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Scuderia Ferrari in der Formel 1: Geschichte, Erfolge und Fahrer

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Fahrer Charles Leclerc im Ferrari
Fahrer Charles Leclerc im Ferrari. © Hasan Bratic / dpa

Ferrari gehört der Formel 1 seit ihrem Start ununterbrochen an. Heute hat der Rennstall die meisten WM-Titel und weitere Rekorde vorzuweisen.

Maranello - Die Scuderia Ferrari ist eines der beliebtesten Formel-1-Teams. In aller Welt gibt es Ferrari Clubs, in denen sich Fans des Rennstalls organisieren. Bereits bei der Gründung der Formel 1 im Jahr 1950 gehörte Ferrari zu den ersten acht Fahrzeugherstellern, die um den Titel kämpften. Seitdem sind die Italiener ununterbrochen Teil der Formel 1 – so lange wie kein anderer Rennstall.

Der erste Formel-1-Weltmeister im Ferrari war Alberto Ascari (36, † 1955) in den Jahren 1952 und 1953. Insgesamt 15 Mal gewannen Ferrari-Piloten bis 2007 die Fahrerwertung. Sogar 16 Mal ging die Weltmeisterschaft der Konstrukteure an die Scuderia. Zuletzt entschied Ferrari 2008 die Konstrukteurs-WM für sich. Bis Ende 2021 ging Ferrari bei 1.030 Rennen in der Formel 1 an den Start. Dabei gewann das Team 238 Rennen.

Mit deutlichem Rückstand liegt McLaren mit 183 Rennsiegen auf dem zweiten Platz der Rangliste. Bei 84 Grand Prix in der Formel-1-Geschichte belegten sogar zwei Ferrari-Fahrer die ersten beiden Plätze. Auch in dieser Kategorie ist Ferrari Spitze. Zudem hat der italienische Rennstall 230 Pole Positions und 254 schnellste Rennrunden vorzuweisen, was ebenfalls Bestwerte sind.

Das Formel-1-Team von Ferrari: die Geschichte

Im Jahr 1929 gründete Enzo Ferrari (90, † 1988) in Modena den Rennstall Ferrari. Anfangs waren die Fahrer in Modellen von Alfa Romeo unterwegs, ab Ende der 1930er-Jahre entstanden eigene Ferrari Modelle. 1943 wechselte der Firmensitz nach Maranello, wo er sich bis heute befindet. Auch ein Ferrari Museum ist in der norditalienischen Stadt ansässig. In der ersten Formel-1-Saison 1950 zog Ferrari gegen Alfa Romeo den Kürzeren und gewann kein einziges Rennen. In der darauffolgenden Saison gelang José Froilán González (90, † 2013) im englischen Silverstone der erste Sieg für Ferrari. Auch Alberto Ascari siegte zwei Mal und wurde schließlich Vize-Weltmeister.

In der Saison 1952 belegten gleich vier Ferrari-Piloten die vorderen Plätze der Gesamtwertung. In den 1960er- und 1970er-Jahren kamen weitere Weltmeistertitel für Ferrari dazu, allerdings machte das Formel-1-Team ab 1979 eine Durststrecke durch. Es dauerte bis zur Saison 2000, bis mit Michael Schumacher wieder ein Rennfahrer im Ferrari Formel-1-Weltmeister wurde. Der letzte Fahrertitel für die Scuderia datiert aus dem Jahr 2007 und wurde von Kimi Räikkönen gewonnen.

Das Formel-1-Team von Ferrari: Die wichtigsten Fahrer

Neun Rennfahrer wurden in einem Ferrari Formel-1-Weltmeister. Drei von ihnen schafften dies mehr als ein Mal, unerreicht ist die Leistung von Michael Schumacher. Von 2000 bis 2004 holte er fünf Fahrertitel für Ferraris Formel-1-Team. Gefolgt wird er von Alberto Ascari und Niki Lauda (70, † 2019), die jeweils zwei Mal Weltmeister mit dem Rennstall wurden. Lauda holte 1975 seinen ersten Titel. Nach seinem schweren Unfall 1976 am Nürburgring war nicht damit zu rechnen, dass er überhaupt ins Cockpit zurückkehren könne. Dennoch gewann er 1977 erneut die Weltmeisterschaft. Seinen dritten Titel 1984 holte er im McLaren. Die folgenden sechs Fahrer wurden im Ferrari ein Mal Weltmeister:

Mehrere Ferrari-Piloten lagen am Ende einer Saison in der Gesamtwertung an zweiter Position und wurden somit Vize-Weltmeister. Zu ihnen gehören die deutschen Piloten Wolfgang Graf Berghe von Trips (33, † 1961) im Jahr 1961 und Sebastian Vettel in den Saisons 2017 und 2018.

Von Alexander Kords

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