Saisonauftakt in Bahrain

Formel 1: Vettel startet im neuen Aston Martin - doch welche Rolle spielt dabei ein Bond-Girl?

Sebastian Vettel geht in dieser Formel-1-Saison für Aston Martin an den Start. Seinen neuen Dienstwagen taufte er passenderweise nach einem Bond-Girl.

Sakhir - Sebastian Vettel kann es kaum erwarten, bis es endlich losgeht. Die Formel 1 steht in den Startlöchern. Für Vettel beginnt ein neues Abenteuer. Der Heppenheimer will es sich selbst und all seinen Kritikern noch einmal beweisen. Dafür tauschte er im Winter das Cockpit. Nach einer verkorksten Saison im roten Ferrari geht Vettel in diesem Jahr im Aston Martin in British Racing Green auf Punktejagd. Dabei soll, passend zur britischen Traditionsmarke, ein deutsches Bond-Girl helfen.

„Underneath the mango tree - Me honey and me can watch for the moon“, summt eine Bikini-Schönheit am Strand und lässt Sean Connery alias James Bond aus seinen Träumen erwachen. Die Muscheltaucherin steigt gerade aus dem Meer, als sie von Bond erschreckt wird. Der Geheimagent bricht aber auf gewohnt charmante Weise das Eis und gewinnt das Vertrauen der aufgeschreckten Badenixe. Die legendäre Szene aus dem 007-Film „James Bond jagt Dr. No“ erreichte Kultstatus und machte die deutsche Schauspielerin Ursula Andress als Bond-Girl „Honey Ryder“ zum Star.

Formel 1: Vettel tauft neuen Boliden „Honey Ryder“ - Tradition auch bei Aston Martin fortgeführt

An den Bond-Film aus dem Jahr 1962 dürfte sich auch Sebastian Vettel zurückerinnert haben, als er einen passenden Namen für seinen Aston Martin gesucht hat. Jetzt steht fest: Sein neuer Dienstwagen ist ein Bond-Girl. Den AMR21 hat der viermalige Weltmeister „Honey Ryder“ getauft, „wie das erste Bond-Girl“, sagte der 33-Jährige grinsend. Die Sportwagenmarke Aston Martin verdankt seine Berühmtheit schließlich vor allem den Filmen mit James Bond.

Die Taufe seiner Formel-1-Wagen hat bei Vettel Tradition. In seiner ersten vollen Saison 2008 startete er damit und gab seinem damaligen Toro Rosso den Spitznamen „Julie“. Bei Red Bull gab es unter anderen „Hungry Heidi“, „Kinky Kylie“ oder „Luscious Liz“. Sein letzter Ferrari trug den Namen „Lucilla“.

Sebastian Vettel im ersten Training beim Großen Preis von Bahrain.

Formel 1: Rast Vettel in „Honey Ryder“ aufs Podium?

Vettel geht wieder auf die Jagd - zusammen mit „Honey Ryder“. Mit Blick auf die ersten Rennen im grünen Auto falle eine Einschätzung aber noch schwer. „Wir müssen realistisch sein“, sagte er. Siege peile Aston Martin vorerst nicht an: „Ich glaube, dass es hinter Mercedes und Red Bull richtig eng wird. Das Kräfteverhältnis abzuschätzen, ist vor dem Qualifying am Samstag unmöglich.“

Aston Martin hat vor zwei Wochen keine guten Testfahrten hingelegt. Das Team, das im vergangenen Jahr noch Racing Point hieß, baut allerdings auf einer starken Basis auf. „Ich habe mich von Beginn an ziemlich wohl gefühlt in diesem Auto“, sagte Vettel: „Auch wenn mir noch ein paar Runden fehlen.“

Beim ersten Training am Freitag reichte es für Vettel und seinen Teamkollegen Lance Stroll zunächst nur zu den Plätzen zwölf und 13. Beide beschränkten sich aber auf wenige wirklich schnelle Runden und sammelten stattdessen Erfahrungen, die aus den Testfahrten nicht gewonnen werden konnten. Aston Martin hatte dort wegen vieler Probleme viel zu wenige Runden gedreht. Im ersten Training gehörten Vettel und Stroll nun zu den fleißigsten Piloten. Die Aussagekraft in den Tests und Trainings bleibt aber überschaubar, entscheidend wird die Performance im Qualifying und Rennen werden. (ck/sid)

Rubriklistenbild: © James Gasperotti

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