„Das Feuer brennt garantiert noch“

Ex-Fahrer erbost sich über Aston Martin: Ralf Schumacher über Vettel-Team: „Alles Quatsch“

Sollte Bottas zu Aston Martin gehen, könnte es für Sebastian Vettel bei den Engländern eng werden.
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Sollte Bottas zu Aston Martin gehen, könnte es für Sebastian Vettel bei den Engländern eng werden.

Bei Sebastian Vettels Rennstall Aston Martin läuft es noch nicht rund. Ralf Schumacher kritisiert die Teamführung und hat eine bestimmte Frage an seinen Landsmann.

München - So ganz rund läuft sie noch nicht, die Rückkehr von Aston Martin in die Formel 1. Zwar gab es einzelne Highlights, doch nach elf Rennen nur Platz sieben in der Konstrukteurswertung liest sich ernüchternd. Ex-Formel-1-Fahrer Ralf Schumacher spart nicht mit Kritik am Team von Sebastian Vettel.

Ralf Schumacher: Teamführung von Vettel-Rennstall hat Fehler gemacht

„Das was [Besitzer Lawrence] Stroll vorhatte – sich über gute Connections zu anderen Formel-1-Teamchefs Knowhow zu besorgen – hat nur bedingt funktioniert. Das lernt er jetzt gerade schmerzhaft“, sagte Schumacher im Interview mit f1-insider.com. Das Lenkrad an den Nagel hängen solle Vettel laut Schumacher aber deswegen nicht. Vor allem die Teamführung habe Fehler gemacht.

Die neuen Regularien ab der Saison 2022 werden Aston Martin auch nicht viel helfen, meint TV-Experte Schumacher: „Das Problem ist ja, dass sich die Strukturen nicht von heute auf morgen ändern.“ Das Team soll sich in der Besetzung wohl ändern. Schumacher: „Gerüchteweise passiert da gerade sehr viel im Hintergrund.“

Jordan Grand Prix, Force India und Racing Point - das Team fuhr schon unter vielen Namen. Es gibt einige im Team, die diese Neugestaltung nicht ganz verstanden haben“, so Schumacher: „Das ist alles Quatsch. Fest steht: Das war immer eine kompakte Truppe, die es geschafft hat, mit wenig Budget viel zu erreichen. Jetzt war auf einmal Geld da, aber man hat sie nicht abgeholt.“

Ralf Schumacher über Vettel: „Wie lange will er noch sein Leben riskieren?“

Dass nun auch noch neue externe Mitarbeiter geholt werden, um Aston Martin voranzubringen, wirkt auf Schumacher verzweifelt: „In der Formel 1 funktioniert das einfach nicht in einem Jahr. Ich möchte daran erinnern, wie lange es bei Mercedes gedauert hat.“

Für Vettel hat Schumacher dagegen lobende Worte: „Man sieht ja das Lächeln bei den Rennen, wenn er vorne fährt. Er gibt sich auch Mühe, nicht allzu finster dreinzuschauen, wenn es mal nicht so läuft. Das Feuer brennt garantiert noch, das hat man gesehen.“

Vettel müsse sich letztlich nur eines fragen: „Wie lange will er morgens noch aufstehen und sein Leben riskieren, besonders wenn er nur im Mittelfeld rumfahren kann?“

Wie schlägt sich Vettel beim Grand Prix von Belgien? Wir sind im Live-Ticker dabei.

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