Bei Ferrari klemmt‘s

Vettel-Dilemma: Ferrari baut wieder Mist - Vettels Reaktion verblüfft

Sebastian Vettel hat es schwer bei Ferrari.
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Sebastian Vettel hat es schwer bei Ferrari.

Sebastian Vettel versuchte in Imola alles für ein gutes Ergebnis. Doch ausgerechnet sein eigener Rennstall Ferrari bremste ihn aus.

Imola - Sebastian Vettel erlebte beim Großen Preis der Emilia Romagna das nächstes Debakel. Der viermalige Weltmeister kommt mit seinem Ferrari einfach nicht zurecht. Auch das Team hinter Vettel machte in Imola keine gute Figur.

Formel 1 in Imola: Vettel ohne Punkte

Man kann es drehen und wenden wie man will. Sebastian Vettel und die Scuderia Ferrari - diese Ehe wird am Saisonende nicht im Guten auseinander gehen. Mittlerweile sind schon so viele Skandale und Ungereimtheiten dieser Partnerschaft ans Licht gekommen, dass es schwer fällt nur an Zufälle und Pech zu glauben. Vettel wechselt im nächsten Jahr zu Aston Martin.

In Imola, dem schon dritteln Italien-GP in dieser verkürzten Corona-Saison und dem 100. Formel-1-Rennen auf italienischem Boden, wollten Vettel und Ferrari eigentlich mal wieder für positive Schlagzeilen sorgen. Doch wie in Monza und Mugello enttäuschten die roten Flitzer. Vettel verpasste als Zwölfter die Punkteränge, obwohl fünf Fahrer ausgeschieden waren, Teamkollege Charles Leclerc erreichte immerhin einen passablen fünften Platz.

Formel 1: Ferrari macht Vettels Rennen kaputt - „Das hat uns das Rennen gekostet“

Dabei zeigte Vettel eine ordentliche Leistung und wurde durch die früheren Boxenstopps der Konkurrenz bis auf den vierten Platz nach vorne gespült. „Ich hatte freie Fahrt für die Mehrheit des Rennens, die Pace an sich war gar nicht so verkehrt“, strich Vettel nach dem Rennen bei Sky das Positive heraus. Doch dann passierte das Unfassbare.

Ferrari verpatzte den Boxenstopp auf ganzer Linie. Der Wechsel seines rechten Vorderreifens dauerte mehr als 13 Sekunden, die Besten in der Formel 1 schaffen das in unter zwei Sekunden. „Dann hatten wir keinen guten Stopp, das hat uns das Rennen gekostet. Ich bin mir sicher, das ist schmerzhaft für das Team“, so ein enttäuschter Vettel nach dem Rennen.

Formel 1: Wird Vettel von Ferrari sabotiert?

Wegen des Patzers seiner Ferrari-Boxencrew verpasste Vettel als Zwölfter zum siebten Mal in 13 Saisonrennen die Punkteränge. In der Gesamtwertung liegt der 33-Jährige bei noch vier ausstehenden Grand Prix mit nur 18 Punkten auf einem indiskutablen 14. Rang. Vettel war völlig bedient: „Ich wollte auf die weichen Reifen wechseln, aber das Team hat anders entschieden. Mit dem Stopp sollte es heute nicht sein. Schade, sonst hätten wir am Ende noch Punkte holen können, so wie das Rennen lief.“

In den vergangenen Tagen gab es bereits Verschwörungstheorien, die besagten, dass Ferrari Vettel benachteiligen würde was die Leistungsfähigkeit des Autos angeht. Der Aussetzer der Boxencrew könnte nun neues Öl ins Feuer gießen. „Ich muss glauben, dass wir das gleiche Auto haben, und ich vertraue den Leuten in meiner Garage“, meinte der Heppenheimer zuletzt. Ob er das nach dem missglückten Wochenende in der Emilia Romagna immer noch glaubt, darf mehr denn je bezweifelt werden.

Vor dem Grand Prix in Imola plauderte Ferrari Teamchef Mattia Binotto über ein verrücktes Telefonat mit Sebastian Vettel.

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