Freies Training in den Niederlanden

Formel 1: Vettel-Chaos in Zandvoort - Plötzlich brennt sein Aston Martin

Bange Momente in Zandvoort: Sebastian Vettel diskutiert mit einem Streckenposten.
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Bange Momente in Zandvoort: Sebastian Vettel diskutiert mit einem Streckenposten.

Sebastian Vettels Start ins Formel-1-Wochenende verlief denkbar schlecht. Sein Aston Martin fing Feuer - der Deutsche musste schnell handeln.

Zandvoort - Die Formel 1 macht am Wochenende Halt in den Niederlanden. Das nächste Rennen steigt an der Nordseeküste - auf dem legendären Kurs von Zandvoort. Nach dem Chaos-Rennen von Spa werden die Karten nun neu gemischt. Sebastian Vettel wäre wohl schwer damit einverstanden, wenn er wieder einen fünften Platz erreichen könnte.

Das erste Renn-Wochenende seit 36 Jahren in Zandvoort startete für den deutschen Aston-Martin-Piloten aber denkbar schlecht: Im ersten freien Training kam es zu einem Motorschaden an seinem Aston Martin. Nach einer Viertelstunde rollte der 34-Jährige hinter der Tarzan-Kurve der Rennstrecke aus. Vettel versuchte umgehend selbst, den aufkommenden Brand in seinem Mercedes-Triebwerk zu löschen. Doch zunächst hatte der Hesse Mühe, weil offenkundig der von einem Streckenposten gereichte Feuerlöscher nicht richtig funktionierte.

Formel 1: Aston-Martin-Brand in Zandvoort - Sebastian Vettel reagiert blitzschnell

Die erste Übungseinheit auf dem Kurs in den Nordsee-Dünen wurde wegen des Zwischenfalls und den notwendigen Reinigungsarbeiten auf der Strecke unterbrochen. Minutenlang verharrte Vettel neben seinem Auto, ehe er sich zur Garage seines Teams zurückfahren ließ. Offen war zunächst, ob der viermalige Weltmeister wegen des wohl notwendigen Motorwechsels mit einer Startplatzstrafe für das Rennen rechnen muss.

Vettels Panne war auch für das restliche Fahrerfeld ein Ärgernis, denn: Es liegen keine Erfahrungen oder Daten für die Strecke vor, schließlich wurde hier zuletzt 1985 gefahren. Deshalb sind die Trainingsminuten umso wichtiger.

Formel 1: Fans feiern Sebastian Vettel als Feuerwehrmann

Kleines Trostpflaster für den Deutschen: Die Fans feierten ihn für seine schnelle Reaktion: In den sozialen Netzwerken häuften sich binnen kürzester Zeit die Kommentare der Vettel-Anhänger. Der Heppenheimer ist extrem beliebt, vor allem wegen seiner unkomplizierten Art. In den vergangenen Tagen machten schon Fotos die Runde, die Vettel in den verschiedensten Situationen seines Rennfahrer-Lebens zeigten: Als Rookie, Weltmeister, Mechaniker, Steward, Reinigungskraft, Safety Car - und jetzt eben als Feuerwehrmann.

Vettel wird hoffen, dass er in die letzte Rolle nicht mehr so schnell schlüpfen muss. (akl/dpa)

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