Ex-Weltmeister bleibt

Vettel verlängert bei Aston Martin und Mick Schumacher profitiert - das bedeutet der Deal für die Formel 1

Es wurde schon über sein Ende in der Formel 1 spekuliert, doch Sebastian Vettel verlängert um ein Jahr bei Aston Martin. Das hat Auswirkungen auf vielen Ebenen.

München – Sebastian Vettel (34) bleibt ein weiteres Jahr in der Formel 1 bei Aston Martin. Die tz erklärt die Hintergründe. Das bedeutet der Deal für…

Sebastian Vettel

Vettel ist zu jung, um den Helm an den Nagel zu hängen. Vom Rennfahren hat er mit 34 Jahren noch nicht genug - und vor allem: Die Neugier siegt. Mit den Regeländerungen für 2022 sieht er die Chance, aus dem grauen Mittelfeld in der Formel-1-Saison 2021 zurück aufs Podium zu fahren und ein immer noch junges Team zu einer Erfolgsmannschaft zu formen.

Aston Martin

Vettel ist und bleibt die Premium-Lösung für Aston Martin. Fahrerisch lässt er seinen intern hochgelobten Teamkollegen Lance Stroll spätestens seit Saisonmitte hinter sich. Technisch gilt der Heppenheimer nach wie vor als einer der Besten seines Fachs. Seine Fähigkeiten, ein Auto zu spüren und ein Team zu entwickeln, dürften gerade in einer Saison mit neuen Rennwägen und neuen Regeln ein entscheidender Vorteil sein. Dazu passt: Aston Martin gibt Vollgas für die Zukunft. Gerade erst wurden die Pläne für eine neue Fabrik enthüllt, die 2022/23 bezogen werden soll. Teambesitzer Lawrence Stroll investiert in Infrastruktur und Personal - und will aus Aston Martin einen Titelkandidaten machen.

Die Fans

Vettel-Fanartikel sind DER Bestseller im Aston-Martin-Fanshop. Der Ex-Champion begeistert mit seinem Wunsch, die Welt zu verbessern und seiner Fan-Nähe. Aber er polarisiert auch: Die Diskussionen über seine Leistungsfähigkeit sind ein beliebtes Streit-Thema in den Foren.

Sebastian Vettel fährt auch 2022 in der Formel 1.

Die Formel 1

Die Königsklasse braucht Helden - und Vettel ist so einer. Wenn auch ein unbequemer. Dass er immer wieder gegen die Formel-1-Vermarkter meutert und ihnen den Spiegel vorhält, dürfte den Bossen um Ex-Ferrari-Teamchef Stefano Domenicali nicht gefallen. Allerdings bringt der vierfache Weltmeister noch eine gewisse Strahlkraft mit.

Mick Schumacher

Spätestens nach der Netflix-Doku über Michael Schumacher ist klar: Sebastian Vettel ist so etwas wie der Ersatzvater des Rekordweltmeister-Sohns. „Es ist gut zu wissen, dass es jemanden im Fahrerlager gibt, der es gut mit einem meint“, betonte Mick Schumacher zuletzt. Vettel hat sich dieser Rolle angenommen. Und zu der gehört es auch, Haas-Pilot Mick Schumacher das Wissen und die Erfahrung weitergeben, die dessen Vater ihm nicht mehr schenken kann. Schumacher wird davon profitieren. (tz)

Rubriklistenbild: © James Gasperotti/dpa

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