoge Funkanlage.

Beim Kanada-GP 1973 wurde das erste Safety-Car der Formel 1 eingesetzt; sein Fahrer war Eppie Wietzes. Offiziell wurde das Safety-Car in der Formel 1 in der Saison 1993 eingeführt. Von 1996 bis 2020 stammten alle Modelle, wie auch beim Medical-Car, exklusiv von Mercedes-Benz. Seit 2021 stellt auch Aston Martin ein Safety-Car und ein Medical-Car. Letzteres hat eine komplette Notfallausrüstung für Schwerverletzte an Bord und tritt bei medizinischen Notfällen auf den Plan. Beim Formel-1-Grand Prix kommen abwechselnd Fahrzeuge von Mercedes-Benz und Aston Martin zum Einsatz.

Das Safety-Car in der Formel 1: Der Fahrer Bernd Mayländer

Bernd Mayländer wurde am 29. Mai 1971 in Waiblingen geboren und stieg Ende der 1980er-Jahre über den Kart- in den Motorsport ein. Der deutsche Automobilrennfahrer ist seit dem Jahr 2000 der offizielle Fahrer der Formel-1-Safety-Cars. Seit 2021 fährt er bei den Grands Prix abwechselnd einen Mercedes-Benz AMG GT und einen Aston Martin Vantage. Im Rahmen von „Safety-Cars für Safety-Kids“ unterstützt Bernd Mayländer seit 2007 eine Aktion des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes für die Verkehrssicherheit von Kindern.

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