Ex-F1-Chef ist einer seiner Weggefährten

Ehemaliger Formel-1-Boss Ecclestone verrät Details zu Vettels Charakter - „Was viele gar nicht wissen, ...“

Sebastian Vettel und Bernie Ecclestone im Jahr 2019.
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Sebastian Vettel und Bernie Ecclestone im Jahr 2019.

Steht Sebastian Vettel eine weitere Grauen-Saison in der Formel 1 bevor? Ein langjähriger Weggefährte ist sich sicher, bald den „alten Vettel“ wieder zu sehen.

Gaydon - Die vergangene Formel-1-Saison war für Sebastian Vettel eine einzige Enttäuschung, in seinem letzten Jahr bei Ferrari schien ihm einfach nichts zu gelingen. Nun erklärte mit dem ehemaligen Formel-1-Chef Bernie Ecclestone ein Kenner, wieso es in dieser Saison anders laufen wird. Vettel versucht sich als Teil des jungen Aston-Martin-Teams an einem Neustart in der Königsklasse, Ecclestone glaubt fest an den Heppenheimer.

Formel 1: Ex-F1-Boss Ecclestone nennt Grund für Vettels Scheitern bei der Scuderia - „Vergangenheit bei Ferrari vergessen“

Der 90-Jährige war zuletzt zu Gast beim „AvD Motor & Sport Magazin“ des Senders Sport1 und sprach sich auch für Sebastian Vettel aus. „Das Beste, was er machen kann und was jeder machen kann, ist, die Vergangenheit bei Ferrari zu vergessen. Dann kann er zu seiner alten Stärke zurückfinden“, so der Brite im Interview.

„Als er für ein nicht-britisches Team gefahren ist, hat das nicht sehr gut funktioniert“, fasst er das Scheitern von Vettel bei der Scuderia zusammen. „Ich denke, er ist in einer neuen Situation. Er geht jetzt dahin, wo er mit Red Bull angefangen hat. Das Team (Aston Martin, Anm. d. Red.) ist wie ein neuer Spieler“, so Ecclestone, der sich sicher ist, dass Vettel „dort wieder zu seiner alten Form zurückfinden kann“.

Formel 1: Ehemaliger F1-Chef über Sebastian Vettels Charakter - „Was viele gar nicht wissen, ...“

„Das Beste, was er machen kann und was jeder machen kann, ist, die Jahre bei Ferrari zu vergessen“, wiederholt Ecclestone, der nach mit Vettel „über alles gesprochen“ hat und verrät ein Detail über den Charakter des vierfachen Weltmeisters. „Was viele vielleicht gar nicht wissen, er ist ein sehr sensibler Typ. Er liebt es, geliebt zu werden“. Dies sei ihm bei Ferrari nicht mehr widerfahren.“

Im Jahr 2014 trat Vettel noch für Red Bull an, schon damals gab ihm Ecclestone Ratschläge.

Formel 1: Ecclestone will „alten Vettel“ sehen - und wäre in einem Fall „sehr enttäuscht“ von Vettel

Ecclestone, der im vergangenen Jahr Vater wurde, sieht den 33-Jährigen nach dem Rennstall-Wechsel „wieder auf dem richtigen Weg“. Der ehemalige Ferrari-Fahrer muss für den Erfolg in einem Team sein, „wo man sich um ihn kümmert“, meint der ehemalige Teamchef, der zu wissen scheint, was in Vettel vorgeht. Nun habe er „die Voraussetzung, den alten Vettel wieder zu zeigen“, meint der 90-Jährige, der „sehr, sehr enttäuscht“ wäre, „wenn ihm dort sein Comeback nicht gelingen würde.“

Über Vettels Startschwierigkeiten beim Training macht er sich keine Sogen. „Was da passiert ist mit Vettel, das war ein Mechanikproblem. Das war nicht der Fakt, dass Vettel geschlafen hat. Das ist bei einigen passiert – unter anderem auch bei Lewis Hamilton“, erklärt der erfahrene Ex-Formel-1-Boss, der fest an den Deutschen glaubt. (ajr)

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