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Kalte Dusche für Sebastian Vettel: Nächster Tiefpunkt in Spa?

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Aston Martin, der Rennstall des Heppenheimers, bringt keine Updates mehr für 2022 heraus. Somit ist Vettel mit seinem Auto weiterhin nicht konkurrenzfähig.

Spa - Nur noch neun Formel-1-Rennen hat Sebastian Vettel (35) vor sich, dann beendet der vierfache Weltmeister seine Karriere. Vom Glanz früherer Tage ist, zumindest was die Leistungsfähigkeit seines Autos angeht, nicht mehr viel übrig: Vor dem Rennen am ­Sonntag in Spa liegt der Aston-Martin-Pilot auf WM-Rang 14, mit nur 16 Punkten hat er 25 Zähler Rückstand auf Fernando Alonso (41, Alpine) auf Rang zehn. Da wäre es doch an der Zeit für ein schönes Abschiedsgeschenk in Form eines Technik-Boosters – doch den wird es nicht geben!

Formel-1-Rennstall Aston Martin legt Fokus auf die kommende Saison

Denn große Updates am Boliden AMR22 seien nicht mehr geplant, sagt Performance-Direktor Tom McCullough: „Wir haben uns noch ein Entwicklungsbudget gelassen – aber wir haben bereits eine Menge entwickelt und das Auto stark verändert.“ Deshalb konzentriere sich die Mannschaft mit Sitz in Silver­stone jetzt schon auf die kommende Saison. „Die Entwicklung des Autos für 2023 läuft schon“, sagt McCullough. Theoretisch sei es zwar möglich, „größere Teile wie zum Beispiel einen Flügel“ zu entwickeln, „aber das kostet eine Menge Geld. Da kann man auch warten.“

Sebastian Vettel im AMR22
Vettels AMR22 bleibt diese Saison vollends ohne Updates. © picture alliance/dpa/AP/Darko Bandic

Die Budget­obergrenze verhindert, dass die Mannschaften unkontrolliert Geld ausgeben. Aston Martin muss also genau kalkulieren, wie viel sie noch in die aktuelle Saison investieren. „Das ist eine einfache Frage des Kosten-Nutzen-Verhältnisses“, bestätigt McCullough.

Formel 1: Besser als WM-Rang 14 wird es für Vettel wohl nicht

Und der Nutzen ist bei Aston Martin eben überschaubar: Der Rennstall liegt abgeschlagen auf Platz neun der WM, hat schon 75 Punkte Rückstand auf den Fünftplatzierten McLaren. Für Vettel heißt das: Von WM-Rang 14 dürfte es nur mit viel Glück weiter nach vorne gehen. Zuletzt beendete der Hesse eine Formel-1-Saison auf Platz 14, als er 2007 in sein Premierenjahr feierte – selbst da war er aber eigentlich besser, denn als Youngster absolvierte er nur einen Teil der Rennen. Und sogar in seinem letzten, verkorksten Ferrari-Jahr 2019 wurde er WM-13.

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