Traditions-Kurs im Kalender

Spielberg und die Formel 1: Alle Infos, Hintergründe und Rekorde zum Red Bull Ring in Österreich

Rennstrecke mit Panorama: die Formel 1 in Spielberg
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Rennstrecke mit Panorama: die Formel 1 in Spielberg

Der früher schnellste Kurs der Formel 1, der Red Bull Ring in Spielberg, ist seit über 50 Jahren das Zentrum österreichischer Rennsportfreunde.

  • Eine Geschichte mit Stolpersteinen – der Red Bull Ring in Österreich
  • Der moderne Red Bull Ring liegt in Spielberg in der Steiermark
  • Spielberg ist eine Formel-1-Rennstrecke und eine Marke

Spielberg - Als 1969 die Rennstrecke als Österreichring eröffnet wurde, lag diese bereits auf dem Gemeindegebiet von Spielberg, allerdings sehr viel näher am Örtchen Zeltweg. Den Printmedien war zu verdanken, dass dieser österreichische Kurs zuerst unter dem Synonym Zeltweg bekannt wurde. Diese Rennstrecke wurde in den Anfangsjahren eher selten für Formel-1-Rennen genutzt, galt aber als die schnellste in der Rennserie. Ganz aus dem Kalender gestrichen wurde Spielberg 1975, nachdem der US-amerikanische Fahrer Mark Donohue nach einem Unfall ums Leben kam.

Es folgte 1977 der erste größere Umbau, wobei die neue Schikane die Rundenzeiten und die Rennlänge drastisch ausdehnte. Für die moderne Formel 1 und andere Serien mit gut sechs Kilometern Streckenlänge zu lang, wurde der Österreichring 1995 auf 4,318 Kilometer verkürzt. 1996 erfolgte die Wiedereröffnung als A1-Ring, wobei das „A“ für den internationalen Namen von Österreich stand – Austria.

Formel 1 in Spielberg: Der moderne Red Bull Ring

Ein erneuter Umbau in großem Stil erfolgte ab 2005. Dabei wurde das Gesamtkonzept des Kurses verändert, kaum aber die Streckenführung. Allerdings wurde die alte Westschleife wieder eingebunden. Vorausgegangen war ein Rechtsstreit des neuen Eigentümers mit Anwohnern und Umweltschützern. 

Der Getränkegigant Red Bull hatte das Spielberg-Gelände in der Absicht gekauft, daraus eine Rennstrecke und einen Sportflugplatz zu machen. Erst nach zahlreichen Kompromissen konnte mit dem Bau des gegenwärtigen Kurses begonnen werden. Red Bull ist noch immer Eigentümer und Hauptsponsor, weshalb der Rundkurs seit 2010 den Namen Red Bull Ring trägt.

Red Bull Ring Spielberg – eine besondere Herausforderung in der Formel 1

Der moderne Rundkurs in Spielberg gilt als attraktiv und zugleich sicher, sodass die Formel 1 den Red Bull Ring mit dem Grade A ausgezeichnet hat. Auch andere Rennserien sind vom Kurs begeistert, weshalb beispielsweise die MotoGP 2020 gleich zwei Rennen veranstaltet. Dies liegt an der Charakteristik der Strecke mit ihren sieben Rechts- und lediglich drei Linkskurven. 

Da das Gelände wie eine Arena von drei Seiten durch Berge abgeschirmt ist, werden die Hänge als Naturtribünen genutzt, von denen die Zuschauer fast alle Streckenabschnitte einsehen können. Überdies geht es gleich beim Start einen recht steilen Hang hinauf, während es ab Streckenmitte über mehrere Kurven wieder talwärts Richtung Ziellinie und Boxengasse geht.

Formel 1: Der Red Bull Ring in Spielberg in Zahlen

Den Rekord für die schnellste Durchschnittsgeschwindigkeit auf dem Red Bull Ring hält seit 1987 Nigel Mansell, der 235,421 km/h in einem Williams erreichte. Rekordsieger ist Alain Prost, der 1983 mit Renault und 1985 sowie 1986 mit McLaren den Großen Preis von Österreich gewinnen konnte. Die erfolgreichsten Konstrukteure sind McLaren mit fünf und Ferrari sowie Mercedes mit jeweils vier Siegen. Wermutstropfen für die österreichischen Rennsportfreunde ist, dass der Österreicher und dreifache Weltmeister Nikki Lauda nur 1984 nach einem spektakulären Überholmanöver als Sieger gefeiert werden konnte.

Formel 1: Spielberg ist eine Marke im Freizeitsektor

Mit der Übernahme des Geländes durch Red Bull sollte der Kunstflug unterstützt werden, wo der Energydrink eine eigene Rennserie unterhält. Als diese Pläne für einen Sportflughafen scheiterten, wurde das Konzept überarbeitet. Gegenwärtig ist der Red Bull Ring nicht nur eine Rennstrecke, sondern wird facettenreich genutzt.

Ein Konferenzzentrum ist ebenso vorhanden wie ein Driving Center, in dem jeder Führerscheininhaber sein Talent als Rennfahrer auf die Probe stellen kann. Dazu wurde ein Car Park angeschafft, in dem Sportwagen von Ferrari, BMW, Bugatti, Maserati oder Audi zu finden sind. Hochzeiten können ausgerichtet werden, genau wie Firmenfeste.

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